II
INHALTSVERZEICHNIS
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1.1. Absolute Armut
1.2. Relative Armut
1.3. Das Ressourcenkonzept
1.3.1. Bekämpfte Armut
1.3.2. Verdeckte Armut
1.4. Der Lebenslagenansatz
1.5. Neue Armut
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3.1. Kinderreiche Familien/ Familien mit Kindern
3.2. Alleinerziehende
3.3. Familien mit Arbeitslosigkeit des Ernährers/ Ernährerin
3.4. Ausländische Familien
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III
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6.1. „Bildungsbenachteiligung“
6.2. „Seelische/emotionale/psychische Armut“
6.3. „Geistige/ kulturelle Armut“
6.4. „Gesundheitliche Armut“
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7.1.Definition
7.2.Wurzeln des Empowerment
7.3. Individualisierung und Empowerment
7.4. Klientenbilder im Wandel
7.4.1. Der Verlust von Lebensregie und erlernter Hilflosigkeit
7.4.2. Defizitblickwinkel
7.4.3. Rezepte gegen erlernte Hilflosigkeit
7.5. Werkzeuge der Praxis des Empowerment
7.5.1. Das Arrangieren von Ressourcen
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8.1. Strukturelle/ sozialpolitische Maßnahmen
8.1.1. Bildungspolitik
8.1.2. Arbeitsmarkt- und Beschäftigungspolitik
8.1.3. Wohnungsmarktpolitik
8.2. Handlungsorientierte/ sozialpädagogische Maßnahmen
(Notwendigkeit der Vernetzung sozialer Handlungsfelder)
8.2.1. Soziale Arbeit und ihre Möglichkeiten
8.2.2. Entwicklung von Basisfürsorgekriterien
8.2.3. Jugendhilfe
IV
8.2.4. Sozialhilfe
8.2.5. Medizin und Gesundheitswesen
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Beschäftigt man sich mit dem Thema Kinderarmut in der Bundesrepublik Deutschland, so wird deutlich, dass es sich dabei längst um keine Einzelerscheinung mehr handelt. Tatsächlich sieht es so aus, dass gerade Kinder in unserer Gesellschaft, aus unterschiedlichen Beweggründen, in Armut leben, womit nicht nur materielle Einschränkungen gemeint sind. Die Auswirkungen der Armut sind mehrdimensional, wie wir in der folgenden Arbeit darlegen werden.
Ziel dieser Arbeit ist es zu untersuchen in welchem Ausmaß Kinder und Jugendliche von Armut betroffen sind, welche ursächlichen Faktoren dieser Armut vorausgehen, welche Gruppen besonders armutsgefährdet sind und schließlich auch, wie die Folgen für die Betroffenen aussehen. Dazu liegen uns der Düsseldorfer Armutsbericht (1998) und der Sozialbericht der AWO „Gute Kindheit - schlechte Kindheit“ (2000)vor.
Weiterhin werden wir aufzeigen welche Faktoren für das „Wohlergehen“ des Kindes maßgebend sind und wie eine Basisfürsorge vernachlässigter Kinder und Jugendlicher aussehen könnte. Des weiteren sollen Strategien vorgestellt werden, die zu einer Verbesserung und Sicherung der Lebensgrundlagen von Kindern und Jugendlichen beitragen könnten.
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Es existiert kein allgemein anerkannter Armutsbegriff. Unterschiedliche Menschen und Institutionen definieren „Armut“ auf verschiedene Weise. „Wo Armut beginnt, wird entweder durch eine gesellschaftliche oder wissenschaftliche Konvention oder durch eine politische Entscheidung festgelegt. Jeder einzelne Bürger kann jedoch aufgrund seiner eigenen, religiös oder philosophisch begründeten Werteüberzeugung zu einer hiervon abweichenden Werteüberzeugung kommen [Müller, Siegfried; Otto, Ulrich, 1997, S. 31].
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Mit dem Begriff „absolute Armut“ ist ein Leben unter dem physischen Existenzminimum gemeint, wie es in der Bundesrepublik Deutschland praktisch nicht vorzufinden ist. Ein dauerhaftes Überleben ist nicht möglich, da Grundbedürfnisse wie Nahrung, Kleidung, Obdach-und
Gesundheitspflege nicht zu befriedigen sind. Dieses Ausmaß an Armut wird auch als „extreme Armut“ bezeichnet. (vgl. Mansel, Jürgen; S. 277)
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Eine relative Armut liegt oberhalb des physischen Existenzminimums und ist nicht mit Armut in anderen, z. B. „Dritte Welt- Ländern“, zu vergleichen. Relativ zu anderen Ländern liegt in der Bundesrepublik Deutschland keine Armut vor. Zur Bestimmung dieses Armutstyps wird eine relative Armutsgrenze festgelegt. Danach wird auf die relativ bezogene Einkommensarmut eine Einkommensgrenze festgelegt. So werden „alle Haushalte, die unter der 50% Schwelle liegen und damit die Einkommensschwelle unterschreiten als „in Armut lebende“ bezeichnet. Die Haushalte, die knapp darüber liegen, z. B. 60%, leben in einem sogenannten „prekären Wohlstand“, der leicht zur Armut hin kippen kann.
Arbeit zitieren:
Christel Liegl-Prokein, 2002, Betrachtung der Kinderarmut in Deutschland im Kontext sozialpädagogischer Handlungsansätze, München, GRIN Verlag GmbH
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