Bei GRIN registrieren oder einloggen

Jetzt registrieren
Für neue Autoren: kostenlos, einfach und schnell
Dies wird Ihr Benutzername, bitte geben Sie eine gültige E-Mail-Adresse an

Passwort vergessen


Neues Passwort anfordern
Postmoderne Moral close

Bitte warten

Bitte installieren Sie den Flash Player, wenn kein E-Book erscheint.

Postmoderne Moral

Seminararbeit, 2002, 16 Seiten
Autor: Susanne Drews
Fach: Soziologie - Klassiker, Grundlagen und Theorierichtungen

Details

Veranstaltung: PS. Gesellschaftsbegriffe der Soziologie
Institution/Hochschule: Universität Passau
Tags: Postmoderne, Moral, Gesellschaftsbegriffe, Soziologie
Kategorie: Seminararbeit
Jahr: 2002
Seiten: 16
Note: 2,3
Literaturverzeichnis: ~ 13  Einträge
Sprache: Deutsch

Archivnummer: V30887
ISBN (E-Book): 978-3-638-32053-5
ISBN (Buch): 978-3-638-78952-3
Dateigröße: 180 KB

Zusammenfassung / Abstract

Diese Hausarbeit soll sich mit dem Gesellschaftsbegriff der Postmodernen Gesellschaft unter dem Aspekt der postmodernen Moral beschäftigen. Es wird aber trotzdem nur bei einem kleinen Exkurs in die Postmoderne – Debatte bleiben, da der Begriff in fast allen Wissenschafts- und Lebensbereichen auftaucht und es somit zu weit führen würde, auf alle diese Bereiche einzugehen. Somit beschränkt sich diese Arbeit auf einige wichtige Vertreter und Schlüsselbegriffe der Postmoderne, genauer untersucht wird dabei der Aspekt der postmodernen Moral bei Zygmunt Bauman.


Textauszug (computergeneriert)

Universität Passau
Lehrstuhl für Soziologie
PS. Gesellschaftsbegriffe der Soziologie

Postmoderne Moral

von: Susanne Drews

 


Gliederung

1. Einleitung S. 3

2. Zum Ausdruck “Postmoderne” S.3

3. Postmoderne als Problematik S.4

3.1. Pluralität S.4
3.2. Differenzierung sozialer Ungleichheiten S.6
3.3. Wertproblematik S. 6

4. Ein Prophet der Postmoderne - J.F. -Lyotard S. 7

5. Zum Begriff „Moral“ S. 8

6. Plädoyer für postmoderne Moral -Z.Bauman S. 10

6.1. Postmoderne moralische Krise S.10
6.2. Die Unordnung aushalten S. 12
6.3. Postmoderne Einsicht S.14

7. Schluß S. 15

8.Bibliographie S. 16


 

Einleitung

Diese Hausarbeit soll sich mit dem Gesellschaftsbegriff der Postmodernen Gesellschaft unter dem Aspekt der postmodernen Moral beschäftigen. Es wird aber trotzdem nur bei einem kleinen Exkurs in die Postmoderne – Debatte bleiben, da der Begriff in fast allen Wissenschafts- und Lebensbereichen auftaucht und es somit zu weit führen würde, auf alle diese Bereiche einzugehen. Somit beschränkt sich diese Arbeit auf einige wichtige Vertreter und Schlüsselbegriffe der Postmoderne, genauer untersucht wird dabei der Aspekt der postmodernen Moral bei Zygmunt Bauman.

2. Zum Ausdruck „Postmoderne“

Vor einigen Jahren tauchte der Ausdruck „Postmodern“ auf und wurde auch oft verwendet, doch weiß keiner so recht, wovon man eigentlich spricht, wenn man „Postmoderne“ sagt. Der Ausdruck sollte anzeigen, dass wir nicht mehr in der Moderne, sondern in einer Zeit nach der Moderne leben. Die „Postmoderne“ ist eine Bestimmung der Gegenwart. Der Anwendungsbereich des Ausdrucks „Postmoderne“ ist sehr unterschiedlich. Als Ursprung der Potmoderne gelten die künstlerischen und politischen Umbrüche der 1960er Jahre in den USA. Erstmals gebraucht wurde der Begriff „Postmoderne“ von Dichter und Philosoph Rudolf Pannwitz, bei dem sich der Ausdruck sehr früh schon finden läßt, bereits 1917. Er redete über „postmoderne Menschen“ in „Die Krisis der europäischen Kultur. “Er versucht den Menschen als „Vollender des Kosmos“ zu verstehen und im Anschluss an Nietzsche fordert er eine postmoderne Überwindung des Nihilismus und der Dekadenz durch den „Übermenschen“.

Später taucht der Ausdruck 1934 ganz anders auf, bei einem spanischen Literaturwissenschaftler Federico de Oniz. Bei ihm bedeutet „Postmoderne“ eine kurze Periode im Bereich der Literatur. Am bekanntesten ist die Postmoderne in der Architektur 1975 geworden, obwohl sie sich erst ziemlich spät durchsetzte. Charles Jencks hat den Begriff von der Literatur auf die Architektur übertragen. Postmoderne Architektur ist dadurch gekennzeichnet , dass sie „mehrsprachig“ ist und diese Architektursprachen gleichzeitig verwendet. So spricht sie traditionelle und moderne , elitäre und populäre Benutzer und Betrachter an. In der Soziologie taucht der Ausdruck “postmoderne Gesellschaft“ erstmals 1968 bei Amitai Etzioni auf. Seiner Ansicht nach endete die moderne Zeit mit dem Zweiten Weltkrieg und mit der radikalen Transformation der Kommunikations- , Wissens- und Energietechnologien. Er stellte sich eine aktive , postmoderne Gesellschaft vor, die sich „selbst im Griff“ („theory of societal self-control“1) hat . Vor allem in den Geschichtswissenschaften und in der Soziologie bezeichnet der Begriff Postmoderne, soziale und kulturelle Entwicklungen, Verschiebungen, Verwerfungen und Brüche . Die Vertreter der Postmoderne, wie Gianni Vattimo, Zygmunt Bauman und Wolfgang Welsch, meinen in der sozialen Entwicklung „Symptome einer Zeitenwende“ zu erkennen, andere wie Alain Touraine , Antony Giddens und Ulrich Beck lehnen den Postmoderne- Begriff aus verschiedenen Gründen ab.

3. „Postmoderne“ als Problematik

Die Postmoderne, als eine völlig neue Zeit, die die Spätmoderne ablöst , ist problematisch aufzufassen. Es ist unmöglich von einer rein postmodernen Zeit zu sprechen, weil in unserer Zeit vormoderne , moderne und postmoderne Strömungen in der Politik , Wissenschaft und Kunst zusammenwirken. „Postmoderne“ signalisiert einen Wandlungsprozess, sie betrifft soziologische, ökonomische, technologische, wissenschaftliche und philosophischen Bereiche. Welsch hat die Postmoderne als Verwirklichung moderner Demokratisierungsprojekte aufgefasst : „Postmoderne ist so der Zustand, in dem die Moderne nicht mehr reklamiert werden muss, sondern realisiert wird.“ 2

3.1. Pluralität

Der Schlüsselbegriff der Postmoderne ist die Pluralität. Sie bestimmt unser Alltagsleben, unser Denken und Fühlen. Die Pluralität wird zur Grundverfassung und sie beginnt die Breite der Lebenswirklichkeit zu bestimmen, sie wird dominant und obligatorisch. Pluralität wurde schon von der Moderne entdeckt, aber sie kam nicht zum Tragen. Pluralität kann als Radikalisierung eines Grundzugs der Moderne verstanden werden. Diese Pluralität ist in der Postmoderne vielfältiger und einschneidender geworden.

[...]


1 A.Etzioni, The Active Society. A Theory of Societal and Political Processes, London , Collier-Macmillan, N.Y., The Free Press,1968, S.6.

2 W.Welsch, Unser postmoderne Moderne, Weinheim,1991 (3.Aufl.),S.36


Kommentare

Bisher keine Kommentare

Kommentar hinzufügen

Andere Nutzer haben sich auch für folgende Titel interessiert:


Dieser Text kann über folgende URL aufgerufen und zitiert werden:

http://www.hausarbeiten.de/e-book/30887/postmoderne-moral
please wait Bitte warten