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1. Einleitung 1
1.1. Ausgangssituation und Problemstellung 1
1.2. Klassifizierung von Frühaufklärungsansätzen 1
2. Operative Frühaufklärung 3
2.1. Kennzahlenorientierte operative Frühaufklärung 3
2.2. Hochrechnungsorientierte operative Frühaufklärung 4
2.3. Indikatororientierte operative Frühaufklärung 5
3. Strategische Frühaufklärung 6
3.1. Das Konzept der schwachen Signale 6
3.2. Delphi-Methode 8
3.3. Unschärfepositionierung in der Portfolioanalyse 11
3.4. Diffusionsfunktionen 13
3.5. Szenario-Technik 15
4. Schlussbemerkung. 19
/LWHUDWXUYHU HLFKQLV.
20
2
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Abb. 1: Anwendungsbezogene Klassifikationsansätze der Frühaufklärung
Abb. 2: Basisaktivitäten einer strategischen Frühaufklärung
Abb. 3: Ablaufschema der Delphi-Methode
Abb. 4: Beispiel einer Positionierung durch das Management
Abb. 5: Strukturelle Trendlinie
Abb. 6: Der Szenario-Trichter
Abb. 7: Szenario-Erstellung
3
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Da früher das Umfeld der Unternehmen eher berechenbar war und die Positionierung im Wettbewerb auf Basis eigener Stärken und Schwächen stattfand, ergab sich eine eher innenorientierte Strategieentwicklung der Unternehmen. Mittlerweile zeigen Absatz- und Beschaffungsmärkte, Technik, Gesetzgebung, Wettbewerb, Werte u.a.m. eine Dynamik, die zu vielen relevanten und überraschenden Veränderungen im Umfeld einer Unternehmung führen. 1 Die Steigerung der Sensibilisierungsqualität des Managements auf
Umfeldentwicklungen ist durch die zunehmende Koevolution von Umwelt und Unternehmen zu einem ausschlaggebenden Erfolgsfaktor geworden. Mit dem Ziel einer möglichst überraschungsfreien Unternehmensentwicklung wird nach konzeptionellen Möglichkeiten gesucht, die auf künftige Ereignisse oder Entwicklungen hinweisen. 2 Da Überraschungen für ein Unternehmen meist mit Spitzenbelastungen, eingeschränkten Handlungsmöglichkeiten, vorübergehenden Qualitätsverlusten, hohem Konfliktpotential und negativen Auswirkungen auf die Ertragssituation verbunden sind, erscheint es vollkommen einleuchtend, möglichst früh relevante Zustände und Vorgänge in der Umwelt zu erkennen, um bezüglich der Aktionen/Reaktionen noch über ausreichend Optionen zu verfügen (Manövrierfähigkeit) und diese schrittweise durchführen zu können. 3 Der Begriff „Frühaufklärung“ wird in der Literatur unterschiedlich verwendet und definiert. Er soll im folgenden eine Zusammenfassung der systematischen und kontinuierlichen Überwachung der relevanten Unternehmensin- und umwelt und aller Bestrebungen, die in der Lage sind, den potentiellen Handlungszeitpunkt des Managements auf einer Zeitachse so weit wie möglich vorzuverlegen, darstellen. .ODVVLIL]LHUXQJYRQ)UKDXINOlUXQJVDQVlW]HQ
Aufgrund der Vielzahl von Erscheinungsformen von Frühaufklärungsansätzen erscheint eine differenzierte Unterscheidung in zielorientierter Ordnung sinnvoll. Die in der Regel abstufbaren und unterschiedlichen Elementartypen treten in der _____________________________
1 Vgl. Hammer, R. : (Planung), S. 1 ff.
2 Vgl. Dolata, B.: (Früherkennungssysteme), S. 1 ff.
3 Vgl. Krystek, U.; Müller-Stewens, G.: (Frühaufklärung), S. 2-9
1
Praxis in ausgebauten Kombinationen auf, die durch vielfältige und enge Beziehungen zur Unternehmensplanung in RSHUDWLYH und VWUDWHJLVFKH Frühaufklärungssysteme unterteilt werden. Abbildung 1 zeigt die vorherrschende anwendungsbezogene Unterscheidung. 5
Im Hinblick auf deren historischen Entwicklung und Aufklärungsumfang werden betriebliche Frühaufklärungssysteme in drei Kategorien unterteilt. Die besondere Bedeutung von )UKDXINOlUXQJVDQVlW]HQ GHU HUVWHQ *HQHUDWLRQ liegt in der Entwicklung spezifischer Kennzahlensysteme in Verbindung mit
Planungshochrechnungen, deren Wertveränderung bei Überschreiten eines festgelegten Rahmens Meldungen im Sinne von )UKZDUQXQJHQ auslösen sollen. Die )UKDXINOlUXQJGHU*HQHUDWLRQ bezieht sich im Sinne einer )UKHUNHQQXQJ auf Indikatoren, 6 die nach einer realisierten, systematischen Suche, latente Chancen und Gelegenheiten innerhalb und ausserhalb des Unternehmens anzeigen. Durch die Entwicklung des Konzepts der schwachen Signale nach Igor Ansoff, gekoppelt mit Ansätzen aus der Diffusionstheorie orientiert sich die )UKDXINOlUXQJ GHU *HQHUDWLRQ auf die Sensibilisierung des Managements auf schwache Signale, die Umsetzung von Früherkennungsinformationen und die Initiierung von Strategien und Handlungsprogrammen. 7 _____________________________
4 Quelle: Modifiziert nach Koslowski, F.: (Frühaufklärung) S.51, anderer Ansicht ist Hammer, R.: (Planung), S. 180
5 Vgl. Krystek, U.; Müller-Stewens, G.: (Frühaufklärung), S. 23
6
Vgl. Dolata, B.: (Früherkennungssysteme), S. 31-33
2
Es wurde eine Vielzahl von Analyse- und Prognosemethoden zur Frühaufklärung entwickelt. In den folgenden Abschnitten werden anerkannte, in der Praxis häufig verwendete Instrumente kurz vorgestellt und bezüglich ihrer
Frühaufklärungseigenschaft und -qualität kritisch eingeschätzt. Die strategische Frühaufklärung steht dabei im Mittelpunkt, da erst Informationssysteme in diesem Bereich, neben der Erkennung von Chancen und Risiken, eine Entwicklung von Handlungsalternativen ermöglichen ()UKDXINOlUXQJVV\VWHPH. Operative Frühaufklärungsansätze sind Teil bzw. Basis der meisten strategischen Frühaufklärungssysteme und sollen deshalb mit skizziert werden.
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Kennzahlen sind in der Betriebswirtschaft seit langer Zeit bewährte, quantitative Instrumente. Sie dienen als Basis für Analysen, Prognosen, Planungen, Steuerungen und Kontrollen. Als Verhältnis- oder Absolutzahlen liegt ihr Vorteil in der Möglichkeit der direkten Erfassung, Quantifizierung und ihrem Informationsgehalt. Auf diese Art und Weise können wichtige Sachverhalte und Zusammenhänge gemessen und exakt dargestellt werden. Die geordnete Gesamtheit von Einzelkennzahlen bilden .HQQ]DKOHQV\VWHPH, mit dem Ziel, möglichst vollständige, direkte und komprimierte Informationen über JHVDPWXQWHUQHKPHQVEH]RJHQH Sachverhalte zu liefern. 8 Zur Erstellung solcher Systeme werden zuerst die Beobachtungsbereiche des Unternehmensin- und umfeldes, in denen Chancen und/oder Bedrohungen vermutet werden, festgelegt. Danach erfolgt eine JHULFKWHWH Suche und die Aggregation der relevanten Daten mittels statistischer Verfahren, wobei das Aggregationsniveau und dessen Zeitspanne eine wichtige Rolle spielen. Normwerte und Toleranzbereiche sollten so ausgewählt werden, dass es erst bei statistisch signifikanten Abweichungen zur Auslösung von „Warnsignalen“ führt. Die Meldungen müssen hinsichtlich ihrer Bedeutung und Ursachen einheitlich und formal ausgestaltet und von den vorher festgelegten Stellen weitergeleitet und _____________________________ 7 Vg. Koslowski, F.: (Frühaufklärung) S.66 ff.
8 Vgl. Krystek, U.; Müller-Stewens, G.: (Frühaufklärung), S. 45 ff.
3
Arbeit zitieren:
Veit Aehlig, 2001, Frühaufklärungssysteme, München, GRIN Verlag GmbH
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