Privatissimum aus
Methoden der empirischen Sozialforschung
„Situationslogik“
nach Sir Karl Popper
Philipp Kaufmann | SS 2001
Inhaltsverzeichnis
1. Vorwort ... 3
2. Die Situationslogik ... 4
2.1. Grundlagen ... 4
2.2. Die „Drei-Welten“ Theorie ... 6
2.3. Die Situationslogik ... 12
2.4. Entstehung und Bedeutung der Situationslogik ... 17
3. Literatur ... 20
1. Vorwort
Die Aufgabenstellung dieser Seminararbeit bot mir die Chance mich mit methodischen Fragestellungen zu beschäftigen, die für die Erarbeitung meiner Dissertation in Politikwissenschaften von essentieller Bedeutung sind. Dadurch bin ich gedanklich angeregt worden, die Konzeption bzw. Methodik meines wissenschaftlichen Handelns kritisch zu hinterfragen; verliert man sich doch bei der konkreten Ausarbeitung einer Dissertation allzu oft in fachlichen Detailfragen, so war dieses Zeitfenster für diese Arbeit eine sinnstiftende Abwechslung. Der Zeitpunkt für dieses Methoden-Seminar ist absolut richtig, da ich mich bei der Erarbeitung der Dissertation gerade in der Mitte der Konzeptphase befinde, in der die Anregungen für eine methodische Fundierung hilfreich sind; insbesondere da die Situationslogik nach Karl Popper1 die „Methode der Sozialwissenschaften“ ist.2
Diese Arbeit wurde im Rahmen des Privatissimums aus „Methoden der empirischen Sozialforschung“ erarbeitet, das von Herrn a.Univ.-Prof. Dr. Tamás Meleghy im Sommersemester 2001 geleitet wurde. Die Aufgabenstellung war, im Rahmen der Lehrveranstaltung die Thematik „Situationslogik“ unter Verwendung von bekanntgegebener Literatur auszuarbeiten. Aufbauend auf dieser Arbeit wurde meinen KollegInnen die Thematik in einem Referat näher gebracht – unter www.kaufmann.at/meleghy befinden sich die dafür verwendeten Folien.
2. Die Situationslogik
Die Bedeutung des Begriffes der „Situationslogik“ scheint auf den ersten Blick verständlich. Ermöglicht doch die Interpretation des Wortes folgenden unmittelbaren Zugang: „Situationslogik“ ist eine Erklärung, wie Menschen aufgrund der Logik der betreffenden Situation handeln. Der Begriff ist durch diesen intuitiven Zugang jedoch nicht hinreichend erläutert – vielmehr ist es notwendig, sich mit den (philosophischen) Grundlagen sowie der Drei-Welten-Theorie von Popper auseinander zusetzen, um anschließend die „Situationslogik“ hinreichend darstellen zu können. Im letzten Kapitel wird die Entstehung und Bedeutung kurz erörtert. Dies ist deswegen von Interesse, da Popper3 die „Situationslogik“ als Begriff erstmals in seinem Werk „Das Elend des Historizismus“ erwähnt hat. Die Gründe, warum dies so war, runden das Bild ab und vermitteln eine abschließende Betrachtung.
2.1. Grundlagen
[...]
1 Sir Karl Popper wurde am 28. Juli 1902 am Himmelhof (Ober Sankt Veit) in Wien geboren. Er ist das jüngste von drei Kindern eines liberal und bürgerlichen Elternhauses.
Arbeit zitieren:
MMag. Philipp Kaufmann, 2001, Situationslogik nach Sir Karl Popper, München, GRIN Verlag GmbH
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