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Entwicklungspsychologie des Kindes - Theoretische Zugänge und empirische Befunde

Hausarbeit, 2004, 25 Seiten
Autor: Mandy Hibbeler
Fach: Psychologie - Entwicklungspsychologie

Details

Kategorie: Hausarbeit
Jahr: 2004
Seiten: 25
Note: 2,5
Sprache: Deutsch

Archivnummer: V27290
ISBN (E-Book): 978-3-638-29377-8

Dateigröße: 447 KB
Anmerkungen :
Diese Arbeit ist im Rahmen meiner Diplomprüfung entstanden, die bei uns aus zwei schriftlichen und 12 mündlichen Prüfungen besteht, die zusätzlich zur eigentlichen Diplomarbeit abgelegt werden müssen.



Textauszug (computergeneriert)

Entwicklungspsychologie des Kindes –
Theoretische Zugänge und empirische Befunde

von: Mandy Hibbeler

8. Semester

 


Inhaltsverzeichnis

Einleitung S. 02

1. Begriffsklärung S. 02

2. Entwicklungstheorien S. 03

2.1. Biogenetische Entwicklungstheorien S. 04
2.2. Psychoanalytische Entwicklungstheorien S. 04
2.3. Reiz-Reaktions-Theorien S. 07
2.4. Kognitive Entwicklungstheorien S. 08
2.5. Informationsverarbeitungstheorie S. 10

3. Befunde S. 11

3.1. Sprachentwicklung S. 11
3.2. Geschlechtstypisierung S. 15
3.3. Moralentwicklung S. 18

4. Resümee S. 22

5. Literaturverzeichnis S. 24






Einleitung

Die vorliegende Arbeit beschäftigt sich mit der Entwicklungspsychologie des Kindes. Sie soll zum einen relevante Theorien der kindlichen Entwicklung darstellen, zum anderen auch zentrale empirische Untersuchungen und deren Befunde miteinbeziehen. Um in das Thema einzuführen möchte ich zu Beginn begriffliche Definitionen abhandeln. Die Begriffe Entwicklung/Entwicklungspsychologie und Kindesalter scheinen mir zentrale Begriffe zu sein, deren Verständnis ich vorab klären möchte. Im ersten Teil möchte ich verschiedene Gruppen der Entwicklungstheorien darstellen. Bedingt durch den Umfang der Arbeit, kann diese Darstellung keinen allumfassenden, aber ausreichenden Überblick darüber geben. Im zweiten Teil der Arbeit möchte ich zentrale empirische Befunde zu drei Entwicklungsbereichen, Sprachentwicklung, Geschlechtstypisierung und Moralentwicklung, hinzuziehen.

1. Begriffsklärung

Entwicklung/Entwicklungspsychologie

„Die Entwicklungspsychologie teilt das Schicksal anderer psychologischer Disziplinen, keinen einheitlichen und klar abgrenzbaren Forschungsgegenstand zu besitzen. Dieses Problem ist in der Sache begründet und durch Definitionsversuche nicht aus dem Weg zu räumen. Es gibt nämlich nicht die Entwicklungspsychologie, und damit einen einheitlichen Entwicklungsbegriff, sondern gleichzeitig mehrere Entwicklungspsychologien, die sich in ihrer Art, Forschungsprobleme zu formulieren und diese einer Untersuchung zugänglich zu machen, unterscheiden“ (vgl. Trautner, Band 1, S. 11). Die mir vorliegende Literatur bietet eine Fülle von verschiedenen Definitionen des Begriffs Entwicklung (vgl. Trautner, Band 1, S.41ff.). Ebenda findet sich auch ein Hinweis, dass die neuere Literatur aufgrund oben genannter Probleme weitgehend darauf verzichte, eine Definition von Entwicklung geben zu wollen. Dem möchte ich mich anschliessen und darauf verweisen, dass ich an späterer Stelle im Rahmen der Entwicklungstheorien verschiedene Interpretationen des Begriffs darstellen werde. Aufgrund des oben genannten Problems, dass es nicht die Entwicklungspsychologie gibt, ergibt sich auch die Schwierigkeit, diesen Begriff definitorisch zu umreissen. „Auf der allgemeinsten Ebene ist der Gegenstand der Entwicklungspsychologie zu-nächst der gleiche wie der Gegenstand der Psychologie generell: die Beschreibung und Erklärung sowie die Vorhersage und Kontrolle menschlichen Verhaltens und Erlebens. Das wesentliche Unterscheidungsmerkmal zu den anderen Disziplinen ist die ausdrückliche Thematisierung der Zeitvariablen, d.h. die Betrachtung des Verhaltens und Erlebens unter dem Aspekt ihrer Veränderungen über die Zeit.“ (Trautner, Band 1, S.12)

Kindesalter

Juristisch betrachtet wird als Kind bezeichnet, wer das 14. Lebensjahr noch nicht vollendet hat. In der Entwicklungspsychologie wird die Zeit bis zum Eintritt in die Pubertät als Kindheit bezeichnet, welcher zwischen 12 und 14 Jahren angesiedelt wird. Zusätzlich erfolgt eine Unterteilung in zwei Abschnitte, die frühe Kindheit von der Geburt bis zum Ende des zweiten oder dritten Lebensjahres (vgl. Oerter/Montada, S. 167), und die Kindheit vom etwa vierten bis elften oder zwölften Lebensjahr (ebenda, S. 249).

2. Entwicklungstheorien

Nach dieser allgemeinen Klärung relevanter Begriffe beschäftigt sich dieses Kapitel nun mit verschiedenen Entwicklungstheorien. Entwicklungstheorien unterliegen den Anforderungen, verschiedene Faktoren, die sich auf den Entwicklungsprozess auswirken, miteinander in verschiedener Konstellation in Relation zu setzen. Sie unterscheiden sich in der Annahme, welche Faktoren am wichtigsten sind (vgl. Bourne/Ekstrand, S. 314). Aus der Menge der verschiedenen Theorien möchte ich mich darauf beschränken, eine Gruppeneinteilung vorzunehmen und zu der jeweiligen Gruppe einen oder zwei wichtige Vertreter darzustellen.

Trautner wählt folgende Gruppeneinteilung:
- biogenetische Entwicklungstheorien
- psychoanalytische Entwicklungstheorien
- Reiz-Reaktions-Theorien
- Kognitive Entwicklungstheorien
- Informationsverarbeitungstheorien (vgl. Trautner, Band 2)

Ich möchte mich begrifflich an Trautners Einteilung halten, und an passender Stelle andere Autoren mit einfliessen lassen.

2.1. Biogenetische Entwicklungstheorie

Diese Überschrift findet bei Trautner eine nicht geringe Menge an Beachtung. Mir schien diese Variante der Entwicklungstheorie jedoch nicht wichtig genug, um in diese Arbeit aufgenommen zu werden. Ihre Bedeutung für die heutige Entwicklungspsychologie ist gering, und sie „kann aufgrund zahlreicher abweichender Befunde als überholt angesehen werden“ (vgl. Trautner, Band 2, S. 55) Des weiteren spricht gegen eine Aufnahme: „In empirischen Untersuchungen auf dem Boden einer biogenetischen Entwicklungskonzeption werden deren grundlegende Annahmen (...) nicht überprüft oder aufzuweisen versucht. Der Schwerpunkt liegt vielmehr auf der Beschreibung typischer (überindividueller) Entwicklungsverläufe“ (Trautner, Band 2, S. 30) Vor dem Hintergrund des Titels dieser Arbeit, schien es nicht angezeigt, einen theoretischen Zugang, der keine empirischen Befunde liefert, mit aufzunehmen.

2.2. Psychoanalytische Entwicklungstheorie

[...]


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