Gliederung
1. EINLEITUNG 1
2. ZIELE DER ENTWICKLUNGSZUSAMMENARBEIT 1
2.1. WESENTLICHE ANSATZPUNKTE DES PARTIZIPATIONSKONZEPTES 2
3. METHODIK UND DURCHFÜHRUNG DER DEUTSCHEN
ENTWICKLUNGSZUSAMMENARBEIT 3
3.1. STAATLICHE INSTITUTIONEN 3
3.1.1. KFW UND GTZ 3
3.2. NON-GOVERNMENTAL ORGANISATIONS (NGO S) 4
4. DAS KONZEPT DER „HILFE ZUR SELBSTHILFE“ 5
4.1. ENTSTEHUNG, FUNKTION UND GELTUNGSBEREICH 5
4.2. DIE ENTWICKLUNGSPOLITISCHE ZIELSETZUNG DES KONZEPTES 6
5. FÖRDERUNG VON SELBSTHILFEORGANISATIONEN 7
5.1. GRUNDPRINZIPIEN DER FÖRDERUNG 7
5.2. METHODISCHER ANSATZ 8
5.3. KRITERIEN ZUR ERFOLGSEVALUIERUNG 10
6. MÖGLICHE PROBLEMP UNKTE DER SELBSTHILFEFÖRDERUNG 10
6.1. ENTWICKLUNGSHINDERNISSE DER SELBSTHILFEFÖRDERUNG 10
6.2. MIßMANAGEMENT FRÜHERER „HILFE ZUR SELBSTHILFE“-PROGRAMME 11
7. FAZIT 13
LITERATURVERZEICHNIS 15
Förderung v. Selbsthilfeorganisationen durch Entwicklungszusammenarbeit Seite 1 von 14
1. Einleitung
In dem von Anna-Katharina Wicke erarbeiteten Referat zum Thema „Die Förderung von Selbsthilfeorganisationen durch die Entwicklungszusammenarbeit“ werden die Maßnahmen der deutschen Entwicklungszusammenarbeit zur Förderung von Selbsthilfeprojekten in Entwicklungsländern genauer beleuchtet.
Während die Referentin zu Beginn des Referates die wesentlichen Ansatzpunkte d er Entwicklungszusammenarbeit erläutert, zieht sie über die institutionelle Infrastruktur der Entwicklungszusammenarbeit in Deutschland den Bogen hin zum Konzept der „Hilfe zur Selbsthilfe“ und dessen Umsetzung. Gegen Ende des Referates stellt die Referentin mögliche Entwicklungshindernisse der Selbsthilfeförderung und Fehler früherer „Hilfe zur Selbsthilfe“- Programmedar.
Angaben zur verwendeten Literatur findet der Leser im anhängenden Literaturverzeichnis.
2. Ziele der Entwicklungszusammenarbeit
Leitziel jeglicher entwicklungspolitischer Maßnahmen ist die Verbesserung der Lebensbedingungen weltweit und insbesondere der in tiefster Armut lebenden Menschen. Diese Verbesserung der Lebensbedingungen bedarf produktiven Wirtschaftswachstums, sozialer Gerechtigkeit und ökologischer Nachhaltigkeit. Nur bei konstanter Entwicklung aller drei Bereiche kann es zu einer global nachhaltigen Entwicklung (sustainable development) kommen, die Entfaltungsmöglichkeiten in der Gegenwart ermöglicht ohne die Lebensbedingungen späterer Generationen negativ zu beeinflussen. Zur Umsetzung dieser drei Ziele hilft die Entwicklungszusammenarbeit, die Armut in den Partnerländern zu bekämpfen, wirtschaftliches Wachstum durch privatwirtschaftliche Entwicklung zu fördern und natürliche Ressourcen zu schützen. 1
Um jedoch weltweit eine nachhaltige Entwicklung zu erreichen, bedarf es auch in den Industrieländern notwendiger Strukturanpassungsprogramme und Reformen. Jegliche Anstrengungen in der Entwicklungszusammenarbeit mit Partnerländern müssen durch kohärente Politikstrategien in Deutschland und allen anderen Geberstaaten der internationalen Entwicklungszusammenarbeit untermauert werden. Nur so ist sowohl die notwendige Glaubwürdigkeit der Geberstaaten als auch die finanzielle Grundlage für zukünftige Projekte gewährleistet.
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2.1. Wesentliche Ansatzpunkte des Partizipationskonzeptes
Das Partizipationskonzept beinhaltet die Forderung, daß jegliche Entwicklungsprojekte von der Bevölkerung in den Entwicklungsländern zum großen Teil selbst getragen werden. Als wesentliche Ansatzpunkte des Partizipationskonzeptes gelten Armutsbekämpfung, Umwelt-und Ressourcenschutz sowie Bildung und Ausbildung.
Die Armutsbekämpfung setzt zum einen auf der Ebene der Armen selbst an. Durch armenorientierte Projekte soll der Selbsthilfewillen der einheimischen Bevölkerung gestärkt, sowie durch finanzielle Leistungen und Know-how unterstützt werden. 2 Zum anderen setzt die strukturelle Armutsbekämpfung auf politischer und wirtschaftlicher Ebene an. Politische, wirtschaftliche und soziale Rahmenbedingungen im Land beeinflussen die Armut ganz entscheidend und sind somit von großer Bedeutung in der Debatte um Armutsbekämpfung. Beispielsweise ist es für den landlosen, armen Menschen nur bedingt hilfreich, wenn man ihm ein Stück Brot gibt. Ermöglicht man ihm jedoch den Erwerb eines Landstückes, lindert dies seine Not langfristig.
Der Ansatzpunkt des Umwelt- und Ressourcenschutzes zielt auf das Erhalten der natürlichen Lebensgrundlagen, ökologisch verträgliche wirtschaftliche Entwicklung und die Förderung nationaler Umweltpolitiken sowie Schutzprogramme für besonders gefährdete Ökosysteme ab. Alle Maßnahmen der deutschen Entwicklungszusammenarbeit müssen neben anderen entwicklungspolitischen Kriterien (z.B. Armutsbekämpfung, Nachhaltigkeit) auch unter Aspekten des Umweltschutzes vollkommen vertretbar sein. 3 Maßnahmen im Bereich der Bildung und Ausbildung dienen zur Entwicklung des Humankapitals in den Ländern. Grundbildung ist Voraussetzung für jegliche Entfaltung intellektueller und kreativer Fähigkeiten sowie einem gesunden Selbstbewußtsein der Bevölkerung.
Auch in den Bereichen der Privatwirtschaft, dem Technologietransfer, der Ernährungsberatung, der Agrarwirtschaft, der Gesundheits- und Bevölkerungspolitik, der Gender-Problematik und den Maßnahmen der Krisenprävention stehen den Ländern Entwicklungsexperten zur Seite. 4
1 vgl. Bundesministerium für wirtschaftliche Zusammenarbeit u. Entwicklung: Materialien Nr. 97: Grundlagen
der Deutschen Entwicklungszusammenarbeit, Bonn, 1997, S. 5/6
2 vgl. Bundesministerium für wirtschaftliche Zusammenarbeit u. Entwicklung: Spezial Nr. 020: Hauptelemente
der Armutsbekämpfung, 1992, Bonn
3 vgl. Bundesministerium für wirtschaftliche Zusammenarbeit u. Entwicklung: Materialien Nr. 86:
Umweltgerechte Stadtentwicklung, Bonn, 1993
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3. Methodik und Durchführung der deutschen Entwicklungszusammenarbeit Man unterscheidet zum einen zwischen staatlicher und nicht-staatlicher
Entwicklungszusammenarbeit. Die staatliche Entwicklungszusammenarbeit unterteilt man wiederum in den direkten zwischenstaatlichen Verkehr, auch bilaterale Hilfe genannt, und den multilateralen Verkehr über internationale Organisationen wie die United Nations Organisations (UNO). Im Bereich der bilateralen deutschen Entwicklungsarbeit haben sich die drei Formen der finanziellen, technischen und personellen Zusammenarbeit bewährt. 5
3.1. Staatliche Institutionen
Die staatliche Entwicklungszusammenarbeit Deutschlands untersteht weitestgehend seit 1961 dem Bundesministerium für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (BMZ) in Bonn. Hier werden die Leitbilder und Schwerpunkte der Entwicklungspolitik der Bundesregierung gestaltet, die wiederum vom BMZ in internationalen Organisationen der multilateralen Entwicklungszusammenarbeit wie der Welthandelsorganisation (WTO) und dem Internationalen Währungsfonds (IWF) sowie der Zusammenarbeit mit staatlichen und nicht-staatlichen Durchführungsorganisationen vertreten werden. 6 Von staatlicher Seite wird das BMZ vom Auswärtigen Amt als Sachwalter außenpolitischer Interessen, dem Finanzministerium bezüglich des finanziellen Handlungsspielraums sowie dem Wirtschaftsministerium mit den Bundesbürgschaften für Exportgeschäfte in seiner Arbeit unterstützt. 7
Kritiker des BMZ bezeichnen es hin und wieder wenig schmeichelhaft als „Abwicklungsministerium“, das zwar den engeren Bereich der deutschen Entwicklungszusammenarbeit verwaltet, jedoch keine gestaltende Führungsrolle in der Entwicklungspolitik einnimmt. 8
3.1.1. KfW und GTZ
Der größte Teil der bilateralen Hilfe des BMZ wird von der Kreditanstalt für Wiederaufbau (KfW) im Bereich der finanziellen Zusammenarbeit (FZ) und der Deutschen Gesellschaft für Technische Zusammenarbeit (GTZ) im Bereich der technischen Zusammenarbeit (TZ) abgewickelt. Sowohl GTZ als auch KfW sind privatrechtlich organisiert, finanzieren sich jedoch überwiegend durch staatliche Projekte aus dem BMZ-Etat.
4 vgl. Bundesministerium für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung: Journalisten-Handbuch -
Entwicklungspolitik 1998, Bonn, 1998, S. 25 - 30
5 vgl. BMZ: Journalisten-Handbuch, a.a.O., S. 31 - 35
6 vgl. Kaiser, M./Wagner, N.: Entwicklungspolitik. Grundlagen - Probleme - Aufgaben, Bonn, 1988, S. 214/215
7 vgl. Nuscheler, F.: Lern- und Arbeitsbuch Entwicklungspolitik, 4. Aufl., Bonn, 1996, S. 395
Arbeit zitieren:
Anna-Katharina Wicke, 2001, Förderung von Selbsthilfeorganisationen durch die Entwicklungszusammenarbeit, München, GRIN Verlag GmbH
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