Zur Finanzierung von Großsportstätten
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U n i v e r s i t ä t H a m b u r g
Fa c h b e r e i c h Wi r t s c h a f t s w i s s e n s c h a f t e n
Institut für Außenhandel und Wirtschaftsintegration
Seminar zur Sportökonomie im WS 2000/2001
Hausarbeit zum Thema 10
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eingereicht von:
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Zur Finanzierung von Großsportstätten 3
I n h a l t s v e r ze i c h n i s
Abkürzungsverzeichnis 4
Abbildungsverzeichnis 4
1 Einleitung 5
2 Wandel in der deutschen Sportstättenlandschaft 6
3 Effizienzbetrachtung privater gegenüber öffentlicher Aufgabenwahrnehmung 7
3.1 Der Effizienzaspekt bei Subventionsvergaben 8
3.2 Modernisierung und öffentliche Durchführung 8
3.3 Erfahrungen mit Public Private Partnerships 11
4 Finanzierung von Großsportstätten 12
4.1 Finanzplanung 12
4.1.1 Einnahmebestandteile 12
4.1.2 Ausgabenbestandteile 14
4.1.3 Externe Effekte aus nachfrage- und angebotsorientierter Sicht 15
4.2 Finanzierungsmodelle 17
4.2.1 Konzessionsmodell 18
4.2.2 Betreiberkonzepte 18
4.3.3 Kooperationsmodell 19
5 Projekt zur Nutzung des Berliner Olympiageländes 19
5.1 Stadionlösung 19
5.2 Finanzierungskonzept 20
5.3 Organisationskonzept 20
6 Schlussbetrachtung und Ausblick 21
Literaturverzeichnis 23
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Zur Finanzierung von Großsportstätten 4
$ENU]XQJVYHU]HLFKQLVV
BOT Build Operate Transfer
d.h. das heißt
DFB Deutscher Fußballbund
etc. et cetera
FIFA Fédération Internationale de Football Association
ÖPNV Öffentlicher Personennahverkehr
PPP Public Private Partnership
UEFA Union des Associations Europe´ ennes de
Football
WM Weltmeisterschaft
z.B. Zum Beispiel
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Abbildung 1 Stadionsanierung im europäischen Vergleich
Abbildung 2 Die Bausteine der PPP-Finanzierung
Abbildung 3 Aufteilung Gesamtumsatz erste Bundesliga
(1996/97)
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Zur Finanzierung von Großsportstätten 5
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Die Finanzierung von Infrastrukturprojekten gilt seit jeher als Bestandteil der öffentlichen Aufgabenwahrnehmung. Jedoch werden derzeit vor dem Hintergrund öffentlicher Sparzwänge Überlegungen angestellt, bisherige Bereiche staatlicher Versorgung dem privatwirtschaftlichen Sektor zu übertragen. So stellt sich auch für den Sportstättenbereich die Frage, inwieweit der privatwirtschaftliche Betrieb Vorteile gegenüber der bisher im wesentlichen immer öffentlichen Bereitstellung bietet.
Unter diesem Aspekt wurden mit Beginn der 90er Jahre Organisations- und Finanzierungsformen eingeführt, die ursprünglich den Finanzierungskonzepten kommunaler Wirtschaftsbetriebe entstammen. Was in den USA und Kanada schon längst Einzug gehalten hat und durch die vielfältigen Nutzungsmöglichkeiten der Arenen seinen Ausdruck findet, steht in Deutschland jedoch erst am Anfang der Entwicklung. Hinzu kommt, dass die Anforderungen 1 an die Stadien bezüglich ihrer Kapazität und Ausstattung in den letzten Jahren stark gestiegen sind, so dass die Diskussion nach den Finanzierungsmöglichkeiten auch vor dem Hintergrund der Wettbewerbsfähigkeit des Sportstandortes Deutschland zu führen ist. Diese Arbeit versucht deshalb beispielhaft zu zeigen, welche Formen der Finanzierung sich am besten für die Errichtung und den Betrieb von Großsportstätten eignen. Hierbei soll in den beiden folgenden Kapiteln zunächst die Notwendigkeit zur Modernisierung, die Kriterien öffentlicher Finanzierung sowie die ökonomische Bedeutung solcher Institutionen aufgezeigt werden, um dann unter Berücksichtigung dieser Erkenntnisse im Kapitel 4 Konzepte zur Ermittelung des Finanzierungspotentials vorzustellen. Um dem Leser einen Einblick in die Praxis der Sportstättenfinanzierung zu verschaffen, wird in Kapitel 5 das Projekt zur Nutzung des Berliner Olympiageländes exemplarisch erläutert.
1 Beispielsweise müssen nach den Kriterien der Fifa selbst bei WM-Vorrundenspielen 40.000
Sitzplätze mit 600 Ehrenplätzen zur Verfügung stehen.
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Zur Finanzierung von Großsportstätten 6
:DQGHOOLQQGHUUGHXWVFKHQQ6SRUWVWlWWHQODQGVFKDIW Die durch die Vermarktung von Spitzenligasport erzielten Umsätze sind in den vergangenen Jahren signifikant gestiegen. So verzeichneten in der Saison 1996/97 die 18 Erstligisten eines Gesamtjahresumsatz in Höhe von 956,7 Mio. DM. Die Verdoppelung der jährlichen Einnahmen seit Beginn der 90er Jahre resultiert größtenteils aus dem exponentiellen Preisanstieg für TV- Übertragungsrechte nationaler und internationaler Fußballwettbewerbe [Dietl 1999; S. 5]. Ist der Anteil traditioneller Zuschauereinnehmen an den Gesamteinnahmen in den letzten Jahren einerseits gesunken, stellen diese Erlöse andererseits immer noch die wichtigste Einnahmequelle zur Finanzierung von Vereinen und damit von Großsportstätten dar (Abbildung 3). Auslastungen von über 90% in den Stadien der Spitzenvereine deuten darauf hin, dass die absolute Anzahl der Zuschauer nur durch die jeweilige Kapazität begrenzt wird. Trotz dieses vorhandenen Nachfragepotentials ist jedoch ein Rückgang des durchschnittlichen Fassungsvermögens in deutschen Großsportstätten zu beobachten. Zahlreiche Bundesligavereine stehen vor dem Problem, im Vergleich zu anderen europäischen Vereinen, in zu kleinen und veralteten Stadien spielen zu müssen (Abbildung 1).
Abbildung 1: Stadionsanierung im europäischen Vergleich 2
Diese Situation begrenzt zum einen die Möglichkeiten zur Anwendung einnahmesteigernder Preisdifferenzierungen, zum anderen besteht die Gefahr im internationalen Wettbewerb um die Austragung lukrativer Veranstaltungen
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Angaben: Roland Berger (1998)
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Arbeit zitieren:
Dennis Benkmann, 2002, Zur Finanzierung von Großsportstätten, München, GRIN Verlag GmbH
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