Effizienzsteigerungen durch RFID in Produktion und Logisitik
von: Ulrich Tonner
Inhaltsverzeichnis
1 Vorbemerkungen 5
1.1 Problemstellung 5
1.2 Definitionen RFID, Effizienz, Produktion und Logistik 5
1.3 Gang der Arbeit 6
2 Technische Grundlagen 7
3 RFID vs. Barcode 9
4 Effizienzsteigerungen durch RFID 11
4.1 Effizienzsteigerungen im Bereich Logistik 11
4.2 Effizienzsteigerungen im Bereich Produktion 16
5 Anwendungsbeispiele aus der Praxis 18
5.1 RFID im Behältermanagement der Volkswagen AG 18
5.2 RFID in der Gefahrgutlogistik 20
6 Fazit und kritische Würdigung 21
7 Literaturverzeichnis 24
1 Vorbemerkungen
Identifizierung von Objekten ist ein Thema, das in vielen Wirtschaftsbereichen eine wichtige Rolle spielt. Mit der Identifizierung erhält man Informationen über Art, Menge und Aufenthaltsort. Die Verfügbarkeit dieser Informationen bedeutet eine entscheidende Voraussetzung für effizientes Arbeiten und damit für Erfolg. Daher ist man bestrebt, die Informationen möglichst schnell und fehlerfrei zu erhalten. Einen Schritt in diese Richtung geht man mit automatischen Identifikationssystemen, wie RFID. In dieser Arbeit soll in den Bereichen Produktion und Logistik untersucht werden, ob sich die neue Technologie sinnvoll einsetzen lässt und ob sie zu den gewünschten Verbesserungen führt.
1.1 Problemstellung
Immer stärkere Konkurrenz macht es notwendig, bestehende Prozesse und Arbeitsweisen zu überdenken und auf mögliche Optimierungspotentiale zu überprüfen. Die bisherige n Instrumente in der Logistik und der Produktion zur Vereinfachung und Automatisierung von Prozessen, insbesondere der Barcode, und stoßen an ihre Grenzen. „Trotz allem sind noch ,unidentifizierbare’ Objekte unterwegs, weil die bis dato existierenden Möglichkeiten der Identifikation aus verschiedenen Gründen für manche Applikation nicht ausreichten.“1 Die schnelle Verfügbarkeit von Informationen ist heute Bedingung für Erfolg. Dagegen müssen Fehler auf eine Toleranz von Null reduziert werden. Verzögerungen in der Produktion oder Logistik können Umsatzeinbußen bedeuten, aber auch die Gefährdung der Existenz aufgrund von hohen Vertragsstrafen. Hier sind moderne Identifikationssysteme, wie die RFID-Technologie, besser in der Lage, Fehler zu vermeiden und Arbeitsabläufe effizienter zu gestalten. In den folgenden Kapiteln soll gezeigt werden, wo und inwieweit der Einsatz dieser neuen Technologie Vorteile bringt und wirtschaftlich sinnvoll ist.
1.2 Definitionen RFID, Effizienz, Produktion und Logistik
Die Abkürzung RFID steht für die englische Bezeichnung Radio Frequenzy Identification und bedeutet das berührungslose Aussenden einer Kennung und weiterer Informationen über Funkwellen zur Identifikation. Der RFID-Chip (auch „Transponder“ oder „Tag“ genannt) besteht aus einem Microchip, der die gespeicherten Informationen enthält, und einer Antenne. Auf Anforderung sendet der Transponder die in ihm gespeicherten Informationen an ein Lesegerät. Bei den gängigsten Chips bestehen die Informationen aus dem sogenannten EPC (Electronic Product Code), der eine eindeutige Identifizierung eines Produktes ermö glicht und der Chip-ID, die eine eindeutige Identifizierung des Tags erlaubt. Der Austausch der Daten findet automatisch statt und bedarf keines Eingriffs durch den Menschen.2
Eine detailliertere Erklärung der RFID-Systeme folgt in Kapitel 2. Unter Effizienz versteht man das Erzielen eines möglichst hohen Produktionsergebnisses bei einem gegebenen Mitteleinsatz. 3 Unter Produktion versteht man die Synthese der Produktionsfaktoren Arbeitskraft, Werkstoffe und Betriebsmittel sowie deren Organisation durch den dispositiven Faktor zur Erstellung von Gütern. 4 Mit dem Begriff Logistik ist gemeint, dafür Sorge zu tragen, dass ein Produkt in der richtigen Menge, dem richtigen Zustand, zur richtigen Zeit, am richtigen Ort zu möglichst niedrigen Kosten verfügbar ist.5 Zu den dafür notwendigen Arbeiten gehören der Transport, die Umladung, die Kommission und die Verpackung der Güter.6
1.3 Gang der Arbeit
Als erstes sollen die technischen Grundlagen dargestellt werden, die notwendig sind, um die Potentiale der RFID-Systeme verstehen zu können. Dem folgt ein Vergleich des heute am weitesten verbreiteten Systems, dem Barcode, mit den Eigenschaften von RFID. Darauf aufbauend werden die möglichen Effizienzsteigerungen durch RFID im Vergleich zur bisherigen Lösung in der Logistik und der Produktion dargestellt. Anschließend wird anhand von zwei Beispielen gezeigt, wie schon heute das moderne Identifikationssystem in der Praxis eingesetzt wird. Zum Schluss werden aufgrund der gewonnenen Erkenntnisse ein Fazit gezogen und eine Einschätzung abgegeben, inwieweit sich RFID in der Praxis bewähren wird.
An dieser Stelle wird darauf hingewiesen, dass sich die verfügbaren Quellen größtenteils mit der Datenschutzproblematik von RFID im Einsatz mit Kontakt zum Endkunden befassen. Zu dem Thema RFID gibt es nur ein Buch7, so dass diese Arbeit fast ausschließlich Quellen aus dem Internet oder Zeitschriftenartikel und –aufsätze als Grundlage hat. Diese haben jedoch die Eigenschaft, auch aufgrund ihrer Kürze von selten mehr als zwei Seiten nicht immer sehr in die Tiefe zu gehen. Einzelne Prozesse werden zwar benannt, aber nicht detailliert beschrieben.
2 Technische Grundlagen
[...]
1 O.V., RFID in der Logistik, in: Distribution, 11-12/2001, S.25.
2 Vgl. Rüweler u.a.: RFID FAQ, URL: http://www.foebud.org/rfid/rfidfaq/de, 2004.
3 Vgl. Detsch, Roland, in: Microsoft Encarta Enzyklopädie Professional 2004 DVD, Stichwort Effizienz, 2003.
4 Vgl. Gabler Wirtschafts-Lexikon auf CD-ROM, Stichwort Produktion, 2001.
5 Vgl. Gabler Wirtschafts-Lexikon auf CD-ROM, Stichwort Logistik, 2001.
6 Vgl. Bald, RFID in der Wertschöpfungskette von Konsumgütern, in Handel im Fokus – Mitteilungen des IfH, 2004, S. 96.
7 Finkenzeller: RFID-Handbuch, 2002.
Arbeit zitieren:
Ulrich Tonner, 2004, Effizienzsteigerungen durch RFID in Produktion und Logisitik, München, GRIN Verlag GmbH
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