Inhaltsverzeichnis
1. Einführung
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2. Funktion des Gehirns
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2.1 Sprachlernvoraussetzungen beim Spracherwerb 4
2.1.1 biologische Voraussetzungen 4
3. Theorie der kognitiven Entwicklung des Menschen nach Piaget 6
3.1 Grundprinzipien von Piagets Theorie 7
3.2 Phasen der Stufentheorie 9
4. Nature vs Nurture
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4.1 Skinner und Behaviorismus 10
5. Schluss
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6. Literaturverzeichnis
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1. Einführung
Alle Lebewesen auf der Erde kommunizieren miteinander. Diese Kommunikation findet im unterschiedlichen Niveau und in einer sehr differenzierten Weise statt, so Hildebrand – Nilshon (vgl. Sucharowski 1996 19). Laut Keller 1990 (vgl. Sucharowski 1996 19f.) aber bleibt die Feststellung, dass kein anderes Lebewesen etwas dem System Sprache Vergleichbares wie der Mensch entwickelt hat. Manche nennen Sprache die größte Erfindung des Menschen genau deshalb, weil allein der Besitz der Sprache den Menschen vom Tier unterscheidet.
Wissenschaftler beschäftigten sich schon im 19. Jh., wie Wilhelm von Humboldt, mit der Frage, warum und wie man eine Sprache lernt. Um eine Antwort darauf zu geben, musste man zunächst eine andere Frage beantworten: Was ist Sprache? Die ersten Wissenschaftler, die sich damit befassten, waren die Philosophen und die Psychologen. Demzufolge kommen die ersten Theorien über die Herkunft und Bildung der Sprache bei den Menschen aus diesen Bereichen.
Heute redet man von Sprachwissenschaftlern, da Sprachwissenschaft sich bzw. Linguistik als selbstständige Wissenschaft seit der Mitte des 20. Jh. manifestiert hat. Im Vergleich zu den Psychologen, die darüber Daten sammeln, wie sich Sprache als Äußerung darstellt, suchen die Linguisten nach dem System, das die Sprache konstituiert, so Anderson 1998 (vgl. Sucharowski 1996 25ff.).
Demzufolge werden in der vorliegenden Arbeit die Möglichkeiten des Erstspracherwerbs nach Piaget und die biologischen Voraussetzungen, unter denen er realisierbar ist, dargestellt. Des Weiteren wird es auf zwei Theorien eingegangen, die der Theorie Piagets entgegentreten: auf Behaviorismus - Theorie, mit Skinner als ihrer wichtigste Vertreter und auf Nativismus – Universalgrammatik-Theorie, die Chomsky entwickelte .
2. Funktion des Gehirns
Ein Vergleich zwischen dem Gehirn eines Menschen und eines Tieres beweist, dass “ ...kein anderes Körpergewebe in der Tat so wesentliche
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Unterschiede zwischen Tier und Mensch zeigt wie der Aufbau des Nervengewebes unseres Gehirns...“ (Vester 2000 16).
Das Gehirn als der wichtigste Teil des zentralen Nervensystems liegt im Schädel wohl behütet wie in einem Tresor. Es ist eingebettet in das Gehirnwasser und geschützt gegen Druck und Stoß. Der älteste Teil des Gehirns ist das völlig verdeckte sogenannte Stammhirn, das bei den Tieren auch heute noch praktisch die gesamte Hirnmasse ausmacht. Zwei kleine, degenerierte Läppchen sind der Rest des ursprünglichen Riechhirns, aus dem sich im Laufe von Jahrmillionen unser Großhirn gebildet hat. Von diesem Riechhirn letztendlich haben sich zwei größere Lappen gebildet, die als Großhirnlappen schließlich das gesamte übrige Gehirn überdecken (vgl. Vester 2002 15).
Es ist interessant, dass das Gehirn eines Menschen bei seiner Geburt nur ca. 20% seines späteren Gewichts aufweist. Das volle Gewicht wird erst im zweiten Lebensjahrzehnt erreicht, wenn das Netz der Verbindungen zwischen den Nervenzellen (den Neuronen) voll ausgebildet ist. Diese Vernetzung entsteht aufgrund einer Wechselwirkung zwischen Umwelteinflüssen und genetischer Programmierung (vgl. Apeltauer 2000 22).
2.1 Sprachlernvoraussetzungen beim Spracherwerb
Kinder erwerben ihre erste Sprache in wenigen Jahren mit großer Selbstverständlichkeit. Die Leichtigkeit, mit der sie es tun, lässt uns vergessen, dass der Erwerb einer Primärsprache zu den schwierigsten intellektuellen Aufgaben gehört, die ein Mensch bewältigen muss. Es gibt „...drei wichtige Voraussetzungen, die den raschen Erwerb ermöglichen: biologische, kognitive und sozial- interaktive...“ (Slobin 1977 128, zitiert nach Apeltauer 2000 19). In diesem Teil der Arbeit werden die biologischen Voraussetzungen vorgestellt.
2.1.1 Biologische Voraussetzungen:
Das Nervensystem eines Menschen ist so beschaffen, dass mehrere Sprachen erlernt werden können. Die Bedingungen für die nachzeitige Aneignung einer
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fremden Sprache unterscheiden sich von denen, die den raschen und reibungslosen Ablauf des Erstspracherwerbs bestimmen.
Das menschliche Gehirn weist funktional betrachtet eine Dreiteilung auf: Die Ur- oder Stammhirnregion, die zuständig für Instinkte ist, das Mittel- oder Zwischenhirn, das für spontane Emotionen wie Ärger und Aggression ist und das Großhirn mit seinen beiden Hälften, die im Laufe eines Lebens individuelle Entwicklungen durch machen (vgl. Apeltauer 2000 19).
Aufgrund unterschiedlicher Befunde z.B. pathologische Fälle, Hirnverletzungen usw. wissen wir, dass bei den meisten Menschen nach der Geburt zunächst sich die rechte Hälfte des Großhirns - rechte Hemisphäre - entwickelt. Nach sechs Monaten beginnt jedoch die linke Hemisphäre vorübergehend zu dominieren, um nach dem ersten Jahr wiederum von der Rechthemisphäre abgelöst zu werden. Die rechte Hälfte des Großhirns dominiert dann ungefähr bis zum dritten oder vierten Lebensjahr, ehe die linke Hemisphäre abermals dominant wird (vgl. Jacobs 1988 320, zitiert nach Apeltauer 2000 19).
Die Abfolge in der Entwicklung und Dominanz von Recht- und Linkhemisphäre lässt sich folgendermaßen interpretieren. Zunächst werden Wahrnehmungsfähigkeiten und motorische Fertigkeiten ausgebildet. Der beginnende Spracherwerb ist daher anfangs stark auf nonverbale und prosodische Elemente (Hervorhebung von Äußerungsteilen) angewiesen.
In der zweiten Hälfte des ersten Jahres beginnen sich erste Begriffe und Sprachfunktionen zu entwickeln wie zum Beispiel die Produktion wortähnlicher Gebilde während der Lallphase. In dieser Zeit führen Kinder auch mit sich selbst „Gespräche“, die sich an Intonation und rhythmischer Konturierung erkennen lassen. Gleichzeitig wird ein schnelles Wachstum der Verbindungen zwischen den Nervenzellen beobachtet.
Diese Phase dauert ca. ein halbes Jahr (vgl. Apeltauer 2000 21). Die ersten erkennbaren Wörter produzieren die meisten Kinder nach dem ersten Jahr. Zu dieser Zeit beginnen sich erste Begriffe und Sprachfunktionen zu entwickeln. In
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Arbeit zitieren:
Eleni Rigaki, 2003, Die Spracherwerbstheorie nach Piaget im Gegensatz zu Behaviorismus und Nativismus, München, GRIN Verlag GmbH
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