Inhaltsverzeichnis
1. Einleitung 2
2. Theorien und Modelle
2.1 Definitionen von Hochbegabung 2
2.2 Hochbegabungsmodelle 4
2.2.1 Drei-Ringe-Modell von RENZULLI 5
2.2.2 Komponentenmodell der Talententwicklung 6
von WIECZERKOWSKI und WAGNER
2.2.3 Triadisches Interdependenzmodell der Hochbegabung 7
von MÖNKS
2.2.4 Differenziertes Begabungs- und Talentmodell 2 von GAGNÉ
8
3. Diagnostik der Hochbegabung
3.1 Intelligenztests 10
3.1.1 Intelligentdefinitionen 11
3.1.2 Intelligenztheorien 11
3.1.2.1 Faktorenanalytische Modelle der Intelligenz 11
3.1.3 Die Messung von Intelligenz 12
3.1.3.1 Ausdruck in IQ-Werten 12
3.1.3.2 Ausdruck in Prozentrang-Werten 13
3.1.4 Die drei Hauptgütekriterien von Intelligenztests 13
3.1.5 Intelligenztestung in der heutigen Praxis 13
3.1.5.1 Hamburg-Wechsler-Intelligenztest 13
f ür Kinder (HAWIK-R)
3.2 Beobachtungsverfahren 14
4. Hochbegabtenförderung
4.1 Akzeleration 15
4.2 Enrichment 16
5. Quellenverzeichnis 17
6. Abbildungsverzeichnis 20
7. Literaturverzeichnis 21
Hochbegabung
1. Einleitung
In der Vorbereitungsphase dieser Hausarbeit habe ich mir überlegt, was ich gerne über das Thema Hochbegabung wissen möchte. Ergänzend dazu habe ich auch noch meine Familie und Freunde befragt. Ich, sowie die meisten der von mir Befragten, wollten erst einmal wissen, wann Menschen als hochbegabt gelten. Weiterhin besteht großes Interesse daran, wie man jemanden als hochbegabt identifizieren kann. Aus diesem Grund werde ich meine Hausarbeit dem Schwerpunkt der Definition und der Diagnostik Hochbegabter unterlegen. Da für mich als angehende Lehrerin außerdem interessant ist, wie man besonders begabte Kinder schulisch fördern kann, werde ich auch zu diesem Unterthema einen kurzen Exkurs bieten.
2. Theorien und Modelle
Die Bedeutung des Begriffs Hochbegabung hängt davon ab wie man dieses Phänomen definiert. Die unterschiedlichen Definitionen basieren direkt oder indirekt auf verschiedenen Modellvorstellungen von Hochbegabung. Um einen Einblick in die Entwicklung der Bedeutung dieses Begriffs zu bieten, erfolgt in diesem Kapitel ein Überblick über relevante Definitionen, Theorien und Modelle zur Hochbegabung.
2.1 Definitionen von Hochbegabung
Mittlerweile existieren sehr viele Definitionen von Hochbegabung (vgl. 1). Allerdings gibt es keine Definition, die alle möglichen Bereiche von Begabung einschließt und von allen Wissenschaftlern anerkannt wird (vgl. 2). Aus diesem Grund werde ich im folgenden nur zwei von mehreren hundert Definitionen exemplarisch aufführen:
Hochbegabung
Alle Definitionen sind sich darüber einig, dass es um eine hohe Begabung geht. Jedoch ist das Begabungsniveau und welche Art von Begabung gemeint ist unterschiedlich (vgl. 6). (LUCITO legt einen Fokus auf die intellektuellen Fähigkeiten, MARLAND schließt zusätzlich Kreativität mit ein (vgl. 7)).
Um die Vielzahl der verschiedenen Definitionen zu ordnen, haben DAVIS und RIMM folgende Gruppierungen der Definitionen vorgenommen:
a) Ex-post-facto-Definitionen
b) IQ-Definitionen
c) Talentdefinitionen
d) Prozentsatzdefinitionen
e) Kreativitätsdefinitionen:
Hochbegabung
Zu den eben genannten Definitionsgruppen der Hochbegabung ist hinzuzufügen, dass sie sich gegenseitig nicht ausschließen; so dass viele der momentan bestehenden Definitionen zur Hochbegabung durchaus auch mehreren Gruppierungen zugeordnet werden können (vgl. 14) (z. B.: LUCITO (s.o.): Kreativitäts- und IQ-Definition).
2.2 Hochbegabungsmodelle
Grundsätzlich lassen sich die Hochbegabungsmodelle in vier Kategorien einteilen:
a) In den fähigkeits- und eigenschaftsorientierten Modellen gilt
b) In den Modellen der kognitiven Komponenten sind nicht die Leistungen das Wichtigste, sondern die Qualität der kognitiven Prozesse. c) In den soziokulturell orientierten Modellen wird davon ausgegangen, dass
d) Nach der Auffassung von leistungsorientierten Modellen kann
Nachfolgend werden die am häufigsten in der Literatur erwähnten Modelle in chronologischer Abfolge ihrer Entstehungszeiträume beschrieben:
2.2.1 Drei-Ringe-Modell von RENZULLI
1979 entwickelte RENZULLI das Drei-Ringe-Modell der Hochbegabung. Dieses Modell
Hochbegabung
fordert, dass „Begabung als Schnittmenge dreier Personenmerkmale“ 17 zu verstehen sei (vgl. 18). Die Komponenten, welche alle gleichberechtigt sind, werden wie folgt beschrieben:
4 Überdurchschnittliche Fähigkeiten: Hierunter sind allgemeine kognitive
4 Kreativität: Für RENZULLI ist Kreativität ein bestimmtes Verhalten
4 Aufgabenverpflichtung (vgl. 20)/Motivation: Hiermit ist eine spezielle
Mit diesem Modell möchte RENZULLI seine entwicklungsorientierte Einstellung zum Thema Hochbegabung darstellen. Denn seiner Auffassung nach kann sich Hochbegabung entwickeln, d. h. eine Person kommt nicht schon hochbegabt zur Welt. Allerdings können spezifische Leistungen nur dann ausgebildet werden, wenn es zu einer „gelungenen“ 23 Verbindung von überdurchschnittlichen Fähigkeiten, hoher Aufgabenverpflichtung und hoher Kreativität kommt. RENZULLIs Meinung nach sollen nicht nur Intelligenztests zur Feststellung von Hochbegabung verwendet werden, sondern auch Komponenten wie Kreativität und Aufgabenorientierung müssten seiner Meinung nach mit in die Diagnostik einbezogen werden. Denn sonst würden nur die schulisch Begabten berücksichtigt, wonach die „kreativ-produktiv Begabten“ 24 unentdeckt blieben.
Das Drei-Ringe-Modell hat in der Begabtenforschung viel Beachtung gefunden aber auch einige Kritik erfahren. Hauptkritikpunkte sind, dass RENZULLI Begabung mit Leistung gleichsetzt und sowohl Kreativität und Aufgabenbereitschaft neben den überdurchschnittlich kognitiven Fähigkeiten mit einbezieht. Denn die Gleichsetzung von Begabung und Leistung berücksichtigt nicht, dass es viele Kinder gibt, die trotz
Arbeit zitieren:
Jennifer Buchna, 2004, Hochbegabung - Definition, Diagnostik, Förderung, München, GRIN Verlag GmbH
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