Inhaltsverzeichnis
1. Einleitung 2
2. Dimensionen sozialer Ungleichheit 3
2.1. Ein- und Mehrdimensionalität sozialer Ungleichheit 4
2.2 Bildung - Dimension sozialer Ungleichheit 6
Ursachen sozialer Ungleichheit in Bezug auf Bildungschancen 7
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2.3. Armut - soziale Ungleichheit des Wohlstands 9
Risikogruppen 10
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Die aktuelle Situation in Deutschland 12
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Auswege aus der Armut 13
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3. Literaturverzeichnis 16
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Einleitung
Menschen leben in der Regel nicht getrennt voneinander. Sie leben im Rahmen eines gesellschaftlichen Gefüges und bauen im Laufe ihres Lebens mehr oder minder stabile zwischenmenschliche Beziehungen untereinander auf. Jeder Mensch nimmt dabei eine unterschiedliche soziale Position (Verwandter, Bekannter, Freund, F eind , Vorgesetzter, Arbeiter, Armer, Reicher, Älterer, Jüngerer u.v.m.) ein und gehört somit einer bestimmten sozialen Kategorie an. Durch gemeinsame und unterschiedliche Lebensumstände gliedert sich die Bevölkerung in Gruppierungen. Zwischen Menschen, je nachdem welche soziale Position sie einnehmen, lassen sich Gemeinsamkeiten (z.B. unter Kindern, welche das Gymnasium besuchen) aber auch Unterschiede (z.B. zwischen Gymnasiasten und Hauptschülern) erkennen. Mit den vielfältigen sozialen Positionen sind nicht nur unterschiedliche Lebens- und Arbeitsbeding ungen ver-bunden, sondern auch soziale Ungleichheit in unterschiedlichen Erscheinungs-formen, d.h. Menschen sind auf Grund ihrer sozialen Position nicht nur verschieden, sie sind im Vergleich zu and eren sozialen Positionen besser- oder schlechter-, höher- oder tiefer gestellt. 1
Soziale Ungleichheit ist nicht mit der physisch bedingten Verschiedenartigkeit der Menschen ( z.B. in Bezug auf Geschlecht, Hautfarbe, Lebensalter, Körpergröße) zu vergleichen; die unterschiedliche biologische Grundausstattung spielt somit keine Rolle. 2 „Soziale Ungleichheit (…) liegt überall dort vor, wo die Möglichkeit des Zuganges zu allgemein Verfügbaren und erstrebenswerten sozialen Gütern und/ oder zu sozialen Positionen, die mit ungleichen Macht- und/ oder Interaktionsmöglichkeiten ausgestattet sind, dauerhafte Einschränkungen e rfahren und dadurch die Lebenschancen der betroffenen Individuen, Gruppen oder Gesellschaften beeinträchtigt bzw. begünstigt werden.“ 3 Die soziale Ungleichheit umfasst die ungleiche Verteilung von Ressourcen und Gütern auf gesellschaftliche Positionen und die damit zusammenhängende Ungleichheit der Lebensbedingungen von Individuen und Personengruppen.“ 4
1 Vgl. Hradil (2001) S. 15, 27
2 Vgl. Kreckel ( 2004) S. 15
3 Kreckel (2004) S. 17
4 Noll (2004)
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Dimensionen sozialer Ungleichheit
Die vielfältigen Erscheinungsformen sozialer Ungleichheit werden in Kategorien zusammengefasst und als „Dimensionen“ sozialer Ungleichheit bezeichnet. Als so genannte „Basisdimensionen“ werden materieller Wohlstand, Macht, Prestige und Bildung angesehen. Weitere wichtige Dimensionen sozialer Ungleichheit sind A rbeits-, Wohn-, Umwelt- und Freizeitbedingungen. 5 Eine mehrdimensionale Betrachtungsweise erfolgt durch die Ermittlung des Einkommens, der beruflichen Stellung, des sozialen Ansehens, des Bildungssta ndes und auch der Machtposition von Individuen zu ermitteln und daraus den jeweiligen Status eines Individuums in der Einkommens -, Berufs-, Prestige-, Bildungs- oder Machtdimension zu besti mmen. 6 Alle Menschen ordnen sich entsprechend ihres Status´ innerhalb einer einzelnen Dimension an. Somit werden sich auf einzelnen Stufen mehr oder weniger Menschen sammeln. Mehrere Menschen, die auf einer Dimension einen ähnlichen Status haben, werden als Statusgruppe bezeichnet. Fällt ein Status eines Menschen in einer bestimmten Dimension sozialer Ungleichheit mit einem gleich hohen Status in anderen Dimensionen zusammen, spricht man von Statuskonsistenz. Dies ist z.B. der Fall, wenn ein Manager in einer hohen Stellung auch eine Hochschulausbildung aufweist, über ein hohes Einkommen verfügt und ein hohes Berufsprestige genießt. Fällt dagegen der Status eines Menschen in unterschiedlichen Dimensionen sozialer auseinander, wird diese Lage als Statusinkonsistenz bezeichnet. (z.B. ein Jungunternehmer mit relativ hohem Einkommen). Die Bewegung von Statusposition zu Statusposition oder Statusgruppe zu Statusgruppe wird als vertikale soziale Mobilität bezeichnet. Diese kann entweder ein sozialer Abstieg oder ein sozialer Aufstieg sein. Weiterhin unterscheidet man von der vertikalen sozialen Mobilität die horizontale soziale Mobilität, we lche z.B. mit einem Wohnortswechsel oder Berufswechsel verbunden ist. Die horizontale soziale Mobilität steht nicht gezwungenermaßen mit einem sozi alen Auf- oder Abstieg zusammen. 7
5 Vgl. Hradil (2001), S. 31
6 Vgl. Kreckel (2004), S. 53
7 Vgl. Hradil ( 2001) S. 31-34
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Ein- und Mehrdimensionalität sozialer Ungleichheit
Die These der Mehrdimensionalität sozialer Ungleichheit findet in der von Karl Marx aufgestellten Klassentheorie wenig Bedeutung. Die Klassentheorie b eruht hier nur auf einer einzigen - die der ökonomischen Dimension sozialer Ungleichheit. Dabei stellen Klassen den Ausdruck von Produktionsverhältni ssen dar. Die Zugehörigkeit zu einer Klasse wird durch die Besitzverhältnisse der Individuen, also durch ihre ökonomische Lage bestimmt. In der kapitalistischen Gesellschaft entstehen somit Klassengegensätze; es stehen sich Grund - und Kapitaleigentümer und die große Klasse der Lohnabhängigen gegenüber. Bei der Bildung der Kla ssen werden drei aufeinander folgende Stufen unterschieden. Die erste Stufe bilden die Arbeiter, welche eine durch Konkurrenz zerfallende Masse darstellen. Die zweite Stufe entsteht im Zusammenhang mit der Entwicklung der Industrie, in der das Proletariat zu einer größeren Masse zusammengedrängt wird. Die Interessen des Proletariats gegenüber der Bourgeoisie werden durch Gewerkschaften der Arbeiterklasse vertreten. Die dritte Stufe wird mit dem Übergang zur politisch organisierten Interessenvertretung der Arbeiterklasse abgeschlossen. Das Klassenbewusstsein führt von der Klasse an sich zu einer Klasse für sich. Im Gegenzug zu Marx´ Theorie der Eindimensionalität begründete Max Weber die These von der Mehrdimensionalität sozialer Ungleichheit. Weber unterscheidet grundlegend zwischen drei Dimensionen: die ökonomische, die soziale und die politische Dimension sozialer Ungleichheit. 8 Weiterhin differenziert Weber den Klassenbegriff in Erwerbsklasse, Besitzklasse und Sozialklasse. Die drei Klassen werden als eine Ansammlung von Marktlagen, die über den Markt in Tauschbeziehung zueinander treten. Auf dem Markt wird dann über die Existenzsicherung entschieden. Die Zugehörigkeit zu einer Klasse bestimmt die Lebenschancen. Die Erwerbsklasse muss arbeiten, um überleben zu können. Durch Bildung und Qualifikation können die Menschen aus der E rwerbsklasse ihre Chancen auf dem Markt verbessern. 9 In der Besitzklasse wird die Klassenlage durch Besitzunterschiede bestimmt. Die soziale Klasse beschreibt die Gesamtheit aller Klassenlagen zwischen denen ein persönlicher
8 Vgl. Kreckel S. 53, 54
9 Vgl. http://www.antom2.gmxhome.de/hauptbegriffe.htm
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Arbeit zitieren:
Michaela Fischer, 2005, Soziale Ungleichheit in Deutschland, München, GRIN Verlag GmbH
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