Inhalt
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1. Einführung 3
2. Die Geschichte der Realschule und ihr damaliger Bil 4
dungsauftrag
2.1. Anfänge und Weiterentwicklung bis zur Weimarer Re 4
publik
2.2. Die Entwicklung der Realschule nach 1945 ihr heutiger 6
Bildungsauftrag und ihr Bildungsangebot
3. Das Differenzierungskonzept 8
4. Veränderungen und Probleme im Schulsystem und Lö 10
sungsvorschläge
5. Tendenzen und Entwicklungen 14
6. Endbetrachtung 17
7. Literatur 18
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1. Einführung
Was ist das eigentlich, die Realschule? Welche Geschichte hat sie? Wie hat sie sich entwickelt und welche Aufgaben soll sie erfüllen? Auf diese Fragen werde ich versuchen, einzugehen. Aber nicht nur darauf, sondern auch auf ihren Bildungsauftrag und die Probleme, die an der Realschule existieren, werde ich eingehen.
Da ich nicht selbst dieses Thema gewählt habe, nehme ich an, daß ich mich mit der Realschule beschäftigen sollte, weil sie wahrschei nlich oft „übersehen“ wird innerhalb der Debatte um Schulformen in Deutschland. Die anderen Schulformen Gymnasium und Hauptschule haben im Moment und womöglich ebenso in der Zukunft mit Problemen zu kämpfen, die immer wieder in der Öffentlichkeit und den Medien dargestellt werden. Die Realschule bleibt dabei etwas außen vor, was vielleicht als glückliche Fügung angesehen werden kann, weil sie so fast ungestört arbeiten kann.
Mir erschien es sinnvoll, um das Phänomen Realschule gut darstellen zu können, mit ihrer Geschichte zu beginnen und von diesem Aspekt auf heutige Problemstellungen überzuleiten.
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2. Geschichte der Realschule und ihr damaliger Bildungs-
auftrag
2.1. Anfänge und Weiterentwicklung bis zur Weimarer Re-
publik
Bereits zu Anfang des 18. Jahrhunderts wurden Versuche unternommen, eine Schule den damals vorherrschenden pädagogischen Ideen entsprechend zu errichten. Eine dieser Ideen der damaligen Zeit war der pädagogische Realismus: Er setzte sich für die Übernahme der Realien, also die Fächer Naturkunde, Geographie und Geschichte, ein. Dies ist auch in Zusammenhang mit der beginnenden Industrialisierung und den damit verbundenen nötigen naturwi ssenschaftlichen Kenntnissen zu sehen. Die vorhandenen Schulen (Elementar-/Volksschule und Gymnasium) konnten den neu ent-standenen Bildungsbedürfnissen nicht gänzlich und angemessen Rechnung tragen.
An die Öffentlichkeit trat zum Beispiel Christof Semler im Jahre 1705 heran, als er Vorschläge zur Errichtung einer realistischen Schule unterbreitete. Aufgrund dieser Vorbemühungen war es ihm möglich, 1706 die Mathematische und Mechanische Realschule in Halle zu gründen. 1747 konnte unter Johann Julius Hecker in Berlin eine zweite Realschule entstehen, die den Charakter einer ökonomischmathematischen Realschule hatte und als Vorbild für weitere Realschulgründungen diente. In Preußen wurde durch die Allgemeinen Bestimmungen des Jahres 1872 der einheitliche Name „Mittelschule“ festgesetzt und für eine einheitliche Gestaltung des mittleren Schulwesens gesorgt. Damit sollte eine solide Ausbildung des Mittelstandes ermöglicht werden.
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Von der Mitte bis zum Ende des 19. Jahrhunderts erfuhr die Entwicklung dieser Schulart einen immensen Aufschwung.
Während am Gymnasium besonders auf die alten Sprachen Griechisch und Latein Wert gelegt wurde, nahm man an der Realschule auch die modernen Sprachen Englisch und Französisch in das Curriculum auf. Weiterhin trat an der Realschule der mathematischnaturwissenschaftliche Unterricht, im Gegensatz zum Gymnasium, in den Vordergrund. Die Pädagogen griffen auf die Veranschaulichung als didaktisches Mittel zurück, verlangten eine sorgfältige Berücksichtigung der wirklichen (realen) Welt und versuchten, durch Vermittlung mittels Apparaten, Modellen und Sammlungen ein Verständnis multipler Erscheinungen bei den Schülern zu erreichen (vgl. EXNER-SEEMANN S. 13). Trotzdem wurde der Bildungsauftrag der Realschule als ein allgemeinbildender angesehen. Sie sollte daher auf berufliche und gesellschaftliche Funktionen vorbereiten. So sprach zum Beispiel in Preußen das Ministerium die Empfehlung aus, auf die örtlichen beruflichen Möglichkeiten der Schüler bei der Erstellung des Lehrplanes Rücksicht zu nehmen. (vgl.
WOLLENWEBER S. 185) Zu Beginn des 20. Jahrhunderts wurde der Lehrplan so abgestimmt, daß ein Übergang auf ein humanistisches Gymnasium möglich war. Darüber hinaus wurde 1931 von den deutschen Ländern eine Vereinbarung getroffen, die das Zeugnis der mittleren Reife vereinhei tlichte und es als „Nachweis des Grades allgemeiner Bildung und geistiger Reife zur Voraussetzung für den Eintritt in Berufe oder Berufslaufbahnen der mittleren Stufe des Berufsausbaues“ auswies (zit. n. WOLLENWEBER S. 10). Es forderte einen zehnjährigen Bi ldungsgang, bei dem eine Allgemeinbildung vorgesehen war, die nicht unter der in der preußischen Mittelschule vermittelten lag. (vgl. WOLLENWEBER S.10/11). Die zehnjährige Schulzeit der Mittelschule ergab sich erst durch die Reorganisation des Schulwesens in
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Arbeit zitieren:
Claudia Rittig, 2000, Die Realschule - Geschichte, Gegenwart und Probleme, München, GRIN Verlag GmbH
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