Inhaltverzeichnis
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A) DIE ANFÄNGE 11
B) AMARNA - DIE NEUE HAUPTSTADT 12
)C ATON - DER GOTT EINER EINZIGEN GENERATION 12
D) WER WAR NOFRETETE? 13
E) DIE NACHFOLGER. 14
Ägypten ist nach Herodot „Das Geschenk des Nils“. Es liegt im fruchtbaren Nil Tal, dass im Westen und Osten von Wüste („rotes Land“) umgeben ist. Die „Nilschwelle“ (dabei wird fruchtbarer Schlamm herangeschwemmt) ist Grundlage für die Fruchtbarkeit des Landes.
Wegen seiner Armut an Rohstoffen war Ägypten vom Anfang seiner Geschichte auf den Verkehr mit dem Osten und später auch dem Süden angewiesen: Holz mußte aus dem Libanon eingeführt werden, Obsidian (ein hartes Gestein, das zu Messern und Werkzeugen verarbeitet wurde) kam aus dem ägäischen Raum (Samos und Melos) oder aus Arabien. Töpferwaren aus Palästina und Syrien wurden als Grabbeigaben gefunden; die Metallverarbeitung ist wahrscheinlich über Sinai, wo Bergwerke lagen, vermittelt worden.
Im 4. Jahrtausend v. Chr. entstanden am Nil zwei Königreiche: Unterägypten am Nildelta und Oberägypten im Niltal. Zu Oberägypten kommt noch die Oase Taigum, um einen See in der libyschen Wüste gelegen, hinzu. Aus der Vereinigung dieser beiden Königreiche um 3000 v. Chr. entsteht das Ägyptische Reich. Nach der nur bruchstückhaft erhaltenen Darstellung ägyptischer Geschichte (»Aegyptiaca«) des ägyptischen Priesters Manetho aus dem 3. Jahrhundert v. Chr. wird die Geschichte des Pharaonenreiches in 30 Dynastien gegliedert. Diese Dynastien von der Reichseinigung bis zur Eroberung durch Alexander den Großen wurden in die drei Abschnitte Altes Reich, Mittleres Reich und Neues Reich eingeteilt.
Um 3000 v. Chr. folgt die Bildung eines oberägyptischen und unterägyptischen Reichs. Diese beiden Reiche werden unter Narmer und Aha (griech. Überlieferung: Menes) vereinigt und die Hauptstadt Memphis („Weise Mauer“) gegründet. Ganz in der Nähe läßt König Aha die erste Grabanlage von Sakkara errichten, das erste Grabmal einer Totenstadt, die bis zum Ende des Pharaonenreiches Könige, Würdenträger und heilige Tiere aufnehmen sollte.
Die ersten zwei Dynastien waren mehr auf Festigung ihrer Macht bedacht als auf kriegerische Unternehmungen. Es galt, das Land zu organisieren und eine Verwaltung aufzubauen,
Überschwemmungen und die Wasserverteilung zu meistern sowie Übergriffe von fremden Völkern zurückzuschlagen, die das fruchtbare Niltal anzog.
Die Einheit des ägyptischen Reichs wurde durch das Ansehen des Pharao gefestigt. Er wurde stets zweimal gekrönt, zum König von Oberägypten und zum König von Unterägypten. Magische Kraft wurde ihm zugesprochen, und der erste Titel des Pharao war »Horus«. Im König sollte also der durch einen Falken symbolisierte Himmelsgott menschliche Gestalt angenommen haben. Die Vergöttlichung verstärkte Macht und Einfluß des Königtums.
Das Alte Reich umfasste fünf Jahrhunderte, von der 3. bis zur 6. Dynastie. Die Hauptstadt war Memphis im Norden. Die Herrscher standen an der Spitze eines streng organisierten Beamtenstaates. Staatsform war eine Theokratie, in der die Pharaonen sowohl weltliche Herrscher waren als auch als Götter verehrt wurden.
Zu großen Bauaufgaben wurde die gesamte Bevölkerung herangezogen. Seinen Höhepunkt erreichte das Alte Reich mit den großen Pyramidenbauern Snofru, Cheops, Chephren und Mykerinos (4. Dynastie).
Nach den großen Pharaonen der 4. Dynastie bahnt sich ein Wandel in der vorher noch gottgleichen Stellung der Herrscher an. Als höchster Weltgott wird nun die Sonne (Re) verehrt, und der König gilt nur noch als Sohn des Re, das heißt als sein Vertreter vor den Menschen. Weil der Gott in die Ferne rückt, beginnen die irdischen Maßstäbe und Bindungen zu schwanken. Die Statthalter, die hohen Beamten und vor allem die Priester trachten nach mehr persönlicher Macht und individueller Freiheit. Das zersetzt den Staatsapparat allmählich und führt zu seinem Zusammenbruch.
Arbeit zitieren:
Mag.phil. Yvonne Sitter, 2001, Die Geschichte Ägyptens, München, GRIN Verlag GmbH
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