II
Inhaltsverzeichnis
Inhaltsverzeichnis II
Abkürzungsverzeichnis III
1 Einleitung 1
2 Merkmale von Kennzahlen und Kennzahlensystemen 1
2.1 Der Kennzahlenbegriff 1
2.2 Arten von Kennzahlen 2
2.3 Der Begriff des Kennzahlensystems 3
2.4 Arten von Kennzahlensystemen 4
3 Die Verwendbarkeit von Kennzahlen und Kennzahlensystemen im Controlling 4
3.1 Überblick 4
3.2. Verwendung als Informationsinstrumente 6
3.2.1 Verwendung als benutzeradäquate Informationsbereistellung 6
3.2.2 Verwendung als Indikatoren und Frühwarnsysteme 7
3.3 Verwendung als Planungs- und Kontrollinstrumente 8
3.4 Verwendung als Instrumente der Steuerung und der Koordination 9
3.5 Grenzen der Anwendung 10
4 Fazit 10
Anhang 12
Literaturverzeichnis 17
III
Abkürzungsverzeichnis
d.h. das heißt i.d.R. in der Regel G Gewinn K Kapital u.a. unter anderem U Umsatz v.a. vor allem z.B. zum Beispiel
1 Einleitung
"Wieder und wieder bitte ich: Non multa sed multum. Weniger Zahlen, sondern gescheitere..." 1 Dieser aus dem Jahr 1923 stammende Satz von Wladimir I. Lenin ist durchaus auf die heutige Zeit übertragbar, wie eine Umfrage der Hackett Group ergab. Demnach werden in den untersuchten Unternehmen durchschnittlich 132 Kennzahlen an das Top- Management berichtet. 2
Diese Zahl zeigt, wie groß ihre Bedeutung für Unternehmen ist - lässt man außen vor, dass die Vielzahl der Kennzahlen nicht zwingend die Qualität der Berichterstattung erhöht.
In dieser Arbeit soll aufgezeigt werden, welche Bedeutung Kennzahlen und Kennzahlensysteme für das Controlling haben und wie sie als Instrumente dem Controlling dienen.
2 Merkmale von Kennzahlen und Kennzahlensystemen
2.1 Der Kennzahlenbegriff
Nachdem der Kennzahlenbegriff im letzten Jahrhundert eine vielgestaltige Entwicklung durchlaufen hat, herrscht darüber nach Reichmanns Ansicht seit Mitte der 1970er Jahre in der Literatur weitestgehend Einigkeit. 3
Meyer widerspricht dieser Aussage, denn er sieht keine einheitliche Auffassung „über den Begriff, die Terminologie und die Systematik betriebswirtschaftlicher Kennzahlen.“ 4 Trotzdem kommt auch er - wie unter anderem (u.a.) Horváth, Küpper, Weber und Reichmann - zu dem Schluss, dass u nter Kennzahlen im Allgemeinen jene Zahlen verstanden werden, die betriebswirtschaftlich relevante Zusammenhänge bzw.
1 Lenin, W.I., zitiert nach Bohne, J., Steuerung mit Finanzkennzahlen, 1999, S.37 ff.
2 Vgl. Controllerverein (Hrsg.), Mythos Balanced Scorecard, 2004, in http://www.controllerverein.com/e-news/e-news-24.11.2004.html, 18.06.05.
3 Zur Entwicklung des Kennzahlenbegriffs vgl. Reichmann, Th., Controlling mit Kennzahlen, 2001, S. 19.
4 Vgl. Meyer, C., Betriebswirtschaftliche Kennzahlen, 1994, S. 1.
2
„Tatbestände“ in verdichteter, quantitativer Form wiedergeben und besonders der
Informationsversorgung für das Management dienen. 5
2.2 Arten von Kennzahlen
Ihrer Art nach unterscheidet man Kennzahlen in Einzelkennzahlen und
Kennzahlensysteme. 6
Einzelkennzahlen, also Größen wie z.B. Umsatz, Gewinn oder Absatz, können nach
verschiedenen Merkmalen systematisiert werden. 7 Dabei ist die am häufigsten vorfindbare
Differenzierung die nach ihrer statistischen Form. 8 Hierbei wird die Unterscheidung von
Einzelkennzahlen in „Absolute Zahlen“ (oder auch „Grundzahlen“) und „relative Zahlen“
(oder auch „Verhältniszahlen“) betrachtet. 9
Absolute Zahlen sind Bestandsgrößen (z.B. Kassenbestand, Anlagenbestand), Summen
(z.B. Bilanzsumme) oder Differenzen (z.B. Gewinn = Ertrag - Aufwand). 10
Verhältniszahlen dagegen sind relative Größen, die auf einen Vergleich ausgerichtet sind. 11
Sie werden weiter differenziert in: 12
- Beziehungszahlen, die zwei verschiedenartige Größen zueinander ins Verhältnis
setzen (z.B. Rentabilität als Gewinn zu Kapital)
- Gliederungszahlen, die den Anteil einer Größe an einer Gesamtmenge angeben
(z.B. Anteil der Materialkosten an den Periodenkosten)
- Indexzahlen, die das Verhältnis zweier gleichartiger Merkmale angeben, wobei
eine Größe mit 100 gleichgesetzt ist (z.B. Lohnkostenentwicklung).
5 Vgl. Meyer, C., Betriebswirtschaftliche Kennzahlen, 1994, S. 1 ff., vgl. auch Horváth, P., Controlling,
2003, S. 566, Weber, J., Einführung Controlling, 1999, S. 217 f., Reichmann, Th., Controlling mit Kennzahlen, 1997, S. 19, vgl. Küpper, H.-U., Controlling, 2001, S. 341.
6 Vgl. Ziegenbein, K., Controlling, 1995, S. 423.
7 Vgl. hierzu Anhang A.
8 Vgl. Weber, J., Einführung Controlling, 1999, S. 218.
9 Vgl. Küpper, H.-U./ Weber, J., Grundbegriffe, 1995, S. 174, vgl. auch Meyer, C., Betriebswirtschaftliche
Kennzahlen, 1993, S. 6., zur Unterscheidung von Einzelkennzahlen vgl. Anhang B.
10 Vgl. Küpper, H.-U., Controlling, 2001, S. 341.
11 Vgl. Küpper, H.-U., Controlling, 2001, S. 341.
12 Aufzählung geht zurück auf Küpper, H.-U., Controlling, 2001, S. 341 f. und Horváth, P., Controlling,
2003, S.567.
3
Zur Beurteilung wirtschaftliche r Sachverhalte zieht man in der Regel (i.d.R.) mehrere Kennzahlen heran. 13 Ein solches „Nebeneinander“ derartiger Größen, wie Weber es nennt, wird durch Kennzahlensysteme dargestellt. 14
2.3 Der Begriff des Kennzahlensystems
Im Allgemeinen versteht man unter einem Kennzahlensystem die Zusammenstellung von quantitativen Variablen. Die einzelnen Kennzahlen stehen dabei in einer sachlich sinnvollen Beziehung zueinander, ergänzen oder erklären einander und sind auf ein gemeinsames, übergeordnetes Ziel ausgerichtet. 15
Durch die Einordnung der als wichtig erachteten Größen in ein System, erreicht man eine Informationsverdichtung und eine höhere Übersichtlichkeit. 16
Kennzahlensysteme weisen verschiedene Beziehungsklassen 17 auf:
- Logische Beziehungen, die durch Definition (z.B. Gewinn = Ertrag - Aufwand) oder mathematische Transformationen (z.B. G/K = G*U/K*U = G/U * U/K 18 ) entstehen.
- Empirische 19 Beziehungen, die sich aus der Beobachtung der betrieblichen Realität ergeben (z.B. höhere Forschungsaufwendungen ergeben eine höhere Rentabilität).
- Hierarchische Beziehungen, die eine Rangordnung von Kennzahlen widerspiegeln. Sie können sachlich oder subjektiv begründet sein (z.B.: Der Jahresgewinn ist die Summe der Monatsgewinne bzw. hohe Liquidität wird als wichtiger erachtet als hohe Rentabilität). 20
13 Vgl. Wall, F., Planungs- und Kontrollsysteme, 1999, S. 251.
14 Vgl. Weber, J., Einführung Controlling, 1999, S. 220.
15 Vgl. Reichmann, Th., Controlling mit Kennzahlen, 1997, S. 23.
16 Vg l. Küpper, H.-U., Controlling, 2001, S. 342.
17 Vgl. Anhang C.
18 G= Gewinn, U= Umsatz, K= Kapital.
19 Empirisch = Schluss vom Speziellen (Einzelfall) auf das Allgemeine.
20 Abschnitt geht zurück auf Horváth, P., Controlling, 2003, S. 567.
Arbeit zitieren:
Claudius Gutemann, 2005, Kennzahlen und Kennzahlensysteme als Instrumente des Controllings, München, GRIN Verlag GmbH
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