Universität Regensburg Philosophische Fakultät Lernen von und mit den Weltreligionen WS 1996/97
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1. Der Schabbat....................................................................................................................................................7 2. Rosch ha-Schana..............................................................................................................................................7 3. Jom Kippur ......................................................................................................................................................8 4. Sukkot ..............................................................................................................................................................8 5. Pessach.............................................................................................................................................................8 9'LHMGLVFKH%LEHOGHU7DQDFK
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Der Begriff “ Jude” bezeichnet seit jeher Angehörige eines semitischen Volkes, einer religions- und auch volksmäßig zusammengehörenden Gemeinschaft, die über die ganze Welt verteilt ist. Unter “ Judentum” ist daher die Gesamtheit der Juden in ihrer religions-und volksmäßigen Zusammengehörigkeit zu verstehen. Auch alle für den Juden typischen Lebensäußerungen, der durch Religion, Kultur und Geschichte geprägten jüdischen Eigenschaften und Eigenheiten werden mit diesem Begriff bezeichnet. Um genau zu sein wird seit 925 v. Chr. jeder Angehörige des Königreiches -XGDin Israel Jude genannt, seit dem römischen Reich galt dieser Name auch für nichtjüdische Angehörige ihrer Religion, und seit der Rückkehr aus der babylonischen Gefangenschaft 538 v. Chr. wurde das Wort Jude zur Volksbezeichnung.
Judenverfolgungen setzten schon sehr früh ein und machten den Juden auf dem ganzen Erdkreis zu schaffen. Daher konnte sich im jüdischen Volk ein sehr starker Volkszusammenhalt herausbilden und darüberhinaus eine geistig-religiöse Einheit unter verschiedensten Lebensbedingungen erreicht werden.
Höhepunkte der Judenverfolgungen waren im Mittelalter die Kreuzzüge. Um Pogromen zu entgehen, wichen damals viele Juden nach Osteuropa, Rußland, Frankreich und Deutschland aus. Dort kam es mit dem 2. Weltkrieg zu einer erneuten und verheerenden neuen antisemitischen Welle, was sicherlich auch damit zu tun hatte, daß das jüdische Volk sich durch äußerst fähige Persönlichkeiten in den Bereichen Politik, Kultur und Wirtschaft auszeichnete und zur Zielscheibe des aufkeimenden Nationalsozalismus wurde. So kam es, daß die Juden verstärkt in die USA auswanderten, wo sich die größte jüdische Gemeinde außerhalb Israels befindet, sowie auch in den Staat Israel, der 1948 auf dem Territorium Palästinas gegründet wurde.
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Jude-Sein bedeutet in einer “ Doppelmitgliedschaft” zu leben. So lautet die Definition, die Juden von sich selbst geben. Dies bedeutet, Juden sehen sich sowohl als zugehörig zu einem Volk, als auch zu einer Nation und einer Religionsgemeinschaft. Sollte ein Jude es
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ablehnen sich an die Religion zu binden, so bleibt er dennoch Mitglied des Volkes und der Nation. Es besteht in gleicher Weise auch eine Bindung an das Land Israel selbst, das Land des Ursprunges des Judentums.
Das Gesetz urteilt folgendes über die Zugehörigkeit zum Judentum: ‚ Im Bezug auf dieses Gesetz ist ein jeder Jude, der von einer jüdischen Mutter geboren wurde oder übergetreten ist und keine andere Glaubenszugehörigkeit besitzt.‘ 1 Allerdings gilt ein Kind eines jüdischen Vaters und einer nicht-jüdischen Mutter als Nichtjude
Aufgrund der verschiedenen Auffassungen gibt es deshalb immer wieder Konflikte inwieweit jemand als Jude anerkannt werden kann. Hinzu kommt, daß Kinder einer nichtjüdischen Mutter zwar alle Pflichten eines Juden haben, jedoch nicht die entscheidenden Rechte, wie z.B. Erbfolge.
Von Geburt an ist das Leben eines jeden Juden von einer festen Ordnung gekennzeichnet, den Geboten, zu denen bei Jungen die Beschneidung gehört. Ferner müssen Speisevorschriften eingehalten werden, der Sabbat geheiligt werden, die Tora befolgt werden. Dabei versteht sich von selbst, daß der Glaube nur auf den Einen Gott ausgerichtet wird. Außerdem müssen sich Juden zu Gottes Bund mit Israel bekennen. Die Bezeichnung Jude kommt aus dem Hebräischen. Jehuda ( Juda) war der Stammvater des vierten Stammes der zwölf Stämme Israels und der Sohn Leas, der ersten Frau Jakobs. Als sie ihren Sohn Jehuda nennt spricht sie: ‚ Dieses Mal will ich Gott preisen.‘ 2 Der Name bedeutet also Gott preisen, ihm danken und ist Teil des Gottesnamen J-H ( “Gott will ich preisen”). Er drückt das Selbstverständnis der Juden aus.
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Das Judentum ist eine Schicksalsgemeinschaft, eine gemeinsam gestellte Aufgabe, eine Religion der Tat. 3 Alle in der Gemeinschaft sind darum bemüht, die von Gott gegebenen Gebote zu befolgen. Die Tora ist offenbar nicht geistig, sondern beherbergt ihre Ansätze
1 Lohrbächer, Albert, Was Christen vom Judentum lernen können, Freiburg 1994, S. 73
2 Vgl. Anm. 1
3 Vgl. Anm.1, S. 74
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Arbeit zitieren:
Yvonne Fischer, 1997, Lernen von und mit dem Judentum - Ein Überblick über religiöse Sitten, Kultur und Geschichte des Judentums, München, GRIN Verlag GmbH
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