Inhaltsverzeichnis
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1. Voraussetzungen der Schüler für den Unterricht 03
1.1 Voraussetzungen bei den Schülern 03
1.1.1 Voraussetzungen im Allgemeinen 05
1.1.2 Voraussetzungen im Fach Mathematik und für diese Stunde 08
1.2 Äußere Voraussetzungen 13
2. Lernziele 15
3. Stellung des Unterrichtsinhaltes im größeren Zusammenhang 16
3.1 Einordnung in die Stundeneinheit 16
3.2 Fächerübergreifende Möglichkeiten der Unterrichtsgestaltung 17
4. Geplanter Unterrichtsverlauf 18
4.1 Tafelbild 20
5. Anhang 21
5.1 Literatur und Quellenverzeichnis 21
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1. Voraussetzungen der Schüler für den Unterricht
1.1 Voraussetzungen bei den Schülern
Den Kurs 1/1 der …. besuchen 16 Kinder, davon 9 Mädchen und 7 Jungen. Sie wurden nach dem Konzept der veränderten Schuleingangsphase eingeschult. Die Vogteischule gehörte zu den Versuchsschulen in Thüringen, welche die veränderte Schuleingangsphase 1998 eingeführt haben. Den rhythmisierten Tagesablauf gibt es schon länger. Es werden die Pausen in den Lernzeiten, die im Block stattfinden frei gewählt. Die Schüler sind den zum größten Teil stattfindenden Wochenplanunterricht in der altersgemischten Gruppe gewöhnt. Es gibt lediglich zwei feste Kursstunden in der Woche (Montag und Donnerstag), in denen die beiden Kurse (1/1 und 1/2) getrennt werden. Somit sind reine 45 min.-Stunden eine Seltenheit.
Die Stammgruppe hat jeden Tag die ersten 2-3 Stunden zusammen den Stammunterricht und danach erfolgen die Fächer Werken, Schulgarten, Ethik, Religion, Sport und Musik. Ethik, Religion und Sport werden ebenfalls in der altersgemischten Gruppe unterrichtet. Die Schüler des Stammes 1 kommen aus … und … und viele kennen sich bereits aus dem Kindergarten.
Die … Schüler sind größtenteils auf den Schulbus angewiesen, so dass hier mit eventuellen Verspätungen zu rechnen ist. Diese können aber auch durch Trödeln/Bummeln einiger Schüler zustande kommen (z.B….).
Die tägliche Gleitzeit vor dem Unterrichtsbeginn von 7.00-7.40 Uhr ist dementsprechend lang gefasst, damit alle Schüler in Ruhe an ihrem „Arbeitsplatz“ ankommen und sich auf den Unterricht einstellen können. In dieser Zeit stehen die Lehrer für persönliche Gespräche jederzeit zur Verfügung, was von den Schülern auch lebhaft genutzt wird. Außerdem können die Kinder in dieser Phase an den beiden Computern arbeiten, sich mit den zahlreichen Übungs- und Spielmaterialien beschäftigen oder ein Buch aus der kleinen Klassenbibliothek lesen.
Das endgültige Zeichen dafür, dass der Unterricht beginnt bzw. dass sich die Schüler an ihren Plätzen einfinden sollen, ist das Einschalten von instrumentaler Musik. Diese ist den Schülern bestens bekannt und sie wissen genau, was sie zu tun haben. Die Musik findet ihren Einsatz auch am Ende von Arbeitsphasen und dient somit als Zeichen, dass die Arbeit einzustellen ist oder dazu, dass die Schüler sich im Sitzkreis einfinden sollen.
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Des Weiteren signalisiert den Kindern ein Aufkleber an der Klassenuhr, wann die Arbeitsphase vorbei ist.
Zum gemeinsamen Frühstück vor der Hofpause wird ein weiteres Ritual sehr gut angenommen. Ein Lehrer liest jeden Tag ein Stück aus einem Kinderbuch vor, welches die Schüler selbst mitgebracht haben.
Die Kinder des Kurses zeigen sich im Umgang miteinander (besonders auch im Umgang mit der anderen Hälfte der Stammgruppe, der 2. Klasse) hilfsbereit und rücksichtsvoll, so dass insgesamt von einem positiven Sozialverhalten und einer angenehmen Lernatmosphäre ausgegangen werden kann.
Die meisten Schüler sind sehr engagiert und aufgeschlossen, so dass die Beteiligung in Gesprächsphasen üblicherweise recht hoch ist. Einigen Kindern, wie … fällt es noch schwer sich an die verabredeten Regeln zu halten. Sie können nicht abwarten und nehmen so oft durch Hereinrufen Antworten vorweg oder stören durch Unaufmerksamkeit. Gründe dafür sind ihre allgemeine „Schwatzhaftigkeit“ und ihr großes Mitteilungsbedürfnis, aber auch die Tatsache, dass sie sich noch immer nicht an die Schulregeln halten können. Es ist allerdings schon eine große Verbesserung zu verzeichnen, die durch eine Änderung der Sitzordnung zustande kam, sowie durch immer wiederkehrende Erinnerungen an unsere Regeln („Nur einer redet!“ und „Wir melden uns!“). Meistens reicht also eine solche Erinnerung an die Regeln bzw. ein kurzes Zeichen (wie ein Finger auf dem Mund) aus, um die Kinder zu ermahnen. Dies kann auch erreicht werden, wenn der Lehrer den Begriff „Eiszeit“ laut in die Unruhe hineinruft. Die Schüler müssen dann alles stehen und liegen lassen und für ein paar Sekunden starr verharren, bis der Lehrer das Kommando zum Weitermachen erteilt. Es geht dann wesentlich ruhiger weiter, da sie mit dieser einfachen Methode an ihr Fehlverhalten erinnert werden.
Im Großen und Ganzen ist es ein sehr lebendiger und aufgeweckter Kurs, in dem alle Schüler mehr oder weniger an Neuem interessiert sind und sich auch leicht für verschiedene Themen motivieren lassen.
Die Schüler kennen des Weiteren vielfältige Arbeits- und Sozialformen, wie Frontalunterricht (Klassenunterricht, Lehrer-/Schülervortrag), Gruppenunterricht wie Partner- und Kleingruppenarbeit, Einzelarbeit, Unterrichtsgespräche und Spiele z.B. in Form von Rollenspielen. Sie beherrschen diese Formen sehr gut, da sie immer wieder angewandt werden. Durch das Mehrpädagogensystem in der Schuleingangsphase sind sie an das Team-Teaching gewöhnt.
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Der Wochenplanunterricht ermöglicht den Kindern ein hohes Maß an selbständigem Arbeiten, was fast alle Schüler gut beherrschen. Der Kursunterricht ist vor allem durch offene oder frontale Phasen geprägt. Die offenen Formen, wie Angebotslernen und Stationsarbeit werden sehr gut von den Kindern angenommen und die festen Regeln bei Einzel-, Partner-, Gruppenarbeit, Stationen- und Angebotslernen etc. sind ihnen bekannt. Sie sind dabei gewohnt, auf vereinbarte Zeichen und Symbole, wie z.B. „wir flüstern“ zu achten. Hier wird immer wieder darauf Wert gelegt, dass die Schüler ihr Verhalten den Regeln entsprechend selbst einschätzen müssen. Es klappt daher auch immer besser und die Kinder weisen sich selbst untereinander auf die vereinbarten Regeln hin („Nicht rennen“, „Wir flüstern“).
Den Schülern ist außerdem die Verwendung eines Glöckchens nicht fremd, was seine Anwendung findet, wenn sich eine schöpferische Unruhe zum Störfaktor entwickelt (ähnlich des Begriffs „Eiszeit“).
Ein allgemeines Belohnungssystem stellen kleine „Mäusebilder“ und „Schafbilder“ dar, die verteilt werden. „Mäuse“ gibt es bei guten Leistungen (je nachdem was eine gute Leistung für das jeweilige Kind ist), besonderen Fleiß oder Ähnlichem. Mit einem „Schaf“ muss jemand rechnen, der „faul“ war, getrödelt hat, oder auf Ermahnungen nie reagierte. Diese Bildchen werden in eine große Liste von den Schülern selbst eingeklebt. Wenn ein Kind 5 „Mäuse“ gesammelt hat, bekommt es ein Lob ins Hausaufgabenheft eingetragen, bei 10 gibt es einmal hausaufgabenfrei. 5 „Schafe“ ergibt einen Tadel ins Hausaufgabenheft und nach dem 10. „Schaf“ muss das jeweilige Kind zu einer Aussprache zum Direktor. Die Schüler sollen sich auch hier meist selbst einschätzen. Demnächst wird wohl ein neues System seinen Platz finden müssen, da der Anreiz allmählich verloren geht und dieses System nicht mehr dem Entwicklungsstand der Kinder entspricht.
1.1.1 Voraussetzungen im Allgemeinen
Das Leistungsniveau und auch das Arbeitstempo in der Lerngruppe sind sehr unterschiedlich. Die Lernbereitschaft der Schüler im Allgemeinen ist allerdings als positiv einzuschätzen.
Zu den leistungsstarken Schülern gehören ... Diese Schüler sind sehr aufgeschlossen für alles Neue und zeigen vielfältig Interesse an dem zu lernenden Stoff. Sie gehen sehr zügig und mit großem Interesse an neue Aufgaben heran und versuchen diese selbständig zu lösen, zum Beispiel unbekannte Leseaufträge oder allgemeine Schreibaufgaben. Diese
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Kinder können schon sehr gut lesen und zeigen ein hohes Maß an Selbständigkeit. ... ist zudem schon sehr viel weiter als seine Mitschüler und kann alle Buchstaben des Alphabets sowie unbekannte Wörter gut erlesen und auch schreiben. Auch in Mathematik ist Felix den anderen Kindern voraus, so rechnet er zum Beispiel schon „glatte“ Aufgaben aus dem Hunderterraum. Deswegen erhält er meist noch zusätzliche Aufgaben, die ihm persönlich vor oder während der Arbeitsphase mitgeteilt werden. Auch sein Wochenplan enthält mehr bzw. qualitativ hochwertigere Aufgaben. Demnächst wird die Form des „Chefprinzips“ (bekannt aus dem Werkstattunterricht) eingeführt, bei dem dann z.B. … und andere Schüler „Lehreraufgaben“ übernehmen dürfen und bei Bedarf anderen Kindern Aufgaben erklären können. Dies soll besonders dazu dienen, die guten Schüler nicht zu unterfordern und weiter zu motivieren und die leistungsschwächeren Schülern Erfolgserlebnisse zu ermöglichen.
Zum mittleren Leistungsfeld zählen ... Diese Schüler bemühen sich und halten sich dabei sehr an Vorgaben. Es fällt ihnen noch schwer eigene Lösungsmöglichkeiten zu entwickeln und die Lösungen sind meist nicht fehlerfrei. Auch ihren Wochenplan schaffen die meisten Kinder aus dem mittleren Leistungsfeld nicht. … gehören schon fast zu den schwachen Schülern in einigen Bereichen. So hat … zum Beispiel sehr große Probleme im Fach Deutsch (vermutlich sogar eine Lese-Rechtschreibschwäche), ist aber in Mathematik einer der Besten. Er arbeitet wegen seiner Probleme in der Lautunterscheidung besonders im Wochenplanunterricht z.B. mit dem speziellen PC-Programm „Audilex“. Dies ist ein erfolgreiches Lese-Therapieprogramm, was besonders die akustische Wahrnehmung schulen soll. Codierte Muster (Lautabfolgen) müssen in die Verbindung mit visuellen Mustern gebracht werden. Außerdem wird bei ihm sehr großer Wert auf die Verbildlichung von Wörtern gelegt, um das Lesen zu vereinfachen. Auch das Anwenden der Lautgebärden aus der Gehörlosensprache soll ihn voranbringen und für ihn eine Erleichterung sein, die er sehr gut annimmt und die ihm auch wirklich hilft. In Mathematik ist … einer der Besten. Niklas ist sehr langsam bei allen Tätigkeiten und kann so viele schon differenzierte Aufgaben nicht in der vorgegebenen Zeit lösen, weshalb er immer wieder Ansporn durch Zuspruch und individuelle Hilfe bekommt.
… sind leistungsschwache Schüler, die Förderunterricht erhalten. Sie sind in allen Bereichen weit zurück, unter anderem auch weil sie oft krank sind und keine richtige Lust am Lernen zeigen oder aber bummeln und deshalb nicht viel schaffen. Sie erhalten fast
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Arbeit zitieren:
Christina Kühnle, 2005, Unterrichtseinheit: Erarbeitung der Zehnerzahlen bis 100 in einer 1. Klasse, München, GRIN Verlag GmbH
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