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Seminararbeit, 2000, 14 Seiten
Autor: Martina Ochs
Fach: Germanistik - Neuere Deutsche Literatur
Details
Institution/Hochschule: Universität Hamburg (Institut für Germanistik I)
Tags: Otto IV., Auftragsdichtung, Kaiserlob
Jahr: 2000
Seiten: 14
Note: 2
Sprache: Deutsch
ISBN (E-Book): 978-3-638-12381-5
Dateigröße: 170 KB
Die Arbeit geht problemorientiert vor: Mit Hilfe von Nix und Hatto werden die gewählten Strophen aus gegensätzlichen Perspektiven betrachtet; am Text wird dann die eigene Sicht entwickelt - das ist eine gute Vorgehensweise. Der Umgang mit dem Text ist selbständig und zeigt jederzeit ein entschiedenes eigenes Urteil. Die These von der durchgängigen Doppeldeutigkeit kann ich indes so nicht immer nachvollziehen, sie hätte sich wohl eher stärken lassen, wenn man den Zusammenhang der drei Strophen stärker betrachtet hätte (Etwa verstehe ich die Kritik hinter den Versen L12,18-20 nicht, die sie andeuten) Kommentar des Seminarleiters127 KB
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Textauszug (computergeneriert)
Hausarbeit zum Seminar 1b:
"Walther von der Vogelweide"
"Panegyrik und Kritik in den Kaiserstrophen des Ottentons"
vorgelegt von
Martina Ochs
Inhaltsverzeichnis
1. Einleitung S. 3
2. Hauptteil S. 4
2.1 Strophe L11,30 S. 4
2.2 Strophe L12,6 S. 7
2.3 Strophe L12, 18 S. 9
3. Schluß S. 12
4. Literaturangaben S. 13
1. Einleitung
Die Tatsache, daß der Ottenton so viele Jahrhunderte nach Walthers Schaffenszeit noch die Forschung beschäftigt und ihr vor allem für ganz gegenteilige Auslegungen annähernd gleich schlüssige Hinweise liefert, regt dazu an, einmal nicht die Frage nach dem Auftraggeber in den Mittelpunkt zu stellen, sondern viel allgemeiner die, ob Walther von der Vogelweide Otto IV. in diesen Sprüchen lobt oder kritisiert. Für die Untersuchung unter dem Gesichtspunkt Panegyrik oder Kritik sollen einerseits die Meinungen Arthur Hattos und Matthias Nix′ gegenübergestellt und andererseits der Semantik des Textes unter Vernachlässigung der geschichtlichen Situation Beachtung geschenkt werden. Die Strophen, auf die ich dieses Verfahren anwenden werde, sind einzig die sogenannten Kaiserstrophen. Ich halte mich dabei an die Reihenfolge der Handschrift A. Die eindeutig antipäpstlichen Strophen können zwar auch im Interesse Otto IV. entstanden sein, enthalten aber semantisch kaum ihn preisende oder tadelnde Merkmale, da sie nicht in erster Linie von ihm handeln. Aus diesem Grund werden L11,6, L12,30 und L11,18 in dieser Arbeit nicht berücksichtigt. Doch auch sie würden der Schlußfolgerung aus der folgenden Betrachtung sicher nicht widersprechen. Denn man braucht nur die Exklusivität der Forscher aufzuheben, um zu der Erwägung zu gelangen, daß Walther in diesem Ton offiziell den Herrscher zu loben hatte, ob dies nun in dessen Auftrag geschah oder im Dienst der Fürsten, die Otto durch Schmeichelei gnädig stimmen wollten. Innerhalb dieser zum Teil nahezu vergötternden Strophen finden sich indes Passagen, die auf schwer nachweisbare Kritik hindeuten.
2. Hauptteil
2.1 Strophe L11,30
Sowohl Arthur Hatto als auch Matthias Nix verstehen den Empfang des Kaisers in L11,30 als Beifall für dessen Macht . Für ersteren besteht die Intention, die den Dichter zur Äußerung dieses Spruchs veranlaßt, im aufrichtigen Lob des Herrschers in dessen Auftrag, für letzteren lediglich in der captatio benevolentiae mit dem eigentlichen Ziel, im weiteren Verlauf ein gutes Wort für die Fürsten einlegen zu dürfen .
[...]
Kommentare
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