Klinikhotels in Europa Eine Bestandsaufnahme alternativer Konzepte
Barbara Boron
INHALTSVERZEICHNIS
INHALTSVERZEICHNIS I
ABKÜRZUNGSVERZEICHNIS II
1 EINLEITUNG 1
2 DEFINITIONEN UND HISTORISCHE ENTWICKLUNG 3
3 KRITERIENKATALOG 5
3.1 Schwerpunkt und Charakter 5
3.2 Art und Umfang der branchenfremden Zusatzleistung 5
3.3 Historie 6
3.4 Größe 7
3.5 Zielgruppe 7
3.6 Finanzierungsmöglichkeiten der Leistungsangebote 7
3.7 Träger 7
3.8 Unternehmensform 8
3.9 Bewerbung des Doppelkonzeptes 8
4 ALTERNATIVE KLINIKKONZEPTE 9
4.1 Konzept 1: Hotel und wenig branchenfremde Zusatzleistung 10
4.2 Konzept 2: Hotel und viel branchenfremde Zusatzleistung 11
4.3 Konzept 3: Klinik und viel branchenfremde Zusatzleistung 12
4.4 Konzept 4: Klinik und wenig branchenfremde Zusatzleistung 14
4.5 Konzept 5: Pflege 14
5 VERGLEICH DER LÄNDER 17
6 FAZIT UND AUSBLICK 19
QUELLENVERZEICHNIS III
ANHANG VIII VIII
Anlage 1: Klinikhotels in Deutschland IX
Anlage 2: Klinikhotels in Europa X
I
Klinikhotels in Europa – Eine Bestandsaufnahme alternativer Konzepte
– Barbara Boron-
ABKÜRZUNGSVERZEICHNIS
aktiebolag (schwedisch) AB
aksjeselskap AS
AG Aktiengesellschaft
GmbH Gesellschaft mit beschränkter Haftung
Hrsg. Herausgeber
KMA Klinikmanagement Aktuell
o.J. ohne Jahr
o.O. ohne Ort
SA Societé Anonyme (französisch)
Sociedad Anónima (spanisch)
SGB Sozialgesetzbuch
Sociedad Limitada SL
vgl. vergleiche
II
Klinikhotels in Europa – Eine Bestandsaufnahme alternativer Konzepte
– Barbara Boron-
1 EINLEITUNG
Diese Hausarbeit beschäftigt sich mit dem, zumindest in Deutschland, noch recht jungen Konzept der Klinikhotels. Allgemein gesprochen sind diese Häuser eine Symbiose zwischen Hotel und Klinik. Dabei ist jeweils eine ganz unterschiedliche Schwerpunktsetzung in den jeweiligen Konzepten und Ausrichtungen der Angebote möglich. Mal macht sich das ganze mehr wie ein Hotel mit zusätzlicher medizinischer Leistung aus, mal ist das Angebot eher eine Klinik mit zusätzlichen Angeboten, wie sie sonst eher ein Hotel anbietet. Da diese Ausprägungen sehr unterschiedlich sind, soll in dieser Hausarbeit eine Kategorisierung der alternativen Konzepte vorgenommen werden. Dabei sollen nicht nur die Angebote in Deutschland sondern auch im Übrigen europäischen Raum betrachtet werden.
Im ersten Abschnitt der Arbeit wird der Begriff „Klinikhotel“ etwas genauer beleuchtet und wie es zu dieser Sonderform des Hotels beziehungsweise der Klinik kam. Im darauf folgenden Abschnitt wird betrachtet, mit welchen Kriterien die Häuser beschrieben werden können und welche Ausprägungen dieser Kriterien denkbar sind. Hieraus wird dann eine Möglichkeit zur Kategorisierung entworfen werden. Im Anschluss and diesen eher theoretischen Teil, werden exemplarisch Häuser der einzelnen Kategorien beschrieben. Diese sind als Beispiele - und stellvertretend für die entsprechende Kategorie - zu verstehen. Nach einem Ländervergleich schließt die Arbeit mit einem Fazit.
Es ist zu beachten, dass zu diesem Thema noch nicht sehr viel Literatur erschienen ist, da wir es mit einem vergleichsweise jungen Phänomen in der Hotellerie beziehungsweise im Krankenhauswesen zu tun haben. Die Hausarbeit stützt sich aus diesem Grunde, neben einigen Artikeln aus wissenschaftlichen Zeitschriften, in weiten Teilen auf die Internetpräsenzen und das zur Verfügung gestellte Informationsmaterial der einzelnen Häuser. In diesem Zusammenhang danke ich all den Häusern, die mir Informationsmaterial zugeschickt haben. Ich möchte darauf hinweisen, dass die Beispiele auf den Informationen dieser Quellen beruhen und oft nicht ausführlich genug sind um einen Anbieter eindeutig in eine der erarbeiteten Konzeptalternativen einzuordnen, zumal die Grenzen zwischen den einzelnen Konzepten fließend sind.
1
Klinikhotels in Europa – Eine Bestandsaufnahme alternativer Konzepte
– Barbara Boron-
Die Thematik kann also im Rahmen dieser Hausarbeit nur oberflächlich angekratzt und nicht in voller Tiefe ausdiskutiert werden. Zumal sie sehr vielschichtig ist und dies den Rahmen der Hausarbeit sprengen würde.
2
Klinikhotels in Europa – Eine Bestandsaufnahme alternativer Konzepte – Barbara Boron-
2 DEFINITIONEN UND HISTORISCHE ENTWICKLUNG
Plege-, Patienten-, Klinikhotel oder Hotelklinik? Im allgemeinen Sprachgebrauch werden zurzeit verschiedenste Vokabeln gebraucht. In dem Interview „Wie viel Krankheit verträgt ein Hotel?“ mit dem Hotellerie Fachmann Stephan Gerhard gibt Frau Annette Meinke-Carstanjen folgende Definition: „… Pflege- oder Patientenhotels bieten eine Rund-um-die-Uhr-Pflege an. Die Betreuung erfolgt durch ein Team ausgebildeter Pflegekräfte und Ärzte.“ 1 Der Fokus in dieser Definition liegt auf dem pflegerischen Ansatz. Unter den Begriff Klinikhotel dürfen hingegen die Anbieter gefasst werden, deren Fokus auf dem medizinischen Angebot liegt, die aber auf Zusatzleistungen, wie sie sonst in einem Hotel zu finden sind, gesteigerten Wert legen. Im selben Interview wird darauf hingewiesen, dass die Begriffe Pflege- und Patientenhotel, sowie Klinikhotel in der Hotellerie eher selten verwendet werden, da sie mit Alter und Krankheit assoziiert werden und diese Begriffe sehr negativ belegt sind. Daher wird in der Hotellerie bevorzugt der Begriff Hotelklinik verwendet. Dieser Begriff betont den Hotelaspekt stärker und ist auch marketingtechnisch günstiger. 2
Ganz gleich ob Hotelklinik, Patienten-, Pflege- oder Klinikhotel der Ursprung für diese Konzepte ist sicher im wachsenden Konkurrenzdruck im Hotelwesen, sowie im Klinikwesen begründet. Der Druck in den jeweiligen Märkten führte dazu, dass die Anbieter spezialisierte Konzepte entwarfen, um sich von der Konkurrenz abzuheben. Während Krankenhausbetreiber gefallen daran fanden sich vom „rein medizinischen Grundversorger zum Gesundheitsdienstleister zu entwickeln“ 3 legten einzelne Anbieter in der Hotellerie einen Schwerpunkt auf das Thema Medical Wellness und damit verbundene Konzepte um sich von den klassischen Hotels abzugrenzen und ihre Zielgruppen deutlicher zu definieren. 4 „Früher baute man Kliniken als Anstalten, in den siebziger Jahren als Gesundheitsfabriken. Heute erinnern sie an Shopping-Malls oder Hotels“. 5 Die althergebrachten Konzepte scheinen nicht mehr auszureichen, der Kunde beziehungsweise der Patient erwartet einen großen Zusatznutzen. Gleichzeitig strebt der
1
vgl. Meinke-Carstanjen, Annette (2004): Wie viel Krankheit verträgt ein Hotel?, in KMA 10-2004, S.49
2
Meinke-Carstanjen, Annette (2004): Wie viel Krankheit verträgt ein Hotel?, in KMA 10-2004, S.49
3
vgl. Meinke-Carstanjen, Annette (2004): Der Patient als Kunde und Gast, in KMA 10-2004, S.46
4
Meinke-Carstanjen, Annette (2004): Wie viel Krankheit verträgt ein Hotel?, in KMA 10-2004, S.49
5
vgl. Zeit.de (Hrsg.) (2000): Das Krankenhaus der Zukunft – Die Zauberformel, [Zugriffsdatum 26.11.2004], verfügbar im Internet:
www.zeit.de/archiv/2000/36/200036_schweden.xml
3
Klinikhotels in Europa – Eine Bestandsaufnahme alternativer Konzepte – Barbara Boron-
Anbieter eine Kostensenkung beziehungsweise Ersparnis an. 6 Diese beiden, auf den ersten Blick scheinbar gegensätzlichen Ziele, können zum Beispiel in Pflegehotels verwirklicht werden. 7
Sowohl die unterschiedlichen Begrifflichkeiten, als auch die unterschiedlichen Ursprünge der Anbieter weisen auf die Spanbreite der Angebote und Konzepte hin. Deshalb sollen im nächsten Abschnitt unterschiedliche Bewertungskriterien beleuchtet werden.
6 Deutsche Patientenhotel GmbH (Hrsg.) (o.J.): Eine starke Zukunftsoption, [Zugriffsdatum 28.11.2004], verfügbar im Internet: www.deutsche-patientenhotel.de/zukunftsoption.htm 7 Deutsche Patientenhotel GmbH (Hrsg.) (o.J.): Das Rad muss nicht neu erfunden werden, [Zugriffsdatum 28.11.2004], verfügbar im Internet: www.deutsche-patientenhotel.de/rad.htm
4
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– Barbara Boron-
3 KRITERIENKATALOG
In diesem Teil der Hausarbeit werden die möglichen Kriterien nach denen die Anbieter differenziert werden können genannt und ihre denkbaren Ausprägungen beschrieben. Im Rahmen dieser Arbeit habe ich mich für die folgenden neun Kriterien entschieden:
- Schwerpunkt und Charakter
- Art und Umfang der branchenfremden Zusatzleistung
- Historie
- Größe
- Zielgruppe
- Finanzierungmöglichkeiten der Leistungsangebote
- Träger
- Unternehmensform
- Bewerbung des Doppelkonzeptes
3.1 Schwerpunkt und Charakter
Der Schwerpunkt des Angebots kann eher einen Hotelcharakter oder eher einen Krankenhauscharakter besitzen. Alle Ausprägungen zwischen diesen beiden Extremen sind denkbar. Oft ist die Tendenz in eine Richtung deutlich ersichtlich, sollte dies nicht der Fall sein und keine eindeutige Ausprägung in die eine oder andere Richtung zu erkennen sein, können folgende Fragen bei der Ermittlung des Schwerpunkts helfen: Welche der Teilangebote des Gesamtkonzeptes erbringt mehr Umsatz oder Gewinn? In welchem Bereich ist mehr Personal und Arbeitskraft gebunden? Gefragt ist also nach dem Kernprodukt des Anbieters in Abgrenzung zu den angebotenen Zusatzleistungen. Ist das Kernprodukt die Hotelleistung und die medizinischen Angebote die Zusatzleistung oder umgekehrt?
3.2 Art und Umfang der branchenfremden Zusatzleistung
5
Arbeit zitieren:
Barbara Boron, 2004, Klinikhotels in Europa - Eine Bestandsaufnahme alternativer Konzepte, München, GRIN Verlag GmbH
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