1 Definition der MS. 3
Verteilungsmuster der MS. 3
2 Ursachen der MS. 4
2.1 Was löst die MS-Erkrankung aus? 4
2.2 Wie wird das Nervensystem bei MS beschädigt? 5
3 Die Krankheitserscheinungen bei MS. 6
3.1 Verlaufsformen der MS. 6
3.2 Krankheitssymptome bei MS. 7
4 Diagnosemethoden. 8
5 Therapiemöglichkeiten bei der MS 8
5.1 Kausale Therapie. 8
5.2 Symptomatische Therapie 10
6 Neueste Entwicklungen. 10
7 Quellenverzeichnis 11
1 Definition der MS.
Die Multiple Sklerose ist eine entzündliche Erkrankung des zentralen Nervensystems. Diese
Entz ündung tritt im Gehirn und/oder im Rückenmark an unterschiedlichen Stellen auf und
zerst ört die Markscheiden der Nerven. Daher leitet sich auch der erste Teil des Namens ab:
Multipel ist das lateinische Wort für „viel“, „mehrfach“ Sklerose ist das griechische Wort für
„hart“ und man benutzt es um zu verdeutlichen, dass nach Abklingen der Entzündung harte
Narben zurückbleiben.
Verteilungsmuster der MS.
Am häufigsten werden junge erwachsene Frauen von der MS befallen. Das durchschnittliche
Alter für ihr Auftreten wird in der Literatur mit 20 bis 40 Jahren angegeben, wobei das Ver-
h ältnis der Anzahl der erkrankten Frauen zu der Anzahl der erkrankten Männer 2:1 ist. Mul-
tiple Sklerose ist nördlich des 46. Breitengrades in Europa und Nordamerika eine der häufigs-
ten neurologischen Krankheiten. Die Anzahl der Patienten auf 100.000 Einwohner nimmt in
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Nord-Süd-Richtung ab. Da aber auch von vielen Erdregionen keine derartigen Untersuchungsergebnisse vorliegen, sind diese Tatsachen für die Erforschung der Krankheit eher weniger förderlich. Ist die MS erblich oder ansteckend?
Im engeren Sinn spricht man von einer Erbkrankheit wenn 25% der nächsten Generation von der Krankheit befallen werden oder, wenn eineiige Zwillinge mit einer Wahrscheinlichkeit von 100% gemeinsam an der Krankheit erkranken.
Die Zahlen, die für die Multiple Sklerose vorliegen, sind aber folgende: Die Wahrsche inlichkeit an MS zu erkranken, wenn kein anderer Fall in der Familie bekannt ist, beträgt 0.1%. Wenn die Eltern an MS leiden, erhöht sich das Risiko für die Kinder auf 0,5%. Das ist zwar 5mal so hoch, aber in absoluten Zahlen bedeutet es, dass von 1000 Kindern MS-kranker Eltern nur fünf tatsächlich auch an MS leiden. Die Wahrscheinlichkeit, dass beide eineiige Zwillinge gemeinsam erkranken, beträgt bei der MS nicht mehr als 26%. Diese Zahlen zeigen auf, dass ein gewisser Erbfaktor bei der Übertragung von MS eine Rolle spielt, er ist aber auf keinem Fall ausschlaggebend für die Auslösung der Krankheit. Die Frage nach der Ansteckungsgefahr durch einen MS-Patienten muss eindeutig verneint werden. Studien haben ergeben, dass Personen, die zu einem engen Verhältnis zu MS-Kranken stehen, sogar weniger von MS befallen werden. Mit Sicherheit ist diese Tatsache nur ein Zufall, aber der Beweis, dass MS nicht ansteckend ist, ist eindeutig.
2 Ursachen der MS.
2.1 Was löst die MS-Erkrankung aus?
Die genaue Herkunft und somit auch die exakten Ursachen der MS sind bisher nicht bekannt. Sicher ist jedoch, dass die Krankheit ohne eine virale Komponente nicht ausgelöst werden kann. Es gibt heute einige Theorien über die Ursache der Krankheit, die alle immer noch unter heftiger Diskussion stehen. Zunächst wurde vermutet, dass Multiple Sklerose eine Slow-Virus-Infektion ist. Unter einer Slow-Virus-Infektion versteht man eine Virusinfektion bei der der Erreger das ZNS befällt, aber keine akute Entzündung der Gehirnhaut oder andere akute neurologische Symptome. Ein solcher Virus führt erst nach Jahren zu einer neurologischen Krankheit. Diese Slow-Virus-Theorie trat jedoch wieder in den Hintergrund, da solche Erkrankungen sehr oft anders verlaufen als die MS. Die Theorie, die auch heute noch als die
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Standhafteste gilt, ist die Autoimmuntheorie. Sie hebt sich deutlich von der Slow-Virus-Theorie ab, da sie unter anderem durch Tierversuche, die in den 30er Jahren begonnen wurden, bekräftigt wurde. Bei diesen Versuchen hat man den Versuchstieren körperfremdes Myelin injiziert. So hat man bei den Tieren zunächst eine allergische Entzündung der Gehir nhaut(EAE) erzeugt. Bei dieser experimentellen Krankheit haben sich dann MS-typische Herde im ZNS gebildet. Später hat man durch eine Änderung der Versuchsbedingungen eine chronische Krankheit (chronic relapsing EAE) erzeugt, die jetzt nicht nur die MS-Herde widerspiegelte sondern auch den ganzen Verlauf der Krankheit. Das injizierte Myelin wurde von den Lymphozyten der Tiere als fremd angesehen und wurde folglich vom Abwehrsystem angegriffen. Die EAE is t somit eine künstlich erzeugte Autoimmunerkrankung bei Versuchstieren. Da also die MS sehr ähnlich wie die EAE verläuft und, da man bei der MS Autoimmunreaktionen nachgewiesen hat, ist es so gut wie sicher, dass MS eine Autoimmunerkrankung ist. Doch es ist immer noch ungeklärt wieso das menschliche Immunsystem das eigene Myelin angreifen sollte. Da den MS -Patienten kein körperfremdes Myelin injiziert wurde, nimmt man an, dass es einen Erreger geben muss, der die Krankheit auslöst. Im laufe der Jahre wurden fast alle Arten von Erregern in Anbetracht gezogen, einen speziellen Erreger hat man aber noch nicht entdeckt. Es wäre auch möglich, dass eine ganze Reihe von Erregern unter bestimmten Bedingungen die Krankheit auslösen.
2.2 Wie wird das Nervensystem bei MS beschädigt?
Die Stellen im ZNS, die von der MS befallen werden, nennt man Plaques. Sie sind herdförmige, entzündliche Veränderungen der Markscheide. Man findet sie hauptsächlich im Hir nstamm, im Kleinhirn, im Rückenmark und in den Sehnerven.
Bei der Bildung der Plaques sind Entzündungszellen (Lymphozyten und Makrophagen) beteiligt. Sie sammeln sich an der betroffenen Stelle und dadurch schwillt und splittert sich die Markscheide auf. Somit können diese Entzündungszellen in die Markscheide gelingen um ihren Aufbau zu zerstören. Als Folge dieser Zerstörung verliert die Markscheide ihre wic htigste Aufgabe: Nervenimpulse können nur teilweise oder gar nicht mehr weitergeleitet werden. Dadurch kommt es zu Störungen vieler Körperfunktionen, die durch die betroffenen Nerven gesteuert werden. Das Gewebe, das diese betroffene Stelle umschließt, dringt schließlich ein und nach und nach bildet es Narbengewebe, das härter ist als das umgebende Nerve ngewebe. Gleichzeitig zu der Narbenbildung in einer Plaque beginnt auch ein anderer sehr wichtiger Vorgang: Bindegewebszellen, die in der Lage sind, Markscheide zu bilden, und
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Arbeit zitieren:
Lambrina Georgoula, 2003, Multiple Sklerose, München, GRIN Verlag GmbH
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