‘Arbeit im Wandel’, dieses ist das Thema meiner Hausarbeit. Die heutige Arbeitsgesellschaft hat sich sehr gewandelt. Wenn man sie mit früheren Zeiten vergleicht wird man feststellen, daß sich nicht nur die Technologien, sondern daß sich auch die Arbeitsverhältnisse geändert haben. Nicht zu verachten ist dabei die Arbeitslosigkeit. Mehr und mehr wird sie zu einem akuten Problem unserer Gesellschaft. Auch sie hat sich, nahezu parallel zur Arbeit, verändert. Auf diese und weitere Punkte möcht ich im folgenden eingehen. Selbst wenn das Hauptthema dieser Hausarbeit die ‘Arbeit im Wandel’ ist, so werde ich das Thema Arbeitslosigkeit ebenso behandeln, da diese mit der Arbeit einher geht. Das Hauptaugenmerk möchte ich hierbei auf die heutige Zeit legen.
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„Unter Arbeit verstehen wir die Vielfalt menschlicher Handlungen, deren Zweck die Sicherung und Erweiterung des Lebensunterhaltes der Arbeitenden Individuen und ihrer Angehöriger beinhaltet wie die Reproduktion des gesell-
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schaftlichen Zusammenhanges der Arbeitsteilung und hier- überder Gesellschaft selbst.“ 1
In erster Linie wird gearbeitet um sich und die Familie ernähren zu können. Früher mußte man noch weitsichtiger arbeiten, da man auch für den Lebensunterhalt sorgen mußte, der in der Zeit gebraucht würde, in der man nicht mehr arbeiten konnte. Dies war notwendig, da es früher weder Rentenversicherung noch irgendeine sonstige soziale Absicherung gab. Gab es nicht die Möglichkeit Geld für das Alter zu sparen, so mußte man dafür sorgen, daß die eigenen Kinder einen mit versorgen konnten. Deshalb gab es früher häufiger kinderreiche Familien, da mehrere Kinder mehr Geld nach Hause brachten. Heute wird moderne Arbeit von den Medien auf den Punkt ‘Selbstverwirklichung’ gebracht. Dies trifft allerdings nur für die wenigsten zu. Wer die Möglichkeit hat sich im Beruf zu verwirklichen, der hat Glück. Häufiger ist es der Fall, daß man einen Job aufgrund des Geld verdienens annimmt. Zwar ist es den Menschen nicht egal, was sie dafür tun müssen, doch haben viele Probleme einen Beruf auszuüben, der weit unter ihren Qualifikationen liegt. Hat die betreffende Person bereits einige Zeit in einem Beruf gearbeitet und wird entlassen, nehmen wir als Beispiel einen Bankkaufmann, so hat er Schwierigkeiten sich mit einem Beruf abzufinden, der unter dem Status des Bankkaufmanns liegt, z.B. den eines Lageristen. Selbstverwirklichung ist also Ziel der Arbeitsuchenden, doch das erreichen muß häufig bezweifelt werden.
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Im folgenden möchte ich aufzeigen, wie sich die Arbeit im einzelnen im Laufe der Zeit verändert hat. Sei es durch die industrielle Revolution oder durch andere Faktoren. Aber zur Arbeit gehört auch die Arbeitslosigkeit die auch nicht unerwähnt bleiben soll, denn die Arbeitslosigkeit ist ein wichtiger
1 Peter, Gerd: Arbeitsforschung ?, Methodologische und theoretische Reflexion und Konstruktion, Dortmund 1991, S. 5
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Indikator im Hinblick auf die Arbeit und ihre Strukturen. In den nächsten Unterpunkten gehe ich Epochenweise vor.
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Selbst wenn uns Studien oder genaue Aufzeichnungen über die Struktur der Arbeit vor 2000 und mehr Jahren fehlen, so kann man durchaus etwas darüber sagen.
Im Wesentlichen haben die Menschen innerhalb der Familien für den Lebensunterhalt gesorgt. Man hatte häufig ein wenig Vieh sowie Kenntnisse über Ackerbau und Jagdtechniken. Es gab nur in höher entwickelten Kulturen ein Zahlungsmittel, meistens machte man aber vom Tauschgeschäft Gebrauch. Man „produzierte“ nur soviel wie man für sich und den Tauschhandel brauchte. Langsam bildeten sich Strukturen der ersten Handwerker heraus. Sie spezialisierten sich auf ein gewisses Fachgebiet und konnten somit weitreichendere Kenntnisse darüber sammeln. Davon profitierten andere, die dadurch einen Ansprechpartner hatten. Die Söhne der Handwerker wuchsen in den Beruf des Vaters hinein und konnten somit die kleine „Firma“ übernehmen. Damit war die Existenz einer Familie gesichert, da der oder die Söhne für den Unterhalt des Vaters und der Mutter sorgen konnten. Frauen spielten damals in der Arbeitswelt kaum eine Rolle. Sie waren meistens für den Haushalt zuständig. Tiere waren, besonders in dem agrarischen Bereich, ein gern genutztes „Arbeitsgerät“. Aber auch im Transportwesen nutzte man Pferde und Esel um wirtschaftlicher arbeiten zu können. Die klassische Antike verachtete die Arbeit fast. Dort wurden in den mittleren bis höheren sozialen Schichten häufig Sklaven eingesetzt, die für die Arbeit zuständig waren. Sie waren für vieles zuständig: Für Haus und Garten, für Arbeiten in Steinbrüchen und gar als Lehrer in einigen Schulen oder für den Privatunterricht. Im Grunde konnten sie jedes Amt bekleiden, abgesehen von dem politischen Bereich, der ihnen nur verschlossen blieb, um einen Aufstand zu verhindern. Die Griechen und Römer, die man unter der ‘klassischen Antike’ versteht, liebten die Muße. Es war sogar üblich über mehrere Stunden
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hinweg zu essen. Das wiederum zeigt dir ‘Faulheit’ einiger Kulturen in der Antike.
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Unter industrieller Revolution versteht man die Zeit, in der die Gesellschaft einen Übergang von der Agrar- zur Industriegesellschaft machte. Zeitlich ist dies ab etwa 1760 der Fall. Maßgeblich beeinflußt hat vor allem James Watt das Wesen der Arbeit durch die Erfindung der Dampfmaschine. Es entstanden Fabriken und neue Arbeitsplätze aber auch das Thema Rationalisierung wurde dadurch eingeführt, da der Konkurenzkampf zwischen den Firmen nicht unbedingt nur mehr über die Qualität ging, sondern mehr und mehr über die möglichst kostengünstige Herstellung einer Ware. Errungenschaften der industriellen Revolution sind die Beseitigung der Massenarbeitslosigkeit, die sprunghafte Vergrößerung des realen Sozialprodukts insgesamt und pro Kopf und die Zerstörung traditioneller Wert- und Gesellschaftssysteme. Im Jahre 1800 waren über 60 % im primären Sektor erwerbstätig, 21 % arbeiteten im sekundären und 17 % im tertiären Sektor. Der primäre Sektor steht für die Landwirtschaft, der sekundäre für die Industrie und der tertiäre Sektor für Dienstleistungen. 2 In der Zeit der industriellen Revolution bildeten sich die ersten größeren Firmen. Es wurde in großen Hallen produziert, auch der Bergbau wurde durch die Dampfmaschine verändert. „Wegen der politisch - territorialen Zersplitterung und wegen der großen Entfernung von den maritimen Handelswegen setzte der Industrialisierungsprozeß in Deutschland später ein als in England oder Frankreich. Das Fabrikwesen entwickelte sich in der ersten Hälfte des Jahrhunderts nur sehr langsam. In der preußischen Statistik galten im Jahre 1849 nur 5,4 % der beschäftigten als Fabrikarbeiter. Die preußische Industrie des Jahres 1861 war eine Industrie von Kleinbetrieben, die im Durchschnitt je nach Branche 17 bis 21 Personen beschäftigten. Großunternehmen mit
2 Quelle: Geißler, Rainer, Die Sozialstruktur Deutschlands, Zur gesellschaftlichen Entwicklung, Opladen 1996, S. 29
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Arbeit zitieren:
Christian Ahuis, 1997, Arbeit im Wandel, München, GRIN Verlag GmbH
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