Welche Chancen und Risiken haben die neuen
Arbeitszeitmodelle für den Arbeitskraftunternehmer?
von: Daniel Brücher
Einleitung 2
Veränderte Arbeitsbedingungen durch verstärkten Wettbewerb. Der Arbeitskraftunternehmer 3
Charakterisierung der neuen Arbeitszeitmodelle: 5
Kritik der Gewerkschaften an Neuen Arbeitszeitmodellen 6
Entstehende: Chancen 12
Fazit 13
Literaturverzeichnis/ Abbildungsverzeichnis 15
Einleitung
Die zentrale Fragestellung der Hausarbeit lautet: „Welche Chancen und Risiken haben die neuen Arbeitszeitmodelle für den Arbeitskraftunternehmer?“. Als Ausgangspunkt dient unser Referat vom 17.06.2003. Ausgehend vom Text „Entgrenzte Arbeitszeit – Reflexive Arbeitszeit. Die Zeiten des Arbeitskraftunternehmers“ von Karin Jurczyk und G. Günter Voß, haben wir eine uns weiterführende Fragestellung entwickelt, die den Arbeitnehmer, bzw. den Arbeitskraftunternehmer in den Mittelpunkt stellt. Dabei scheint es uns als wichtig, die Rolle der veränderten Arbeitszeitmodelle in den Mittelpunkt unserer Darstellung zu nehmen. Die neuen Arbeitszeitmodelle, auf die wir auch auf den folgenden Seiten weiter eingehen, sind unserer Ansicht nach ein zentraler Faktor für diese Art der Betrachtung.
Die Hausarbeit stellt gleichermaßen eine Vertiefung unseres Referates dar. Dabei versuchen wir, anhand der Leitfrage den Blickwinkel zu erweitern, die dargestellten Fakten zu vertiefen, Bezüge zu anderen Literaturquellen zu liefern, sowie eine Bewertung der Arbeitswelt zu liefern. Die Fragestellung „Welche Chancen und Risiken haben die neuen Arbeitszeitmodelle für den Arbeitskraftunternehmer?“ ist von aktueller Bedeutung und für ein breites Publikum relevant. Sie betrifft alle Arbeitnehmer. Kein Arbeitnehmer ist langfristig in der Lage, sich den wandelnden Arbeitsbedingungen zu entziehen.
Für die Betrachtung der veränderten Arbeitsbedingungen haben wir versucht den Wandel über wirtschaftliche und technische Veränderungen zu begründen. Im zweiten Abschnitt gehen wir konkret auf die Arbeitszeitmodelle ein. Hierbei steht insbesondere der Typus des „Arbeitskraftunternehmers“ im Vordergrund. Anhand des Arbeitskraftunternehmers stellen wir die veränderten Anforderungen und Prozesse dar. Teil 3 beschäftigt sich mit der Kritik an diesen Modellen. Dabei findet unsere Sichtweise aus der Position des Arbeitnehmers statt. Negative wie positive wirtschaftliche Folgen für die Arbeitnehmer, soweit vorhanden, bleiben hier außen vor. Um die Betrachtungsweise zu vervollständigen behandeln wir ebenso Chancen, die durch die Arbeitsmodelle entstehen.
Abschließend bieten wir im Fazit eine eigene Bewertung der veränderten Arbeitsbedingungen.
Veränderte Arbeitsbedingungen durch verstärkten Wettbewerb – Der Arbeitskraftunternehmer
Spätestens seit dem Beginn der industriellen Revolution, ist es das Ziel eines jeden Unternehmers, sein Kapital zu vermehren. Zu Beginn der industriellen Revolution waren die Arbeiter abhängig vom Lohn ihres Arbeitgebers. Diese schwache Position wurde bewusst ausgenutzt, um die „Ressource Arbeiter“ möglichst kostengünstig zu nutzen, geradezu auszubeuten. Die körperliche Arbeit wurde schwerer, die Arbeitszeiten verlängerten sich. So setze sich die Ausbeutung der Arbeiterklasse weiter fort. Erst dadurch, dass sich die Arbeitnehmer organisierten um ihre Interessen durchzusetzen, konnten sie die Ausbeutung stoppen, sie zumindest mindern. Es gelang das Arbeitsumfeld zu verbessern und die Arbeitszeiten zu verkürzen. In der weiteren geschichtlichen Betrachtung kann man den Konflikt zwischen Arbeitgebern und Arbeitnehmern konsequent weiterverfolgen. Der Wunsch einer hohen Rentabilität seitens der Unternehmer bleibt bis heute bestehen. Es wird immer wieder überlegt, auf welche Art und Weise es möglich sei, trotz gewisser moralischen Einschränkungen und Gesetze die Rentabilität weiter zu erhöhen und die Ressource Mensch unter ökonomischen Gesichtspunkten optimal zu nutzen. Man ging dazu über die Fertigungsprozesse effizienter und mit weniger Personal zu gestalten. Dies wurde unter anderem durch die Einführung des Fließbandes von Henry Ford begünstigt. Dabei greift Ford die Idee von Charles Babbage auf, der bereits in den dreißiger Jahren des Neunzehnten Jahrhunderts dazu überging bestimmte Arbeitsprozesse zu modularisieren. Die Grundidee dieser neuen Methode ist recht einfach zu verstehen: Jeder Arbeiter soll sich auf einen sehr kleinen Teil des Fertigungsprozesses spezialisieren. Durch diese Spezialisierung wird versucht das Arbeitstempo zu erhöhen. Der Arbeiter hat nie die Gelegenheit die Arbeit seinem Tempo anzupassen, sondern muss sich stets seinem Umfeld anpassen.
Im zwanzigsten Jahrhundert ereigneten sich für die Wirtschaft zwei Elementare Änderungen. Zum einen wechselte der Nachfragelastige Markt zu einen Angebotsüberhang. Die Betriebe mussten ihre Produktbreite erweitern um dem Markt weiterhin gerecht werden zu können. Der zweite Punkt besteht in der forschreitenden Globalisierung. Diese wurde durch verbesserte (schnellere und kostengünstigere) Transportmöglichkeiten und eine schnelle und weltweite Kommunikation sowie der zu Verfügung stehenden EDV begünstigt.
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Arbeit zitieren:
Daniel Brücher, 2003, Welche Chancen und Risiken haben die neuen Arbeitszeitmodelle für den Arbeitskraftunternehmer?, München, GRIN Verlag GmbH
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Einbetten
DOI
Flexible Arbeitszeitgestaltung - Arbeitszeitmodelle
BWL - Personal und Organisation
Hausarbeit, 40 Seiten
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