Bei GRIN registrieren oder einloggen

Jetzt registrieren
Für neue Autoren: kostenlos, einfach und schnell
Dies wird Ihr Benutzername, bitte geben Sie eine gültige E-Mail-Adresse an

Passwort vergessen


Neues Passwort anfordern
IFRS für KMU close

Bitte warten

Bitte installieren Sie den Flash Player, wenn kein E-Book erscheint.

IFRS für KMU

Seminararbeit, 2005, 25 Seiten
Autor: Andre Breimann
Fach: Wirtschaft - Rechnungswesen, Bilanzierung, Steuern

Details

Institution/Hochschule: Fachhochschule Kaiserslautern
Tags: IFRS
Kategorie: Seminararbeit
Jahr: 2005
Seiten: 25
Note: 1,7
Literaturverzeichnis: ~ 29  Einträge
Sprache: Deutsch

Archivnummer: V37736
ISBN (E-Book): 978-3-638-37001-1

Dateigröße: 131 KB


Textauszug (computergeneriert)

Fachhochschule Kaiserslautern
Internationale Rechnungslegung
5. Fachsemester

IFRS für KMU

von: Andre Breimann

 


Inhaltsverzeichnis

Abkürzungsverzeichnis

1 Einleitung  1

2 Grundlagen der Rechnungslegung nach IFRS  2

2.1 Organisation und Ziele des IASB 2
2.2 Grundlegende Unterschiede zur Bilanzierung nach HGB 3
2.3 Bedeutung der IFRS für deutsche Unternehmen 5

3 Definition KMU  6

4 Anwendung der IFRS im Mittelstand  7

4.1 Argumente für die Anwendung der IFRS 7

4.1.1 Steigerung des Informationswertes  8
4.1.2 Harmonisierung der internationalen Rechnungslegung 9
4.1.3 Basel II  10

4.2 Argumente gegen die Anwendung der IFRS  11

4.2.1 Abkehr vom Maßgeblichkeitsprinzip  11
4.2.2 Abkehr vom Vorsichtsprinzip  12
4.2.3 Umstellungskosten  13

5 Entwicklung eines eigenständigen IFRS-Regelw erks für KMU  14

5.1 Diskussionspapier des IASB 15
5.2 Stellungnahmen zum Diskussionspapier des IASB  17

5.2.1 Gemeinsame Stellungnahme des BDI und des DIHK  17
5.2.2 Kurz-Stellungnahme der ASU  18

6 Ergebnis und Ausblick  19

Literaturverzeichnis  21



Abkürzungsverzeichnis

ASU = Arbeitsgemeinschaft Selbstständiger Unternehmer
BDI = Bundesverband der Deutschen Industrie e.V.
BilReG = Bilanzrechtsreformgesetz
BStBK = Bundessteuerberaterkammer
DIHK = Deutscher Industrie- und Handelskammertag
DRSC = Deutsches Rechnungslegungs Standards Committee e.V.
EG = Europäische Gemeisnchaft
EStG = Einkommensteuergesetz
EU = Europäische Union
GoB = Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung
HGB = Handelsgesetzbuch
IAS = International Accounting Standards
IASB = International Accounting Standards Board
IASC = International Accounting Standard Committee
IASCF = International Accounting Standard Committee Foundation
IFRS = International Financial Reporting Standards
[...]
KapAEG = Kapitalaufnahmeerleichterungsgesetz
KMU = kleine und mittlere Unternehmen
[...]
US-GAAP = United States Generally Accepted Accounting Principles
 

 

1 Einleitung

Die Globalisierung erschließt auch die internationalen Kapitalmärkte zunehmend. Dies hat zur Folge, dass grenzüberschreitende Investments erleichtert werden, wenn die entscheidungsrelevanten Informationen vergleichbar sind. Die Bilanzierung nach HGB besitzt allerdings international keinen besonderen Stellenwert.1 Somit scheint eine Harmonisierung der Rechnungslegungstandards unausweichlich. „In den letzten Jahren haben internationale Rechnungslegungsvorschriften zunehmend Eingang in die Bilanzierung und Bewertung deutscher Unternehmen gefunden. IAS und US-GAAP haben sich zwischenzeitlich als die am weitesten verbreiteten Normensysteme herausgebildet.“ 2 Diverse Gesetzesänderungen im Handelsrecht in den letzten Jahren lassen die Wichtigkeit und das Voranschreiten der Harmonisierung bereits erkennen. Die EU hat sich auf die International Financial Reporting Standards als einheitlichen Standard innerhalb der EU verständigt. Dies wird vor allem dadurch verdeutlicht, dass ab dem 01.01.2005 ca. 7000 kapitalmarktorientierte Konzerne innerhalb der EU ihre Konzernabschlüsse nach den IFRS erstellen müssen. Somit ist der erste Schritt auf dem Weg zu einer einheitlichen Rechnungslegung getan. Dies lässt den Schluss zu, dass sich mittelfristig die IFRS auch im Einzelabschluss zu den dominierenden Rechnungslegungsstandards heraus kristallisieren werden. Der Gesetzgeber hat bereits ein Wahlrecht für die Bilanzierung nach IFRS auch im Einzelabschluss festgesetzt.

Die vorliegende Arbeit soll sich insbesondere mit den Auswirkungen der Änderungen für den Mittelstand beschäftigen. Während in Kapitel 2 allgemeine Grundlagen zur aktuellen Situation um die Thematik IFRS dargestellt werden, steht in Kapitel 3 die konkrete Definitionsproblematik der KMU im Vordergrund. Kapitel 4 greift die Vor- und Nachteile der Rechnungslegung nach IFRS im Mittelstand auf. Nachdem in Kapitel 5 die aktuelle Diskussion über ein etwaiges eigenständiges IFRS-Regelwerk für KMU thematisiert wird, soll das letzte Kapitel dazu dienen, die komplexe Problematik zusammenfassend darzustellen.

2 Grundlagen der Rechnungslegung nach IFRS

2.1 Organisation und Ziele des IASB

Die International Financial Reporting Standards werden vom IASB entwickelt. Dieser unabhängige Standardsetter mit Sitz in London wurde im April 2001 gegründet und ist ein Organ der Dachorganisation, der International Accounting Standards Committee Foundation (IASC Foundation), die als Stiftung des privaten Rechts als Nachfolgeinstitution der IASC in Delware (USA) am 06. Februar 2001 gegründet worden ist.3 Das IASB besteht aus 14 Mitgliedern, die aus neun verschiedenen Ländern kommen. Diese Zusammensetzung soll die Konvergenz zwischen den einzelnen nationalen mit den internationalen Rechnungslegungsvorschriften forcieren. Unter den derzeitigen Mitgliedern ist auch ein Mitglied des deutschen Standardsetters DRSC.4 Als grundlegende Ziele hat sich das IASB die Forcierung der weltweiten Konvergenz der Rechnungslegungsstandards, die Beseitigung der existierenden Wahlrechte sowie die Verbesserung der Qualitätsstandards zur Aufgabe gemacht.5 Das IASB setzt die Standards des Regelwerkes fest. Die erlassenen Standards müssen vom Board mit einer erforderlichen Stimmenmehrheit, die aus acht Stimmen besteht, verabschiedet werden. Die Standards, die ab 2003 erarbeitet, überarbeitet und verabschiedet werden, bezeichnet man als IFRS. Die vor 2003 ausgegebenen Standards werden als IAS bezeichnet.6 Finanziert wird das IASB durch Spenden von den großen Wirtschaftsprüfungsgesellschaften sowie von über 180 Organisationen und Unternehmen.7 Diese Abhängigkeit von den Geldgebern lässt die Finanzierung des IASB aktuell in eine ungewisse Zukunft schauen, da das IASB nur noch bis Ende 2005 finanziert ist.8

2.2 Grundlegende Unterschiede zur Bilanzierung nach HGB

Die Rechnungslegung nach HGB dient vorrangig dem Gläubigerschutz. Demgegenüber soll die Rechnungslegung nach IFRS vielen unterschiedlichen Adressaten dienen. Dieses wird durch die Annahme unterstützt, dass die Informationen der wichtigsten Interessensgruppe, der Investoren, auch für viele andere Adressaten von Interesse sind.9 Die Zielsetzung der Rechnungslegung nach IFRS besteht darin, den Bilanzlesern einen Einblick in die tatsächlichen Verhältnisse der Unternehmung zu verschaffen („true and fair view“). In § 264 Abs. 2 HGB taucht ebenfalls die Forderung nach dieser Darstellung auf. Allerdings steht in der Bilanzierung nach HGB das Vorsichtsprinzip im Vordergrund. „Im Hinblick auf die Gewinnermittlungsvorschriften ist demnach der vorrangige Zweck der deutschen Bilanzierung darin zu sehen, einen möglichst vorsichtig, d.h. tendenziell niedrig bemessenen Gewinn auszuweisen, um durch Bildung stiller Reserven die langfristige Sicherung der Unternehmenssubstanz zu gewährleisten und damit dem Ziel des Gläubigerschutzes gerecht zu werden.“10

[...]


1 Vgl. Leibfried, P. / Weber, I., Bilanzierung nach IAS/IFRS, S. 13

2 Küting, K. / Zwirner, C., Bilanzierung nach HGB: ein Auslaufmodell?

3 Vgl. Pellens, B., u.a., Internationale Rechnungslegung, S. 76-77

4 http://www.standardsetter.de/drsc/docs/iasb_about.html (19.12.2004)

5 Vgl. Pellens, B., u.a., Internationale Rechnungslegung, S. 77

6 Vgl. Bohl, W., Beck´sches IFRS-Handbuch, Kommentierung der IAS/IFRS, S. 9

7 Vgl. Pellens, B., u.a., Internationale Rechnungslegung, S. 84

8 Vgl. Handelsblatt, 22.11.2004, „Entwicklung der internationalen Rechnungslegung ist gefährdet“, S. 12

9 Vgl. Buchholz, R., Grundzüge des Jahresabschlusses nach HGB und IFRS, S. 215

10 Mandler, U., Der deutsche Mittelstand vor der IAS-Umstellung 2005, S. 11


Kommentare

Bisher keine Kommentare

Kommentar hinzufügen

Andere Nutzer haben sich auch für folgende Titel interessiert:


Dieser Text kann über folgende URL aufgerufen und zitiert werden:

http://www.hausarbeiten.de/e-book/37736/ifrs-fuer-kmu
please wait Bitte warten