Projektcontrolling
Fachhochschule
Nordostniedersachsen
Buxtehude
Lüneburg
Suderburg
von
Zengel, Bernitt, Jonas, Bade, Gerhardt, Linder, Willems
Wintersemester 2002/ 2003
Inhaltsverzeichnis Teil B
Inhaltsverzeichnis II
Darstellungsverzeichnis V
1 Zur Einführung 1
2 Projekte 1
2.1 Definition 1
2.2 Projektarten 2
2.3 Projektorganisation 3
2.4 Projektmanagement 4
2.5 Projektprozess 5
2.5.1 Projektvorbereitung 5
2.5.2 Projektdesign 6
2.5.3 Projektplanung 7
2.5.4 Projektauslösung 8
2.5.5 Projektdurchführung 8
2.5.6 Projektabschluss 9
3 Projektcontrolling 9
3.1 Aufgaben des Controlling 9
3.2 Dimensionen des Controlling 11
3.3 Koordinations- und Abwicklungsebene 14
4 Steuerung der Projekte durch Projektmanagement 18
4.1 Projektmanagement 18
4.1.1 Notwendigkeit eines Projektmanagements 19
4.1.2 Gefahren bei der Einführung eines Projektmanagements 22
4.2 Allgemeine Aufgaben des Projektmanagements 23
4.2.1 Erstellen einer klaren Projektbeschreibung 23
4.2.2 Welche Projekte passen zu der Unternehmensstrategie 23
4.2.3 Strategische Ausrichtung von Ressourcen 26
4.2.4 Zielgerichtete Koordinierung von Projekten 26
4.2.5 Transparenz über Aktivitäten und Kosten 28
4.2.6 Frühzeitiges Erkennen von Risiken 29
4.3 Der Einsatz von EDV im Projektmanagement 31
5 Aufbauorganisation 33
5.1 Grundformen der Aufbauorganisation 33
5.1.1 Linienorganisation 34
5.1.2 Stab-Linien-Organisation 35
5.1.3 Autonome Projekte 36
5.1.4 Matrix-Organisation 37
5.2 Interne Projektaufbauorganisation 39
5.2.1 Projektgruppe und Projektleiter 40
5.2.2 Anforderungen und Aufgaben eines Projektleiters 40
6 Projektplanung 41
6.1 Das Phasenkonzept 42
6.1.1 Phasenweises Vorgehen versus pragmatisches Vorgehen 43
6.1.2 Definition und Merkmale der Projektphase 45
6.1.3 Anforderungen an Phasenkonzepte 45
6.1.4 Meilensteine im Phasenmodell 46
6.1.5 Kostenanfall und -beeinflussung in den einzelnen Projektphasen 47
6.1.5.1 Investitionsprojekte 47
6.1.5.2 Forschungs- und Entwicklungsprojekte 48
6.1.5.3 Organisations- / DV-Projekte 50
6.1.6 Exkurs: Projektmanagement im Sinne des Simultaneous Engineering 51
6.1.6.1 Definition: Simultaneous Engineering 51
6.1.6.2 Leitsätze des Simultaneous Engineering: 52
6.1.6.3 Parallelisieren 53
6.1.6.4 Standardisieren 53
6.1.6.5 Integration im Produktentstehungsprozess 53
6.1.6.6 Aufbauorganisation und Projektmanagement 54
6.1.6.7 Mitarbeiter 54
6.2 Ablauf- und Terminplanung 54
6.2.1 Projektstrukturplan (PSP) 55
6.2.1.1 Aufbaustrukturen des Projektstrukturplans 56
6.2.1.2 Codierung des Projektstrukturplans 58
6.2.2 Aktivitätenliste 59
6.2.3 Netzplantechnik 60
6.2.3.1 Vorgangs-Beziehungen 60
6.2.3.2 Terminplanung 61
6.2.3.3 Netzplanarten 64
6.2.3.4 Erstellung eines Netzplans 66
6.2.3.5 Meilensteine 68
6.2.3.6 Vor- und Nachteile der Netzplantechnik 69
6.2.4 Balkendiagramm 69
6.3 Kapazitätsplanung 70
6.3.1 Bedarfsermittlung 71
6.3.2 Gegenüberstellung von Bedarf und Verfügbarkeit 72
6.3.3 Kapazitätsabgleich 72
6.4 Kostenplanung 73
6.4.1 Kostenschätzmethoden 73
6.4.1.1 Expertenmeinungen 73
6.4.1.2 Top-down-Planung 74
6.4.1.3 Bottom-up-Planung 74
6.4.2 Kalkulationsarten 75
6.4.2.1 Die Vor- und Angebotskalkulation 76
6.4.2.2 Die mitlaufende Kalkulation 76
6.4.2.3 Die Nachkalkulation 76
6.4.3 Projektvorfeld 76
6.4.4 Detaillierte Kostenplanung 77
6.4.4.1 Projektgesamtkosten 77
6.4.4.2 Zeitlicher Kostenverlauf 77
6.5 Qualitätsplanung 79
6.6 Die Projektdokumentation 80
6.7 Das Berichtswesen 80
7 Projektkontrolle und –steuerung 81
7.1 Ist-Daten-Ermittlung und Soll-/Ist-Vergleich 81
7.2 Bedeutung der Kostenanalyse 82
7.3 Abweichungsanalyse 82
7.3.1 Bedeutungsanalyse 82
7.3.2 Bedeutungsbeurteilung 82
7.3.3 Mögliche Abweichungsursachen 82
7.3.4 Maßnahmenentscheidung 83
8 Methoden und Verfahren im Projektmanagement 84
8.1 Situationsanalyse 84
8.1.1 Portfolio 84
8.1.2 Erfahrungs-Kurven-Konzept 87
8.1.3 Lebenszyklus-Konzept 89
8.1.4 ABC-Analyse 91
8.1.5 SWOT – Analyse 92
8.2 Prognose 93
8.2.1 Panel-Befragung 93
8.2.2 Delphi – Methode 94
8.3 Problemlösung 95
8.3.1 Brainstorming 95
8.3.2 Methode 635 96
8.4 Entscheidung 97
8.4.1 Nutzwertanalyse 97
8.4.2 Wirtschaftlichkeitsrechnung 99
9 Menschenführung im Betrieb 101
9.1 Der Mensch im Betrieb 101
9.1.1 Der Mensch als Produktionsfaktor 101
9.1.2 Was ist Motivation? 102
9.1.3 Die Anreiz-Beitrags-Theorie von Simon 103
9.1.4 Die Theorie der Leistungsmotivation 104
9.1.5 Die Maslow’sche Bedürfnispyramide 106
9.1.6 Herzbergs Motivatoren 107
9.1.7 Die Instrumentalitätstheorie von Vroom und Porter/Lawler 108
9.2 Die Gruppe im Betrieb 110
9.2.1 Die Kommunikation in der Gruppe 110
9.2.2 Konflikte in der Gruppe 112
9.3 Führungsstile 114
9.4 Managementprinzipien und -systeme 117
9.5 Der situative Ansatz der Führungsgestaltung 121
10 Projektabschluss und Fazit 125
11 Aufgabe 126
11.1 Problemanalyse 126
11.2 Projektdefinition 127
11.3 Projektmanagement 128
11.4 Projektplanung 129
11.5 Allgemeine Fragen zur Finanz-, Kosten-, Kapazitäts- und Qualitätsplanung 130
11.6 Menschenführung im Betrieb 130
12 Lösungen zur Aufgabe 131
12.1 Problemanalyse 131
12.2 Projektdefinition 132
12.3 Projektmanagement 132
12.4 Projektplanung 134
12.5 Allgemeine Fragen zur Finanz-, Kosten-, Kapazitäts- und Qualitätsplanung 137
12.6 Menschenführung im Betrieb 138
Literatur- und Quellenverzeichnis 139
Darstellungsverzeichnis Teil B
Darstellung 1: Der Projektprozess 5
Darstellung 2: Dimensionen des Controlling 11
Darstellung 3: Projektcontrolling im Spannungsfeld von Investitionsentscheidungen und Projektmanagement 14
Darstellung 4: Der Projektablaufsplan (Project Flow Chart) 15
Darstellung 5: Der verlängerte Arm der Geschäftsleitung 19
Darstellung 6: Effekte des Projektmanagements 22
Darstellung 7: Kapazitätsbetrachtung im „Mehr-Projekt-Fall“ 26
Darstellung 8: Beispiel für die Zusammenführung mehrerer Projekte 27
Darstellung 9: Klassifizierung von Projektrisiken 30
Darstellung 10: Möglichkeiten der Risikoverteilung 30
Darstellung 11: Funktionsorientierte Aufbauorganisation 34
Darstellung 12: Beispiel einer Linienorganisation 35
Darstellung 13: Beispiel einer Stab-Linien-Organisation 36
Darstellung 14: Autonome Projektorganisation im Unternehmen 37
Darstellung 15: Matrix-Organisation als Form der Projektorganisation 38
Darstellung 16: Phasenmodelle, Netzpläne und Strukturpläne im Zusammenhang 43
Darstellung 17: Projektergebnisse im Zeitablauf 44
Darstellung 18: Einsparungsmöglichkeiten von Projektkosten in Funktion von Projektphase bzw. Ablaufdauer nach Menckhoff 47
Darstellung 19: Vergleich rein sequentieller Prozesse mit Simultaneous Engineering 52
Darstellung 20: Traditioneller Produktentstehungsprozess und Simultaneuos Engineering 52
Darstellung 21: Aufbau eines Projektstrukturplanes 55
Darstellung 22: Objektorientierter Projektstrukturplan 57
Darstellung 23: Funktionsorientierter Projektstrukturplan 57
Darstellung 24: Beispiel PSP-Codierung 58
Darstellung 25: Beispiel PSP Codierung 59
[...]
1 Zur Einführung
Verfasser: Silvia Bade & Sabine Hoyer
Diese Vorlesungsunterlage zum Fach Projektcontrolling im Hauptstudium beginnt mit einem Überblick zu Projekten und Projektcontrolling. Anschließend folgt die Steuerung der Projekte durch Projektmanagement sowie die Aufbauorganisation mit Grundformen und interner Projektaufbauorganisation. Die Projektplanung gliedert sich in Phasenkonzept mit Exkurs Projektmanagement im Sinne des Simultaneous Engeneering, Ablauf- und Terminplanung mit Projektstrukturplan, Aktivitätenliste, Netzplan und Balkendiagramm, Kapazitätsplanung, Kostenplanung, Qualitätsplanung, Projektdokumentation und Berichtswesen. Der auf die Planung folgende Abschnitt beschäftigt sich mit der Projektkontrolle und -steuerung inklusive Abweichungsanalysen. Die Methoden und Verfahren im Projektmanagement beziehen sich auf die Situations-Analyse, Prognose, Problemlösung und Entscheidung. Das Kapitel Menschenführung im Betrieb behandelt neben Motivationsmodellen die Gruppe im Betrieb, Führungsstile, Managementprinzipien und -systeme sowie den situativen Ansatz der Führungsgestaltung.
Am Ende der Vorlesungsunterlage ist eine Aufgabe über den hier behandelten Stoff mit Lösungsvorschlägen angehängt.
2 Projekte
Verfasser: Frank Willems
Allgemein verbindet man den Begriff „Projekt“ mit einer zu verrichtenden Tätigkeit die im großen Rahmen stattfindet. Der Begriff als solches und die Durchführung von Projekten entstammt nicht erst der Neuzeit. Seit Entstehung der ersten Zivilisationen vor tausenden von Jahren haben Menschen Projekte durchgeführt. Biblische Überlieferungen erzählen uns von den wohl ersten menschlichen Projekten, die durchgeführt wurden. Seitdem wurde die Geschichte durch eine Vielzahl von großen weiteren Projekten bestimmt.
Historische Projektbeispiele:
2.1 Definition
Nach der deutschen Industrienorm (DIN) 69 901 ist der Begriff „Projekt“ definiert als:
„Vorhaben, das im wesentlichen durch Einmaligkeit der Bedingungen in ihrer Gesamtheit gekennzeichnet ist, wie z.B. Zielvorgabe, zeitliche, personelle oder andere Begrenzungen, Abgrenzungen gegenüber anderen Vorhaben und eine projektspezifische Organisation.“
Die Kennzeichen eines Projektes sind demnach:
Neben diesen DIN-Definitionen gibt es noch weitere typische Merkmale:
Kurzgefasst und praxisnah bedeutet dies:
Ein Projekt ist ein einmaliges Vorhaben einer komplexen Aufgabenausführung.
Um zu gelingen, bedürfen Projekte immer einer guten Projektorganisation und eines hervorragenden Projektmanagements. Auf diese beiden Themen wird hier später noch näher eingegangen.
2.2 Projektarten
Auch in unserer Zeit werden eine Vielzahl von Projekten abgewickelt, die in den meisten Fällen in 3 Arten einzuteilen sind:
Persönliche Projekte
Im Laufe eines Menschenlebens gibt es für jeden üblicherweise eine Reihe von größeren oder kleineren Projekten:
Auch für diese Projekte gilt in gewisser Form der Definitionsbegriff des Projektes, weil sie auch eine gekonnte Projektorganisation und ein gelungenes Projektmanagement erfordern.
[....]
1 Vgl. Schilling, G., Projektmanagement, 2000, S. 14-15.
2 Vgl. Schelle, H., Projekte, 2001, S. 29.
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Tom Zengel, Tom Zengel, Anne Bernitt, Heiko Jonas, Silvia Bade, Thomas Gerhardt, Daniela Linder, Frank Willems, 2003, Projektcontrolling, München, GRIN Verlag GmbH
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