Umverteilung durch Steuern in Österreich
von Thomas Paster
Inhaltsverzeichnis
EINLEITUNG 2
THEORETISCHE VORBEMERKUNGEN 2
STRUKTUR DER GESELLSCHAFTLICHEN UNGLEICHHEIT 4
DIE INZIDENZ DER LOHN- UND EINKOMMENSSTEUERN - UMVERTEILUNG DURCH STEUERN 8
Wovon werden Einkommenssteuern eingehoben? 9
Wonach richtet sich die Höhe der Lohn- bzw. Einkommenssteuer? 11
Der Steuertarif 12
Absetzbeträge 12
Freibeträge 13
Versteuerung des 13. Und 14. Monatsgehalts 13
Verteilungswirkungen der Einkommensteuerreform 2000 14
Zusammenfassung: Verteilungswirkungen der Lohnsteuer 15
Sozialversicherungsabgaben 16
Umverteilung durch Lohnabgaben insgesamt 18
Gewinn- und Vermögensbesteuerung 18
SCHLUSSFOLGERUNGEN 20
LITERATUR 25
Einleitung
Diese Seminararbeit beschäftigt sich mit den Verteilungswirkungen von Einkommensteuern in Österreich. Wer zahlt sie? Und wer zahlt wieviel? Im ersten Kapitel wird die Frage der Einkommensverteilung aus theoretischer Sicht beleuchtet: Welche Fragen sind im Zusammenhang mit Einkommensverteilung grundsätzlich relevant? Welche Ziele verfolgt Verteilungspolitik? Im zweiten Kapitel Struktur der gesellschaftlichen Ungleichheit wird die Primärverteilung der Einkommen in Österreich beschrieben. Anschließend werden die Umverteilungswirkungen von Lohn- und Einkommensteuer, von Sozialversicherungsbeiträgen, sowie der Gewinnsteuern beschrieben. Der Schwerpunkt liegt dabei bei der Lohn- bzw. Einkommensteuer, da es über die anderen Steuern eigene Seminararbeiten gibt. In den Schlussfolgerungen schließlich werden die Auswirkungen der verschiedenen Steuern und Abgaben insgesamt auf die Primärverteilung bewertet, sowie die Bedeutung von verteilungspolitischen Zielen unter den heutigen politischen Rahmenbedingungen analysiert.
Theoretische Vorbemerkungen
Wie viel soziale Gleichheit bzw. soziale Ungleichheit braucht unsere Gesellschaft? Alle hochentwickelten Wohlstandsgesellschaften weisen eine gewisse soziale Ungleichheit und eine funktional hierarchisierte Arbeitsteilung auf. Doch nicht in allen Ländern ist diese soziale Ungleichheit gleich stark ausgeprägt, sie ist auch politisch gestaltbar. Entwicklungsländer weisen generell eine viel extremere Ungleichheitsstruktur auf als Industrieländer. Von den westlichen Marktwirtschaften weisen traditionell die USA die stärkste soziale Ungleichheit auf, gleichzeitig ist der gesellschaftliche Reichtum in der USA als BIP/Einwohner gemessen deutlich höher als in den westeuropäischen Ländern. Am anderen Ende der "Ungleichheitsskala" stand die Sowjetunion, welche de facto eine wesentlich flachere Ungleichheitsstruktur als alle marktwirtschaftlichen Systeme aufwies, verbunden mit einem viel geringeren gesellschaftlichen Wohlstand, enormer ökonomischer Ineffizienz und vor allem einer totalitären Gesellschaftsform. Zwischen diesen beiden Gesellschaftsmodellen steht der westeuropäische Wohlfahrtskapitalismus mit wesentlich geringerer sozialer Ungleichheit als in den USA, erkennbar bspw. an geringeren Armutsraten, sowie einen wesentlich höheren Wohlstand als in den stalinistischen Ländern. Innerhalb Westeuropas stellen die skandinavischen Wohlfahrtsstaaten die egalitärste Gesellschaftsform dar. Norwegen, Schweden und Dänemark wechseln sich in den verschiedenen internationalen Statistiken welche soziale Entwicklung und Gleichheit messen (z.b. Human Poverty Index oder Human Development Index) meistens an der Spitze ab. (s. Nowotny 2000, Skriptum) Sie sind daher heute weltweit jene Gesellschaften mit der egalitärsten Wohlstandsverteilung. Schweden ist jedoch bspw. in der Liste der weltweit wohlhabendsten Länder in den letzten Jahrzehnten deutlich zurückgefallen (s. Brockhaus Enzyklopädie, Mannheim 1992, 18.Aufl, Band 19, S.619).
Diese kurze, skizzenhafte Darstellung soll die theoretische Grundfrage verdeutlichen, die hinter der Verteilungspolitik steht und die auch bei der empirischen Bearbeitung dieses Themas berücksichtigt werden soll: Wie viel soziale Ungleichheit verträgt eine Gesellschaft? Welche Einkommens- und Vermögensverteilung ist für eine Gesellschaft optimal? Und wie viel an Umverteilung ist davon ausgehend für eine ideale Gesellschaft sinnvoll? Die "Strukturfunktionalisten" in der soziologischen Theorie gehen von der Notwendigkeit von Anreizen, wie Geld oder Status, aus um Individuen zu Leistungen für die Gesellschaft zu motivieren. Demnach ist in einer Leistungsgesellschaft ein gewisser Grad an sozialer Ungleichheit notwendig um ökonomische Effizienz und materiellen Wohlstand zu gewährleisten. Dass die Schaffung von materiellem Wohlstand und von sozialer Gerechtigkeit vereinbar sein soll ist die grundlegende Zielsetzung von Verteilungspolitik. Inwieweit diese Zielsetzung in Österreich de facto erreicht wird spielt als Fragestellung in dieser Arbeit daher eine große Rolle und wird auch in den Schlussfolgerungen angesprochen. Die nächsten Kapitel beschäftigen sich mit der Einkommensverteilung, sowie den Verteilungswirkungen des Steuersystems in Österreich.
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Arbeit zitieren:
Thomas Paster, 2001, Umverteilung durch Steuern in Österreich, München, GRIN Verlag GmbH
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DOI
Medien / Kommunikation - Multimedia, Internet, neue Technologien
Hauptseminararbeit, 18 Seiten
Polysemie und Homonymie im Französischen
Romanistik - Französisch - Linguistik
Seminararbeit, 15 Seiten
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