%D\HULVFKH-XOLXV0D[LPLOLDQV8QLYHUVLWlW:U]EXUJ *HRJUDSKLVFKHV,QVWLWXW
9HUIDVVHU-|UQ0HLQHUV
$EJDEHWHUPLQ)HEUXDU
*OLHGHUXQJ
,(LQOHLWXQJ
,,1XW]HQGHU$JURIRUVWZLUWVFKDIW
,,,$JURIRUVWZLUWVFKDIWOLFKH0RGHOOH ,,,$JULVLOYLFXOWXUHOOH6\VWHPH ,,,7DXQJ\D ,,,,PSURYHGIDOORZ6\VWHP ,,,$OOH\FURSSLQJ ,,,0XOWLVWRUH\KRPHJDUGHQV ,,,6LOYRSDVWRUDOH6\VWHPH ,,,3URWHLQEDQNV ,,,$JURVLOYRSDVWRUDOH6\VWHPH ,,,+RPHJDUGHQVLQYROYLQJDQLPDOV ,,,$QGHUH6\VWHPH ,,,%LHQHQ]XFKWPLW%lXPHQ ,,,$TXDIRUHVWU\
,99HUEUHLWXQJGHUYHUVFKLHGHQHQ$JURIRUVWZLUWVFKDIWV\VWHPH
9%HLVSLHOIUKRPHJDUGHQVXQGWDXQJ\D'LHÄ)RUHVW9LOODJHV³LQ7KDLODQG 9,$XVEOLFN
9,,/LWHUDWXU
5HIHUDWVKDQGRXW
,(LQOHLWXQJ
Am Beispiel Nigeria soll zu Beginn einmal die Lage der tropischen Länder hinsichtlich ihrer Waldbestände und Forstwirtschaftlichen Nutzung dargelegt werden. Das Ziel der nigerianischen Regierung war es 1919, 25% der Waldfläche zu erhalten. 1951 waren noch 36 Mio. ha Wald (= 39% der Landesfläche) vorhanden. 1990 waren es nur noch 3,9 Mio. ha, was 3,6% der Landesfläche entspricht. Das Waldbausystem in Nigeria arbeitete extrem exploitativ, so daß selbst Aufforstungen nicht verhindern können, daß bis zum Jahr 2000 nur noch 10 - 15% des Nutzholzbedarfes gedeckt werden können. Nigeria, ein ehemals holzreiches Land, importierte 1993 bereits doppelt so viel Holz, wie es exportierte (nach Bruening, S. 582).
Die Lage in den anderen tropischen Ländern ist ganz ähnlich, so daß dringender Handlungsbedarf besteht. Hier versucht die Agroforstwirtschaft mittels nachhaltiger Bewirtschaftung einzuschreiten und zu helfen.
Nachhaltigkeit bedeutet in der Forstwirtschaft die Vorsorge für kommende Generationen, das Gegenteil wäre eine exploitative Nutzung (nach Bruening, S.577). Die Agroforstwirtschaft, im Deutschen auch mit Baumfeldwirtschaft oder Waldfeldbau bezeichnet, ist eigentlich ein sehr altes Bewirtschaftungssystem. Es wurde in Varianten in Europa im Mittelalter, in den tropischen Teilen Südamerikas und auch in Asien schon seit langem angewendet. Agroforstwitschaft ist nur ein neuer Name für ein „altes“ System. Eine wichtige Rolle bei der Wiederaufnahme der Bemühungen um diese Art der Waldbewirtschaftung spielte das International Development Research Centre (IDRC). Das IDRC hat die Agroforstwirtschaft wieder in das Bewußtsein zurückgerufen, gerade im Hinblick auf die exploitative Nutzung der weltweiten Waldbestände. Aus dem IDRC ging 1977 das International Council for Research in Agroforestry (ICRAF) hervor, und damit war die Agroforstwirtschaft erstmals fest institutionalisiert. Das ICRAF erhob ab September 1982 Daten über sämtliche Agroforstwirtschaftssysteme, die bekannt waren und bewertete diese. So konnten zum ersten Mal Vergleiche zu anderen Systemen, aber auch Ratschläge zu Verbesserung des Anbaus in den unterschiedlichen Regionen der Erde gegeben werden (nach Nair, S. 3ff.).
Definitionen für agroforstwirtschaftliche Systeme gibt es so viele wie Systeme selbst, es sollten jedoch immer zwei Punkte enthalten sein:
1. Es handelt sich um das bewußte Wachstum von perennierenden Holzpflanzen zusammen mit Ackerpflanzen und/oder Tieren auf demselben Anbaugebiet, entweder in Form von räumlicher Mischung oder zeitlicher Abfolge.
2. Es muß eine bedeutende Wechselwirkung zwischen den Holzpflanzen und den Ackerpflanzen, entweder aus ökologischer und/oder ökonomischer Sicht vorhanden sein. (nach Nair, S. 17).
Sind nun diese zwei Punkte erfüllt, kann man von einem Agroforstwirtschaftssystem sprechen, das mindestens zwei Outputs hat, dessen Zyklus auf mehr als ein Jahr ausgelegt ist und das auch in einfachster Form ökologisch, wie ökonomisch komplexer ist, als jedes Monokultursystem (nach Nair, S. 18).
,,1XW]HQGHU$JURIRUVWZLUWVFKDIW
Bevor auf den Nutzen, den man mit der Hilfe der eingepflanzten Bäume erzielen kann, eingegangen wird, soll zuerst einmal ein Vorurteil abgebaut werden. Das Vorurteil bezieht sich darauf, daß allgemein angenommen wird, Holzpflanzen könnten nicht zusammen mit Feldfrüchten auf dem gleichen Landstück angebaut werden. Das stimmt so nicht. Man muß nur, um einen optimalen Nutzen erzielen zu können, die ökologischen Nischen herausfinden, die die Feldfrüchte nicht besetzt halten. Diese kann man dann mit den Holzbestandteilen des Systems auffüllen und somit einen noch größeren Erfolg haben, als dies ohne die Bäume der Fall wäre (nach Raintree, S. 3).
Raintree unterteilt die Vorteile, die mit den hölzernen Bestandteilen erreicht werden können, in die sogenannten „service roles“ und die „production roles“.
Die erste Gruppe trägt hauptsächlich zu Nachhaltigkeit, aber auch zur vermehrten Produktion bei. Zu ihr gehören etwa die 6WHLJHUXQJ GHU 3URGXNWLRQ RUJDQLVFKHP 0DWHULDOV, die Beibehaltung oder sogar 9HUEHVVHUXQJ GHU %RGHQIUXFKWEDUNHLW, (URVLRQVPLQGHUXQJ, besonders in Hanglagen, :DVVHUVSHLFKHUXQJ, die Schaffung eines JQVWLJHQ 0LNURNOLPDV für Pflanzen und Tiere und die Bildung von QDWUOLFKHQ*UHQ]HQ durch Baumreihen. Direkt für eine gesteigerte Produktion sind, wie der Name schon sagt, die „production roles“ verantwortlich. Es fallen hierunter die Produktion von zusätzlicher 1DKUXQJ für den Menschen, )XWWHU für Tiere, Erzeugung von %UHQQPDWHULDO, oder von Holz, das als %DXVWRII in
Arbeit zitieren:
Jörn Meiners, 1995, Modelle nachhaltiger Agroforstwirtschaft in den Tropen, München, GRIN Verlag GmbH
Dieser Text kann über folgende URL aufgerufen und zitiert werden:
Einbetten
DOI
Konzepte von Weiblichkeit in Kleists Die Marquise von O...
Germanistik - Literaturgeschichte, Epochen
Hausarbeit (Hauptseminar), 27 Seiten
Faktormodelle und Kapitalkosten (Factor Models and the Cost of Capital...
BWL - Unternehmensführung, Management, Organisation
Diplomarbeit, 63 Seiten
Erotik im Tagelied - Eine exemplarische Darstellung anhand Wolframs vo...
Germanistik - Ältere Deutsche Literatur, Mediävistik
Seminararbeit, 15 Seiten
Grundlagen und Bedeutung der Arbitrage Pricing Theorie
BWL - Investition und Finanzierung
Hausarbeit, 29 Seiten
Kultur der Schriftlichkeit - Ursprünge und Entwicklung in Deutschland ...
Seminararbeit, 21 Seiten
Asset Backed Commercial Papers
Der deutsche Markt im Lichte d...
BWL - Bank, Börse, Versicherung
Hausarbeit (Hauptseminar), 27 Seiten
Das geschriebene Wort in seiner historischen Entwicklung
Seminararbeit, 25 Seiten
ABS - Finanzierung, Grundstruktur und Gestaltungsmöglichkeiten
BWL - Investition und Finanzierung
Seminararbeit, 14 Seiten
Die Fusion dargestellt an einem Beispiel
BWL - Rechnungswesen, Bilanzierung, Steuern
Hausarbeit, 27 Seiten
Positionierung der europäischen Bahnen im Güterverkehr
Seminararbeit, 23 Seiten
Banken-, Währungskrisen und Twin Crisis: Stilisierte Fakten und theore...
VWL - Geldtheorie, Geldpolitik
Seminararbeit, 28 Seiten
Zur Entwicklung der Theorie der Schichtstufenlandschaften
Geowissenschaften / Geographie - Phys. Geogr., Geomorphologie, Umweltforschung
Hausarbeit (Hauptseminar), 33 Seiten
Die Frauenbilder in Heinrich von Kleists "Marquise von O." u...
Germanistik - Neuere Deutsche Literatur
Hausarbeit (Hauptseminar), 34 Seiten
Jörn Meiners hat den Text Modelle nachhaltiger Agroforstwirtschaft in den Tropen veröffentlicht
Jörn Meiners hat einen neuen Text hochgeladen
0 Kommentare