Inhalt
1 Einstieg in die Thematik Konfliktlösung / Mediation
1.1 Definition des Begriffs Konfliktlösung. 3
1.2 Was ist Mediation? 3
2 Anwendungsbereiche der Mediation. 3
3 Besondere Merkmale der Mediation
3.1 Die Rolle des Mediators. 4
3.2 Die sieben Stufen des Prozesses 4
3.3 Grundlegende Methoden. 5
4 Gewaltfreie Kommunikation (GfK)
4.1 Allgemeines. 5
4.2 Beispie l für lebensentfremdende Kommunikation. 6
4.3 Beispiel für Gewaltfreie Kommunikation. 6
4.4 Fazit: Gewaltfreie Kommunikation als Mittel der Mediation 7
Quellenangabe 8
2
1. Einstieg in das Thema Konfliktlösung / Mediation
Im Zusammenhang dieser Darstellung sind lediglich die Konflikte von Relevanz, die zwischen mindestens zwei Personen stattfinden und als soziale Konflikte bzw. interpersonale Konflikte bezeichnet werden können. Intrapersonale Konflikte, finden dagegen innerhalb einer Person statt, werden hier keine größere Beachtung finden und auch nicht in der folgenden Definition miteinbezogen werden (vgl. Beck/Schwarz 1995:34).
1.1 Definition des Begriffs Konfliktlösung:
Das Wort Konfliktlösung besteht aus zwei Teilen: Konflikt und Lösung. Konflikt ist aus dem Lateinischen Wort ‚confligere’ abzuleiten, was soviel bedeutet wie (etwas) laut aufeinander- gegeneinanderschlagen (vgl. aaO:21). Somit impliziert das Wort in seiner Wurzel den Zündstoff und die Explosivität, die einem Konflikt innewohnen. Diese sind, je nach Art des Konfliktes, von unterschiedlicher Intensität und können durchaus im Verborgenen bleiben.
Soziale Konflikte sind Spannungssituationen zwischen mindestens zwei Parteien, die miteinander in Beziehung (Interaktion) treten. Die Spannung beruht auf scheinbaren oder realen Unvereinbarkeiten im Denken, Wahrnehmen, Fühlen, Wollen und/oder Handeln. Im Konfliktfall empfindet wenigstens eine Seite die andere als Beeinträchtigung ihrer eigenen Interessen (vgl. aaO:22f).
Der zweite Teil des festzulegenden Begriffs ist Lösung. Lösung impliziert drei verschiedene Bedeutungs-kategorien: 1. Ergebnis, Resultat 2. Übereinstimmung, Einigung, Einvernehmen 3. Auflösung, Beilegung, Beendigung.
Im Zusammenhang mit dem Wort Konflikt, bedeutet dies, dass eine (erfolgreiche) Konfliktlösung erfolgt, wenn die Spannungen zwischen den gegnerischen Parteien zu einer Auflösung/Beendigung gelangen (Konfliktauflösung). Damit es zu dieser Auflösung kommen kann, muss zuvor jedoch erst ein Ergebnis (Lösung) gefunden werden, welches beiden Parteien ermöglicht, ihre persönlichen Interessen weiterhin in vollem oder in eingeschränktem, aber als akzeptabel empfundenem Maße, weiterhin wahrnehmen zu können. Dieses Ergebnis bedarf der Zustimmung beider Parteien.
Es muss also eine Übereinstimmung, ein gegenseitiges Einvernehmen gegeben sein. Diese Übereinstimmung kann durch einen Kompromiss erfolgen. Das bedeutet, dass jede Partei sich bereit erklärt, ihre Ansprüche auf ein bestimmtes Maß zu reduzieren um eine Überschneidung mit den Interessen der anderen Partei zu vermeiden.
Eine andere Möglichkeit ist, dass eine Übereinstimmung dadurch erfolgt, dass eine völlig neue Lösungsmöglichkeit erkannt wird, die beiden Parteien volle Ausübung ihrer Interessen ermöglicht, ohne in Überschneidung mit den Interessen der anderen zu kommen.
1.2 Was ist Mediation
Der Begriff kommt aus dem Englischen und bedeutet Vermittlung. Zwei Streitparteien setzen sich mit einem sog. Mediator (Vermittler) zusammen. Der Mediator muss beiden Parteien gegenüber neutral eingestellt sein. Seine/Ihre Aufgabe ist es, den Konfliktparteien zu helfen, eine für beide Seiten zufriedenstellende Einigung / Lösung in ihrer Streitsache zu finden. In der Fachsprache der Mediation wird diese als Win-Win-Lösung bezeichnet. Darunter versteht man eine Einigung, die sich für beide Seiten gewinnbringend auswirkt (vgl. Seidel Stephan 1998: II 3.c).
2 Anwendungsbereiche der Mediation
Mediation kann in zahlreichen unterschiedlichen Feldern eingesetzt werden. In privaten Streitigkeiten:
-Ehestreit, Scheidung, Sorgerecht,
-Nachbarschaftskonflikte, etc. ... Im beruflichen / schulischen Sektor:
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-Mobbing, Schwierigkeiten mit dem Vorgesetzten, Ärger unter Kollegen
-In Lehrer- Schüler Konflikten bzw. Schüler-Schüler Konflikten, etc. ... Im wirtschaftlichen Sektor:
-Streitigkeiten zwischen Unternehmen / Geschäftspartnern
-Arbeitgeber- Arbeitnehmer Uneinigkeiten In Umweltkonflikten:
Wenn z.B. der Bau eines Atomkraftwerks in der Nähe einer Stadt in Erwägung gezogen wird, werden viele verschiedene Interessensgruppen in dieser Angelegenheit involviert sein. Wirtschaftsinteressen treffen auf Interessen von Umweltschützern und Anwohnern. Wiederum werden Parteien und Politiker ihre eigenen Positionen durchsetzen wollen.
Dies ist der wahrscheinlich aufwendigste und am komplizie rtesten zu handhabende Bereich für Mediatoren. In diesem Konfliktfeld ist die Ausrichtung der Mediation auf juristische Vorgehensweisen unerlässlich. Die verschiedenen Konfliktparteien an einen Tisch zu bekommen und konstruktive Verhandlungen in Gang zu bringen, stellt in diesem Fall eine schwer zu erfüllende Aufgabe dar.
3 Besondere Merkmale der Mediation
3.1 Die Rolle des Mediators
Im Gegensatz zu Gerichtsverfahren, Schiedsgerichten und Schlichtungen, in denen Richter, Schiedsrichter und Schlichter Entscheidungsgewalt besitzen, darf der Mediator sich lediglich als „Brückenbauer“ verstehen. Dies bedeutet, dass er mögliche Entscheidungen weder aufzwingen noch aufzeigen darf. Die gesamte Entscheidungsgewalt liegt bei dieser Methode der Konfliktlösung in den Händen der Streitparteien (vgl. Proksch 1998:20).
Dagegen wird der Ablauf des Prozesses sowie Verhaltensregeln und weitere Rahmenbedingungen durch den Mediator bestimmt.
3.2 Die sieben Stufen des Mediationsprozesses
Stufe 1 (Vorphase):
Der Mediator erklärt beiden Parteien wie der Mediationsprozess vollzogen wird, welche Grundregeln dabei einzuhalten sind und wie seine Rolle als Vermittler zu verstehen ist. Den Beteiligten muss ein klares Bild über diese Methode vermittelt werden, damit sie entscheiden können, ob sie sich darauf einlassen wollen oder nicht. Mediation muss auf freiwilliger Basis aller Beteiligten geschehen. Diese Freiwilligkeit muss also grundlegend geklärt sein, bevor der Prozess beginnen kann. Stufe 2:
Zu Beginn des Vermittlungsprozesses muss ein sicherer Rahmen für Gespräche geschaffen werden (z.B. neutrale Räumlichkeiten). Die Beteiligten müssen sich daher zur Einhaltung der vom Mediator vorgegebenen Gesprächsregeln bereit erklären. Desweiteren können sich die Beteiligten auf weitere Regeln einigen. Stufe 3:
In dieser Phase werden alle wichtigen Informationen bezüglich des Konfliktes gesammelt. Am Ende sollen folgende Punkte geklärt sein:
-Welche Szenen haben sich zwischen den Parteien bezüglich des Konfliktes bereits abgespielt? Was ist bisher passiert?
-Wie werden diese Tatsachen aus der Sicht des jeweiligen Betroffenen wahrgenommen?
-Worin genau liegen die Unstimmigkeiten/Streitpunkte der Parteien? Stufe 4:
Nun werden die emotionalen Aspekte des Streites genauer betrachtet. Die Gefühle beider Seiten werden herausgearbeitet und transparent gemacht. Daraus lassen sich dann Wünsche und Interessen ableiten. Um Missverständnisse zu vermeiden, wiederholt jede Partei die Kernaussagen der Gegenseite und vergewissert sich somit, ob sie alles richtig verstanden hat.
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Arbeit zitieren:
Willfried Werner, 2004, Mediation als Mittel zur Konfliktlösung, München, GRIN Verlag GmbH
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Jüdisches Leben in Hamburg während der Weimarer Republik
Gesch. Europa - Deutschland - I. Weltkrieg, Weimarer Republik
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