Inhaltsverzeichnis
1. Was sind Medien? 3
2. Die Macht der Medien 3
3. Arten der Medienwirkung 4
3.1 Allgemein 4
3.2 Das Stimulus-Response-Modell und das O-S-O-R-Modell 4
3.3 Die Verstärkerhypothese 5
3.4 Das Mikrosoziologische Modell des Wahlverhaltens 6
4. Effekte und Phänomene im Wahlverhalten im Zuge des Medienwahlkampfs. 7
4.1 Der Mitläufereffekt („bandwagon“) 7
4.2 Der Mitleidseffekt („underdog“) 8
4.3 Intensivierung des Siegerbildes 8
4.4 Dissonanz der Einstellungen 9
4.5. Rückgang der Wahlbeteiligung 10
5. Ergebnis 11
Literaturverzeichnis 12
2
1. Was sind Medien?
Medien können allgemein als „Mittler von Informationen bzw. als Träger von Kommunikation“ definiert werden. Medien existieren in unterschiedlichster Form, heutzutage versteht man unter dem Begriff „Medien“ vor allem die Massenmedien. Diese richten sich an ein weites Publikum und verbreiten dauerhaft Informa tionen über eine große Anzahl von Themen. Man unterscheidet zwischen Printmedien, Medien des Rundfunks (Hörfunk und Fernsehen) und Online-Medien (Internet). 1
Medien haben die Aufgaben der „Information (Streuung von Wissen), der Artikulation (Beeinflussung der politischen Entscheidungen) und der Kontrolle ( Aufzeigen von Entwicklungen, insbesondere von Missständen) “. 2
2. Die Macht der Medien
In der modernen Industriegesellschaft wird jeder Mensch - zumindest zu einem gewissen Teil - täglich mit diesen Medien konfrontiert. Es gibt kaum jemanden, der weder Radio hört, noch fernsieht, noch auf Informationen im Internet stößt. 3 Durch diesen permanenten Einfluss haben Medien Einfluss auf die Menschen und es stellt sich unter anderem die Frage, ob sich dieser Einfluss auch das politische Verhalten - konkret auf das Wahlverhalten - der Menschen auswirkt. Es kann kaum behauptet werden, der Mensch würde ohne jeglichen Einfluss Entscheidungen (also auch Wahlentscheidungen) treffen. „Die Vorstellung von ihrer Umwelt bilden sich die Menschen nur zu einem Teil durch i hre eignen Originalbeobachtungen, zu einem großen Teil, indem sie die Umwelt mit den Auge n der Medien sehen. Nach dieser so in ihrer Vorstellung geschaffenen Umwelt richten sich Menschen in ihrem Denken und Verhalten, und so, auf diesem Umweg entsteht Medienwirkung.“ 4 Es ist zu durchleuchten in welcher Art und Intensität der Mensch in seinem Wahlverhalten von den Medien geprägt wird und welche auffälligen Phänomene festzustellen sind.
1 Strohmeier, Gerd: Politik und Massenmedien, Eine Einführung, Baden-Baden 2004, S. 25-27
2 Pelinka, Anton: Grundzüge der Politikwissenschaft, Wien / Köln / Weimar 2004, S. 90
3 Wittkämper, Gerhard W.: Medien und Politik, Darmstadt, 1992, S. 28
4 Lippmann, Walter: The Free Press, Part 1, Introduction: The World Outside and the Pictures in our Heads, New York 1965, zitiert in: Noelle-Neumann, Elisabeth: Medieneinfluß bei der Wahl, in: Ellwein, Thomas (Hrsg.): Politikfeld-Analysen 1979, Wissenschaftlicher Kogreß der DVPW 1.-5. Oktober 1979 in der Universität Augsburt, Tagungsbericht, Opladen 1980, S. 30-44, hier: S. 33f.
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Medien spiele eine bedeutende Rolle als politischer Machtfaktor, da sie ideal sind als Bindeglied und Vermittler zwischen „politischen Akteuren (Staat) und Betroffenen (Volk)“. Die Macht der Medien entsteht dadurch, dass sie berichten und informieren, bewerten und beurteilen, vermitteln und eine Monopolgewalt haben (sofern dem Leser/Hörer keine Alternativen als Vermittler zur Verfügung stehen). „Medien sind durch ihre permanente Präsenz in Schrift, Bild und Ton Bewusstseinsbildner und Bewusstseinsveränderer“. 5
3. Arten der Medienwirkung
3.1 Allgemein
Die Wirkung der Massenmedien kann in 3 Bereiche unterteilt werden:
„Verhaltensänderung“: Dies ist die stärkste Auswirkung von Medien und bedeutet hier eine Änderung des Wahlverhaltens.
„Einstellungsänderung“: Diese ist von der Verhaltensänderung zu unterscheiden. Da Menschen nicht immer so handeln wie sie denken, darf Verhalten und Einstellung nicht gleichgesetzt werden.
„Wissensänderung“: Dies ist die schwächste, jedoch auch häufigste Form des Einflusses von Medien. Auch im politischen Bereich führt die Mediennutzung zu einer Wissenszunahme, die im weiteren Verlauf natürlich auch in eine Verhaltens- oder Einstellungsänderung münden kann. 6
3.2 Das Stimulus-Response-Modell und das O-S-O-R-Modell
Das Stimulus-Response-Modell (S-R-Modell) betrachtet spezifische Reaktionen des Publikums auf die Reize der Massenmedien. Man geht von einem „allgemein gültigen, einseitigen und linearen Zusammenhang“ zwischen dem Inhalt der Medien und der Wirkung (Wissen, Einstellung und Verhalten des Nutzers) aus. 7 Dieses Modell hat zwei konkrete Aussagen:
5 ebd. S.29
6 Strohmeier: Politik und Massenmedien, S. 179
7 Strohmeier: Politik und Massenmedien, S. 184
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Arbeit zitieren:
Stefan Hinterholzer, 2004, Der Einfluss der Medien auf das Wahlverhalten, München, GRIN Verlag GmbH
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