Inhalt
A Einleitung. 3
B 1. Die Psychologische Forschung. 5
1.1 Pawlow : klassische Konditionierung. 5
1.2 Skinner : Operantes Konditionieren. 6
1.3 Die kognitive Lerntheorie: Tolman 7
1.4 Externale und internale Kontrollüberzeugungen ( locus of control ) :
Rotter 1938. 7
1.6 Der Zusammenhang von Attribution und Selbstwert 9
1.7 Die Psychologie der “erlernten Hilflosigkeit“ 10
2. Die Entwicklung der Kontrollüberzeugung und die
Anwendungen im Bereich Pädagogik 13
3. Eigene Erfahrungen aus dem Bereich der
Nachhilfep ädagogik 16
3.1 Fallbeschreibung. 16
3.1 Pädagogische Analyse 17
4. Folgerung für die Praxis der Nachhilfepädagogik 19
C. Schlussdiskussion 20
D. Literatur. 23
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A. Einleitung
Wenn ein Schüler in der Schule gute Leistungen bringt, wird primär von einem begabten und fleißigen Schüler gesprochen. Bringt dieser schlechte Leistungen, klagen Lehrer oft über schwache Leistungen während des Unterrichts, bei Arbeiten oder Klausuren. Oft kommt unkonzentriertes Handeln und Ruhestörungen hinzu. Die Eltern werden bei nicht mehr ausreichenden Leistungen über die Minderleistung ihres Kindes unterrichtet. Dabei reagieren diese hier sehr unterschiedlich; Im Gespräch mit Lehrern ist immer wieder zu hören, dass sie oft „die angemessenen“ Reaktionen der Eltern vermissen, und erhoffen sich, dass Eltern mehr Kontrolle auf ihre Kinder ausüben. Anderen Lehrern sind die Leistungen eines Schülers eher gleichgültig und sie sind erleichtert, wenn der Schüler die Klasse oder Schule verlässt und kontrollierter Unterricht dadurch wieder für sie möglich ist.
Wenn man die Gründe für ein bestimmtes Lernverhalten von Schülern untersucht, kommt man nicht daran vorbei, das soziale und familiäre Umfeld zu untersuchen. Hierbei üben sehr häufig die Kontrollüberzeugungen einen hohen Einfluss auf das Lernverhalten eines Schülers aus. So muss nach Flammer 1 unterschieden werden z wischen Kontrollattribution und
Kontrollüberzeugung; So spricht man von Kontrollattribution, wenn man aussagt, wer Kontrolle hat bzw. wo die Kontrolle lokalisiert ist (locus of control). Wenn man aussagt, ob man selbst viel oder wenig Kontrolle hat, spricht man von Kontrollüberzeugung.
Dort können oft auch die Ursachen für besonders gute Leistungen aber auch für schlechte Leistungen liegen.
Hilflose Eltern sind oft der Überzeugung, dass sie ihrem Kind bei Schulaufgaben nicht mehr helfen können und dass sie deshalb kein Einfluss auf das Lernverhalten ihrer Kinder haben. Deshalb suchen sie für die
1 Flammer, A. : Erfahrung der eigenen Wirksamkeit, Bern 1990, S. 35
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Problemlösung Lehrer oder Nachhilfelehrer auf, denen sie die Lernkontrolle übertragen wollen. Dennoch bleibt festzustellen, dass die Tatsache, einer dritten bzw. v ierten Person die Kontrolle zu übertragen, oft nicht den gewünschten Erfolg bringt. Vielmehr bleibt festzustellen, dass mangelndes Selbstbewusstsein und mangelnder Selbstwert eine Ursache für schwache Leistungen sein können. So sind bei Schülern, die ein m angelndes Selbstwertgefühl haben oft Sätze zu hören wie “das kapier ich eh´ nicht “ oder “ich bin nicht intelligent genug“ .
Der zentrale Gegenstand dieser Arbeit soll daher die Kontrollüberzeugung von Eltern und Schülern sein. Sie soll untersuchen, welchen Einfluss unterschiedliche Kontrollüberzeugungen auf das Lernverhalten der Kinder haben.
Ebenso, wie Eltern wieder Kontrolle erhalten können, wie parentale Hilflosigkeit beim Schüler zu erlernter Hilflosigkeit führt und wie bzw. ob dieser Entwicklung von Seiten der Schule präventiv entgegengewirkt werden kann, soll diese Arbeit untersuchen. Sie soll sich aber auch kritisch mit dem status quo unseres Bildungssystems auseinandersetzen.
Bei der Literatur werde ich mich schwerpunktmäßig auf Flammer, Zimbardo, Krech / Crutchfield sowie Seligman und Rotter beziehen.
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B 1. Die Psychologische Forschung
Was sagt die psychologische Forschung über das Lernen ? Klassische Vorstellungen :
1.1 Pawlow : klassische Konditionierung
Das Lernen neuer Reflexe mit Hilfe des Klassischen
Konditionierungsverfahrens geht auf Iwan P. Pawlow zurück. Er zeigte mit seinem Reiz-Reaktions-Schema an Hunden, wie durch einen bestimmten Reiz eine Reaktion ausgelöst und durch Konditionierung erlernt werden kann. Der Konditionierungsansatz des Lernens erforscht die Möglichkeit, dass ein Großteil des Verhaltensrepertoires, welches alle Menschen und Tiere kennzeichnet, in Kategorien einfacher Reiz-Reaktions-Verbindungen, die man als Reflexe bezeichnet, verstanden werden kann. Ein wichtiges Beispiel ist der Orientierungsreflex, der eine Beschleunigung des Pulsschlags und der Atmung und eine Erweiterung der Blutgefäße im Kopf bei gleichzeitiger Verengung der Gefäße in den Extremitäten einschließt - all dies als Reaktion auf eine plötzliche Veränderung der Stimulation. Zum Glück tritt beim Orientierungsreflex mit Wiederholung des neuen Reizes ein Gewöhnungseffekt ein (das heißt, der Reflex wird schwächer). So passen
wir uns an einen dauernden hohen Lärmpegel an, bis wir ihn schließlich ganz überhören. Ohne einen solchen Anpassungsmechanismus könnten wir kaum mit unserer sich stets ändernden Umwelt zurechtkommen. Der Orientierungsreflex scheint ein zentraler Bestandteil des
Konditionierungsprozesses zu sein, bei dem adaptiv auf Reflexen aufgebaut wird, so dass auch auf neue Reize die alten Reaktionen erfolgen. Diese Art der Adaption wird als klassisches Konditionieren bezeichnet. 2
2 Vgl: Krech/Crutchfield :Grundlagen der Psychologie, Bd. 3, Weinheim 1992, S.13f
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1.2 Skinner : Operantes Konditionieren
Skinner fasst mit dem Begriff des Operanten Konditionierens folgendes Verhalten zusammen: Durch den Begriff operant hob Skinner Verhalten hervor, das in oder an der Umwelt operiert, ohne notwendigerweise durch ein bestimmten Stimulus ausgelöst zu sein. In Skinners eigener Forschungsarbeit, zuerst mit Ratten, später m it Tauben, wurde das Versuchstier in einen Behälter gesetzt ( der seither als Skinnerbox bezeichnet wird ), dessen kahle Wände oft nur durch einen kleinen Napf unterbrochen wurde, in den der Versuchsleiter Futter streuen konnte bzw. der sich mit Futter füllte, wenn das Versuchstier einen Schlüssel oder Hebel drückte oder pickte. Die Ergebnisse zeigen, dass das Versuchstier so mit seiner Umwelt operiert, dass sich bestimmte Konsequenzen zu seinem eigenen Wohl verändern. Eine weitaus größere Rolle als beim klassischen Konditionieren spielt die positive Verstärkung. Skinner benutzt den Begriff für jeden Stimulus, der die Wahrscheinlichkeit oder Stärke der vorangegangenen Reaktion erhöht. Aber er benennt demzufolge auch die negative Verstärkung. In der Skinnerschen Terminologie bedeutet negative Verstärkung die Festigung von Reaktionen, auf die sofort eine Verminderung oder Reizsituation folgt.
Obwohl beim Operanten Konditionieren die Verstärkung kontingent auf die Reaktion ist, gelten hier die Grundgesetze des klassischen Konditionierens. Der Lerngewinn erhöht sich mit der Zahl der verstärkten Durchgänge. So verringert sich beispielsweise die Zahl der Fehler, die beim Durchgang durch ein Labyrinth gemacht werden, mit verstärkter Übung. 3
3 Ebd. S.31ff
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Arbeit zitieren:
Andreas Pleyer, 2001, Der Einfluss von Kontrollüberzeugungen auf das Lernverhalten von Schülern, München, GRIN Verlag GmbH
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