1.) Einleitung 2
2.) Hörbuch 2
2.1.) Definitionen 2
2.2.) Angebot 3
2.3.) Technische Voraussetzungen 3
2.4.) Aufschwung und Rezeption 4
3.) Hörspiel 6
3.1.) Definition 6
3.2.) Die semiotischen Kommunikationsinstrumente 7
3.3.) Beteiligte Personen 8
3.4.) Technische Voraussetzungen 8
3.5.) Das Neue und das Literarische Hörspiel 9
3.6.) Konkurrenz und Rezeption 10
4.) Abschließende Bemerkungen 11
5.) Literaturverzeichnis 13
1.) Einleitung
Diese Arbeit beschäftigt sich mit den beiden auditiven Medien Hörbuch und Hörspiel Ich
werde Begriffserklärungen beider Termini vornehmen um auf Eigenheiten der Medien
hinzuweisen In weiterer Folge wird auf technische Voraussetzungen und Grundbedingungen
der Entwicklung von Hörbuch und Hörspiel eingegangen Außerdem wird über die am
Produktionsprozess beteiligten Personen (für das Hörspiel nur über den Sprecher) berichtet
werden Auch zum Thema Rezeption und Zuspruch (der sich bei Hörbuch und Hörspiel
konträr entwickelt hat) möchte ich einige Bemerkungen machen
Als Abschluss der Arbeit wird die geringe Beschäftigung von Kritik und Wissenschaft mit
den beiden besprochenen Medien behandelt
2.) Hörbuch
2.1.) Definitionen
In Lexika finden sich kaum Definitionen des Begriffes Hörbuch Zum Beispiel wird im
Metzler Lexikon zu Medientheorie und Medienwissenschaften nur unter dem Eintrag Buch
vermerkt dass traditionelle Buchinhalte zunehmend auf Datenträge rn verbreitet werden und
so dazu beigetragen wird dem Buch die Vorrangstellung als Medium schriftlicher
Kommunikation 1 zu nehmen
1 Schanze Helmuth unter Mitarbeit v Susanne Pütz (Hrsg ): Metzler Lexikon Medientheorie
Medienwissenschaften Ansätze Personen - Grundbegriffe Stuttgart u a : Metzler 2002 S 40.
2
Allerdings übernehmen Verlage, die Hörbücher produzieren, auf ihren Homepages oft die Klärung des Terminus: Auf der Homepage des HörVerlages zum Beispiel steht, dass ein Hörbuch ein gesprochenes Buch ist, das auf CD oder MC gespeichert und abgespielt werden kann. Es dient zur Unterhaltung, Entspannung, Fortbildung und Information. Es ist „ein Medium des Dialogs, in dem hervorragende, sachkompetente Sprecher und Sprecherinnen stellvertretend für den Autor bzw. die Autorin mit Ihnen ins Gespräch treten.“ 2 Außerdem wird auf die enge Verbindung zu Hörspiel Feature, Dokumentation und Lesung hingewiesen. Natürlich darf nicht vergessen werden, dass solche Definitionen neben der Erklä rung eines Begriffes auch der Werbung in eigener Sache dienen. Zum Beispiel würde in einem wissenschaftlichen Text „Autofahren“ kaum als Tätigkeit angegeben, „die nur z. T. mit komplexen Denkvorgänge[n] verknüpft [ist] und Raum für zusätzliche Informationsaufnahme [zulässt]“ 3 .
2.2.) Angebot
Es gibt viele Angebotsorte von Hörbüchern: Buchhandel, Versandhandel, Bibliotheken, Musikfachhandel, Kaufhäuser, Tankstellen, Supermärkte, Kaffeeketten und selbstverständlich auch das Internet, wo auch meist Hörproben angeboten werden. 4 Anbieter innerhalb des Buchhandels wären im deutschsprachigen Raum unter anderem das Deutsche Grammophon, Der HörVerlag, der Franz Josef Knape Verlag, Verlag und Studio für Hörbuchproduktionen, der Rowohlt Verlag, der Bertelsmann Verlag, der Carl-Auer-Systeme- Verlag, der con anima Verlag, der Quickborn Verlag und der der Aufbau Verlag. 5
2.3.) Technische Voraussetzungen
Der Ursprung des Hörbuches ist der „Moment, in dem es das erste Mal gelang, Sprache auf einem Tonträger festzuhalten“ 6 .
Seine Erfindung ist untrennbar mit der Entwicklung der Tonspeichermedien (Schallplatte, MC, CD und in Zukunft mit Sicherheit vermehrt MP3) verbunden.
2 http://www.hoerbuch.de/deut/verlagsinfo/infoszumhoerbuch/index_infoszumhoerbuch.asp [14.5. 2004]. 3 http://www.hoerbuch.de/deut/verlagsinfo/infoszumhoerbuch/hoerbuch_mehr_als_ein_lektuereersatz2.asp [14.5. 2004].
4 nach http://diplomica.com/db/diplomarbeiten4448.html [14.5. 2004].
5 nach http://diplomica.com/db/diplomarbeiten4448.html [14.5. 2004].
6 http://diplomica.com/db/diplomarbeiten4448.html [14.5. 2004].
3
Die Schallplatte wurde in den 18080ern erstmals zur Aufzeichnung von Kunst genutzt. Damals entstanden allerdings wenige Sprachaufnahmen, weil nur kurze Speicherzeiten möglich waren: Es wurden kleinere Kabarettnummern und kurze Gedichte aufgezeichnet. 7 Nach Erfindung der Kassette dauerte es noch eine ganze Weile, bis diese die Schallplatte abgelöst hatte. Denn als die Kassette in den Kinderschuhen steckte, war die Qualität der Schallplatte bereits wesentlich verbessert. Obwohl im Zuge der Qualitätsverbesserung die Anzahl der Sprachaufzeichnungen anstieg, waren sie im Vergleich zu Musikschallplatten noch immer gering vertreten. 8 Mit dem Umstieg auf die Kassette stand wesentlich mehr Speicherzeit zur Verfügung 9 – eine Sachlage, die sich mit Erfindung und Einsetzung der CD wiederholte.
Mit MC und CD war die Möglichkeit zur Herstellung von Hörbüchern prinzipiell gegeben. Allerdings wurde der Weg zu einer stärkeren Verbreitung von Hörbüchern erst durch den Kassettenrekorder und den Walkman wesentlich gefördert, da man nun zu einem preiswerteren Tonträger mit me hr Speicherkapazität auch über ein preiswertes (preiswerter als der Schallplattenspieler) und noch dazu leicht transportables Abspielgerät verfügt. 10
2.4.) Aufschwung und Rezeption
Vorlesen war bis ins 19. Jahrhundert ein allgemein üblicher Prozess. Je ve rbreiteter die Lesefähigkeit war, desto hä ufiger las man allein. Im Zuge der Verbreitung der Lesefähigkeit wurde Vorlesen immer mehr als notwendige Hilfestellung für Unkundige empfunden und erhielt somit einen negativen Beigeschmack. Ausnahmen waren - und sind nach wie vor - Autorenlesungen. Die heutige Vorlese-Kultur in Veranstaltungen öffentlichen Charakters ist der im Sinne eines Alltagslebens, wie sie in früheren Jahrhunderten üblich war, nicht vergleichbar. 11 Mit der Entwicklung des Hörbuches beginnt sich seit dem 20. Jahrhundert sehr langsam eine andere Art der Vorlese-Kultur zu etablieren: Lange Zeit hindurch wurden Hörbücher
7 nach http://www.hoerbuch.de/deut/verlagsinfo/infoszumhoerbuch/hoerbuch_mehr_als_ein_lektuereersatz2.asp [14.5. 2004].
8 nach http://www.hoerbuch.de/deut/verlagsinfo/infoszumhoerbuch/hoerbuch_mehr_als_ein_lektuereersatz2.asp [14.5. 2004].
9 nach http://www.hoerbuch.de/deut/verlagsinfo/infoszumhoerbuch/hoerbuch_mehr_als_ein_lektuereersatz2.asp [14.5. 2004].
10 nach http://www.hoerbuch.de/deut/verlagsinfo/infoszumhoerbuch/hoerbuch_mehr_als_ein_lektuereersatz2.asp [14.5. 2004].
11 nach http://www.hoerbuch.de/deut/verlagsinfo/infoszumhoerbuch/hoerbuch_mehr_als_ein_lektuereersatz.asp [14.5. 2004].
4
Arbeit zitieren:
Sonja Loidl, 2004, Hörbuch und Hörspiel, München, GRIN Verlag GmbH
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