Universität Regensburg
Institut für Germanistik
Seminar: Lehrwerke im Unterricht Deutsch als Fremdsprache
Interkulturelle Kommunikation und Interkulturelles Lernen
von: Sylvia Hadjetian
Inhaltsverzeichnis
Theorie S. 3
1. Der Interkulturelle Ansatz S. 3
2. Interkulturelle Kommunikation S. 3
3. Interkulturelles Lernen S. 3
4. Voraussetzungen für Interkulturelles Lernen S. 4
5. Interkulturelle Didaktik S. 4
6. Methoden S. 4
7. Zielgruppenorientierte Auswahl von Themen und Inhalten des Unterrichts S. 4
8. Konsequenzen für das didaktisch- methodische Konzept der interkulturellen Orientierung S. 5
9. Ziele S. 6
10. Kriterien der Lehrwerkanalyse Analyse der Lehrwerke S. 6
a) Sprachbrücke 1 S. 6
Analyse der Übungen S. 7
Fazit S. 9
b) Sichtwechsel S. 9
Analyse der Übungen S. 9
Fazit S. 11
c) em – Hauptkurs S. 12
Analyse der Übungen S. 12
Fazit S. 12
d) Berliner Platz S. 13
Analyse der Übungen S. 13
Fazit S. 14
Zusammenfassung S. 14
Bibliographie S. 16
Theorie
1. Der Interkulturelle Ansatz1
Der Interkulturelle Ansatz hat sich ab der zweiten Hälfte der 80er Jahre entwickelt. Er stellt eine Weiterentwicklung des pragmatisch- funktionalen Konzepts, der audio-visuellen und der kommunikativen Methode dar. Didaktik und Methodik legen mehr Wert auf die Zielgruppen und ihre kulturelle wie auch sprachliche Herkunft. Der Interkulturelle Ansatz soll im Sprachunterricht integriert werden, entweder bewusst und organisiert oder unbewusst, aber immer unterschwellig mitlaufen. Er setzt den Einsatz von Medien wie z.B. Bildern, Videos, Hörbeispielen, Kunst, Musik etc. voraus.
2. Interkulturelle Kommunikation
Die Interkulturelle Kompetenz und die daraus resultierende Fähigkeit zur Interkulturellen Kommunikation soll Personen auf einen längeren Auslandsaufenthalt vorbereiten, d.h. auf fremdkulturelle Kommunikationssituationen, mit Hilfe von Rollenspielen, vorgestellten interkulturellen Missverständnissen, Filmen und sozialen Hintergrundinformationen. Die Lerner sollen fremdkulturelle Denk-, Verhaltens- und Redeweisen erkennen und diese in Relation zu den eigenen setzen können. Schließlich sind sie in der Lage, auf Fremdes adäquat zu reagieren und selbst adäquat zu agieren.
3. Interkulturelles Lernen
Interkulturelles Lernen entsteht in einem situativen Lernprozess zwischen Personen aus verschiedenen Kulturen und beruht auf einer Wechselwirkungen zwischen ihnen. Es gibt drei Gründe für ein Interkulturelles Lernen. Man kann vor dem Hintergrund einer multikulturellen Gesellschaft damit Rassismus bearbeiten, Vorurteile abbauen und eine Entwicklung zu Toleranz erzielen. Um internationale Wirtschaftskontakte zu knüpfen und aufrechtzuerhalten, setzte man auf Interkulturelles Lernen schon bei der Ausbildung von Führungskräften. Was den reinen Sprachkontakt betrifft, so zielt diese Art des Lernens auf die Kulturbedingtheit des eigenen sprachlichen Handelns ab und vor dem Hintergrund des Fremdsprachenunterrichts auf Besonderheiten des Alltagslebens, der Gewohnheiten und Denkweisen der fremden Gesellschaft.
4. Voraussetzungen für Interkulturelles Lernen2
Eine gemeinsame interkulturelle Situation ist der Ausgangspunkt, in der ein Interaktionsprozess der Teilnehmer aus verschiedenen Kulturen stattfinden soll. Interkulturelles Lernen basiert auf der Analyse eigener und typischer Sozialisationsmuster der Zielkultur, zusätzlich dazu und zum Erlernen der Fremdsprache soll auch die Muttersprache analysiert werden. Kenntnisse der Kollektivgeschichte der Zielkultur und der Ausgangskultur und ein Aufenthalt im Zielsprachenland sind von Vorteil.
5. Interkulturelle Didaktik
Diese Form der Didaktik erweitert die kommunikative Didaktik zu einer interkulturellen Didaktik und wertet die Landeskunde auf. Es findet eine systematische Verbindung der Ausbildung einer Fremd- und Eigenperspektive mit dem Sprachlernen und der Landeskunde statt, die die Gleichwertigkeit der Kulturen betont und auf ein gegenseitiges Geben und Nehmen setzt. Schwierig dabei ist aber die Lernkontrolle, da landeskundliches Wissen und kulturelle Kompetenz dabei kaum berücksichtigt werden.
6. Methoden3
Eine Methode ist die Darstellung von interkulturellen Kommunikationssituationen zwischen Deutschen und Ausländern, wobei typisch interkulturelle Kommunikationsthemen und –rituale zum Gegenstand der Reflexion gemacht werden. Eine weitere Möglichkeit ist die Darstellung von Bedeutung als kulturgeformte Einheit, wobei die Lerner auf Fremdperspektiven und auf Perspektivenvielfalt aufmerksam gemacht werden. Eine andere Möglichkeit ist es, interkulturell kommunikative Missverständnisse darzustellen. Dadurch werden Missverständnisse thematisiert, die im Gespräch durch kulturbedingte Vorstellungen entstehen, des weiteren werden stereotype Vorstellungen, Assoziationen, unterschiedliche Begriffsumfänge und Beziehungen zwischen Ausdrücken und Sprechintentionen besprochen. 7. Zielgruppenorientierte Auswahl von Themen und Inhalten des Unterrichts4 In erster Linie sollte man sich bei der Themenauswahl an den Interessen der Lerner orientieren und Themen aufgreifen, die z.B. Lerner im selben Alter in Deutschland interessieren. Universelle Lebenserfahrung dient als „Brücke“ für die interkulturelle Existenzerfahrungen wie z.B. Geburt und Tod, persönliche Identität, soziale Identitäten im privaten und im öffentlichen Bereich, wie z.B. Familie, Freunde, Nachbarschaft, Gemeinde etc. und die Umgebung, wie Natur, Umwelt etc.
8. Konsequenzen für das didaktisch-methodische Konzept der interkulturellen Orientierung5
[...]
1 Vgl. Neuner/Hunfeld
2 vgl. Heyd, S. 36.
3 Vgl. Kast/Neuner, S. 95-96.
4 Vgl. Neuner/Hunfeld, S. 111-113.
5 Vgl. Heyd, S. 38-41.
Arbeit zitieren:
Sylvia Hadjetian, 2003, Interkulturelle Kommunikation und Interkulturelles Lernen, München, GRIN Verlag GmbH
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