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Herausforderungen und Chancen der IAS IFRS für den Mittelstand

Hausarbeit, 2005, 34 Seiten
Autor: Sascha Lutterbach
Fach: Wirtschaft - Rechnungswesen, Bilanzierung, Steuern

Details

Kategorie: Hausarbeit
Jahr: 2005
Seiten: 34
Note: 1,7
Literaturverzeichnis: ~ 50  Einträge
Sprache: Deutsch

Archivnummer: V39983
ISBN (E-Book): 978-3-638-38616-6

Dateigröße: 291 KB


Textauszug (computergeneriert)

Herausforderungen und Chancen der IAS IFRS
für den Mittelstand

von: Sascha Lutterbach

 


Inhaltsverzeichnis

Abkürzungsverzeichnis

1. Einleitender Teil 1

1.1 Begriffsabgrenzung  1

1.1.1 IAS / IFRS  1
1.1.2 Mittelstand  1
1.1.3 Rating / Basel II 2

1.2 Problemstellung  3
1.3 Gang der Untersuchung  3

2. Rahmenbedingungen 4

2.1 Aktuelle gesetzliche Rahmenbedingungen  4

2.1.1 Bilanzrecht  4

2.1.1.1 Aufs tellungspflicht und – wahlrecht 4
2.1.1.2 Jahresabschluss nach HGB  4
2.1.1.3 Jahresabschluss nach IAS/IFRS; Vergleich mit dem HGB 5

2.1.2 Steuerrecht: Maßgeblichkeit  6
2.1.3 Ausschüttung 6

2.2 Anspruchs gruppen und deren Relevanz  7

2.2.1 Anspruchsgruppen nach dem Framework der IAS/IFRS  7
2.2.2 Staat in Form der Finanzbehörden 7
2.2.3 Kreditgeber  7
2.2.4 Lieferanten und Kunden 8
2.2.5 Weitere interne Adressaten: Gesellschafter, Management, Arbeitnehmer 8
2.2.6 Weitere externe Adressaten: Andere Unternehmen, Öffentlichkeit. 9

3 Herausforderungen und Chancen für den Mittelstand  9

3.1 Allgemeine Ziele des Mittelstands  9
3.2 Herausforderungen  10

3.2.1 Umstellungskosten 10
3.2.2 Steuerauswirkung 11
3.2.3 Transparenz  12
3.2.4 Beurteilung und Ranking nach einer Umfrage der KPMG 12

3.3 Chancen  13

3.3.1 Kapitalbeschaffung 13
3.3.2 Globalisierung / Internationalisierung 15
3.3.3 Transparenz  16
3.3.4 Konsolidierung 16
3.3.5 Beurteilung und Ranking nach einer Umfrage der KPMG 16

3.4 Herausforderungen und Cha ncen für den Mittelstand  17
3.5 Differenzierung nach kleinen und großen Mittelstandsunternehmen  17

3.5.1 Kleinere Unternehmen  17
3.5.2 Größere Unternehmen 18

4 Aktuelle Entwicklungen 19

4.1 Forderunge n an den Gesetzgeber  19
4.2 Forderungen an das IASB  20
4.3 Anwendung des IAS/IFRS-Abschlusses  21

4.3.1 Umfrage der KPMG für den gehobenen Mittelstand  21
4.3.2 Prognose für den unteren Mittelstand  22

4.4 Allgemeine Erwartungen über die Zukunft der IAS/IFRS im Mittelstand  23

5 Fazit 24

Literaturverzeichnis

Internetquellen 

Bücher und Zeitschriftenquellen

Sonstige Quellen


 

Abkürzungsverzeichnis

[...]
[...]
[...]
[...]
ASU = Arbeitsgemeinscha ft Selbständiger Unternehmer e.V.
BDI = Bundesverband der Deutschen Industrie
BMJ = Bundesministerium der Justiz
[...]
DB = Der Betrieb
DRSC = Deutsches Rechnungslegungs Standards Commitee e.V.
DSR = Deutscher Standardisierungsrat
DStR = Deutsches Steuerrecht
DStV = Deutscher Steuerberaterverband
DSWR = Datenverarbeitung Steuern Wirtschaft Recht
EFAA = European Federation of Accountants and Auditors
[...]
[...]
[...]
EStDV = Einkommensteuerdurchführungsverordnung
EStG = Einkommensteuergesetz
EU = Europäische Union
FH = Fachhochschule
[...]
German-GAAP = deutsche Rechnungslegungsvorschriften (= HGB)
[...]
GmbH = Gesellschaft mit beschränkter Haftung
HGB = Handelsgesetzbuch
[...]
IAS = International Accounting Standards
IASB = International Accounting Standards Board
IASC = International Accounting Standards Committee
[...]
IfM = Institut für Mittelstandsforschung
IHK = Industrie- und Handelskammer
[...]
IFRS = International Financial Reporting Standards
KfW = Kreditanstalt für Wiederaufbau
KG = Kommanditgesellschaft
[...]
KWG = Kreditwesengesetz
[...]
[...]
[...]
[...]
StB = Steuerberater
StuB = Steuern und Bilanzen
[...]
[...]
[...]
UK-GAAP = großbritannische Rechnungslegungsvorschriften
[...]
[...]
[...]
[...]
WP = Wirtschaftsprüfer
[...]
 


 

1. Einleitender Teil

1.1 Begriffsabgrenzung

1.1.1 IAS / IFRS

IAS ist die Abkürzung für International Accounting Standards und bedeutet übersetzt soviel wie „internationale Buchhaltungsstandards“. Es bezeichnet eine Reihe von internationalen Rechnungslegungsvorschriften, die von einem privatrechtlichen Gremium, dem International Accounting Standards Board (IASB) als Nachfolger des Accounting Standards Committe (IASC), gegründet von Berufsverbänden von Wirtschaftsprüfern aus neun Ländern, mit dem Ziel der Entwicklung eines kohärenten und qualitativ hochwertigen Satzes an globalen Standards der Rechnungslegung aufgestellt wurden. 1

IFRS ist die Abkürzung für International Financial Reporting Standards, übersetzt „Standards für einen internationalen Finanzbericht“, und ist die neue zusätzliche Bezeichnung für die vorgenannten IAS. Die Bezeichnung IFRS soll verdeutlichen, dass die Standards nicht nur auf eine korrekte Buchführung, sondern viel mehr auch auf ein korrektes und transparentes Reporting ausgerichtet sind.2 Dies zeigt sich im besonderen Maß an den gegenüber dem HGB viel höheren Ansprüchen in Bezug auf die Anhangsangaben.

1.1.2 Mittelstand

Im wirtschaftlichen Gebrauch grenzt man qualitativ gesehen den Mittelstand, bestehend aus kleinen, mittleren und Kleinstunternehmen (KMU) von den großen Unternehmen, i. d. R. großen Konzernen, ab.3 Nach gängiger deutscher Meinung fallen – obgleich zur Einordnung sehr problematisch – unter den Mittelstand nach rein quantitativen Gesichtspunkten alle Unternehmen, die bis zu 500 Arbeitnehmer beschäftigen und weniger als 50 Mio. Euro Umsatz im Geschäftsjahr erzielen4. Eine Untergrenze gibt es nicht. Allerdings gibt es auch durchaus andere Ansichten, die sich mehr an der Ausrichtung der Unternehmung orientieren. 1

Die Kommission der Europäischen Union hingegen sieht eine andere Klassifizierung vor. So empfiehlt sie, die Obergrenzen für die Einordnung der KMU bei weniger als 250 Mitarbeitern, bei weniger als 50 Millionen Euro Umsatz bzw. einer Bilanzsumme von unter 43 Millionen Euro2 zu wählen. Eine einheitliche Betracht ung gibt es also letztendlich nicht. Im Folgenden wird auf Grund der Internationalität der IAS / IFRS vom europäischen Vorschlag ausgegangen. Da das Thema größtenteils die Bilanzierung der Unternehmen behandelt, werden Unternehmen, die nicht zur Aufstellung eines handelsrechtlichen Abschlusses verpflichtet sind, ausgeschlossen. Folglich werden nur Kaufleute i.S.d. §§ 1-5 HGB berücksichtigt.

1.1.3 Rating / Basel II

Rating (engl. für Schätzung, Klasse, Kategorie) beschreibt den Prozess - vornehmlich bei Banken -, in welchem die Kunden in eine Bonitätsstufe eingestuft werden. 3 Je nach Stufe kann der Zinssatz der zu gewährenden Darlehen unterschiedlich hoch sein. So wird z. B. ein Darlehen an ein Unternehmen mit einer hohen Bonitätsstufe (beispielsweise AA) mit weitaus geringerem Zinssatz als ein Darlehen an ein Unternehmen mit niedriger Bonität (beispielsweise B) vergeben. 4 Zur Verringerung von Kreditausfallrisiken wurde für Banken ein spezielles Ratingverfahren entwickelt: Basel II. Wichtigste Ausgangsgröße zur Einstufung in eine Bonitätsstufe ist das Eigenkapital. Hiernach entscheidet sich, ob und wie viel Geld mit welchem Zinssatz ausgegeben werden kann. Zum 1.1.2007 soll das Verfahren nach Basel II endgültig in Kraft treten. 5

1.2 Problemstellung

Man liest es in nicht nur jeder Wirtschaftsfachpresse, mittlerweile auch schon in Sonderausgaben der allgemeinen Zeitung wie z.B. der „Rheinischen Post“1. Die großen börsennotierten Konzerne erzielen scheinbar viel höhere Gewinne oder werden diese spätestens nächstes Jahr erzielen. Hintergrund ist die zwingende Umstellung der Rechnungslegung ab dem 1.1.2005 auf IAS/IFRS. Durch die Umstellung werden i. d. R. viel höhere Gewinne ausgewiesen. Den Unternehmen scheint es augenscheinlich von jetzt auf gleich besser zu gehen. Folglich sind auch Vorteile für den Mittelstand zu erwarten. Es wird davon ausgegangen, dass sich die internationalen Rechnungslegungsvorschriften auch auf den Mittelstand auswirken. Ob er allerdings selbst entscheiden kann, ob und wann er seine Rechnungslegung umstellt, sei dahingestellt. Jedoch werden ökonomische oder zuletzt gesetzliche Gründe eine Umstellung beeinflussen.

1.3 Gang der Untersuchung

Zunächst werden die aktuellen gesetzlichen Bestimmungen herausgearbeitet, die für die Bilanzierung nach nationalem Recht von Bedeutung sind. Es folgt ein direkter Vergleich mit den IAS/IFRS. Darauf aufbauend wird das Rechtsgebiet auf das Steuerrecht und die Ausschüttungen ausgeweitet. Im Folgenden werden die Anspruchsgruppen mit ihren Zielen erörtert. Die wesentlichen Anspruchsgruppen finden je nach Einflussgröße weiter Berücksichtigung bei der Beurteilung des Ergebnisses. Weiter werden an Hand des Vergleichs zwischen nationalem und internationalem Bilanzierungsrecht die Herausforderungen und Chancen herausgearbeitet, bewertet und gegenübergestellt.

Dabei findet eine größenabhängige Differenzierung statt, da es je nach Unternehmensgröße unterschiedliche Intentionen geben kann. Das Ergebnis soll neben den erarbeiteten Herausforderungen und Chancen zeigen, ob und inwiefern in Zukunft mit einem Jahresabschluss nach den Vorschriften der IAS/IFRS von Seiten des Mittelstands zu rechnen ist.

2. Rahmenbedingungen

2.1 Aktuelle gesetzliche Rahmenbedingungen

2.1.1 Bilanzrecht

2.1.1.1 Aufstellungspflicht und – wahlrecht

[...]


1 Vgl. http://www.aberhallo.de/lexikon/index.php/International_Accounting_Standards (Stand: 20.01.2005)

2 Vgl. http://www.aberhallo.de/lexikon/index.php/IASB (Stand: 20.1.2005)

3 Vgl. Günterberg, Brigitte und Wolter, Hans-Jürgen. In:„Mittelstand in der Gesamtwirtschaft – Anstelle einer Definition“ für IfM Bonn zur Unternehmensgrößenstatistik 2001/2002

4 Vgl. http://www.uni-protokolle.de/Lexikon/Mittelstand.html (Stand: 20.01.2005), http://www.general-anzeiger-bonn.de/index_frameset.html?/news/wirtschaftslexikon.php?id=8 (Stand: 20.01.2005), http://www.netschool.de/wir/wissen/lex/m2.htm, Annahme: 100 Mio. DM = 50 Mio. € (Stand: 20.01.2005), http://www.ifm-bonn.org/index.htm?/ergebnis/104nf.htm (Stand: 20.01.2005)

1 Vgl. Wanner, Claudia und Bauer, Ina auf : http://www.ruhr-uni-bochum.de/ikf/presse_ftd260104.htm (Stand: 20.01.2005)

2 Vgl. “Official Journal of the European Union L 124/39” vom 20.5.2003, Titel 1, Artikel 2

3 Vgl. http://www.uni-protokolle.de/Lexikon/Rating.html (Stand: 20.1.2005)

4 Vgl. zu den Bonitätsstufen auch Taistra, Georg. In:„Basel II und die Auswirkungen auf die Finanzierungsbedingungen von kmU“ i.A.d. FH Friedberg und der KfW Bankengruppe

5 Vgl. Taistra, Georg. In:„Basel II und die Auswirkungen auf die Finanzierungsbedingungen von kmU“ i.A.d. FH Friedberg und der KfW Bankengruppe

1 Vgl. Orth, Thomas. In:„Kein Buch mit sieben Siegeln – Rechnungslegung nach internationalen Standards lohnt auch im Mittelstand“ in Rheinische Post vom 4.12.2004


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