Symbolverzeichnis
a Exponentialfaktor des Aufwandplans, Effektivitätsparameter
A Effektiver Entwicklungsaufwand
h Konkurrenzintensität
k Grenzkosten der Finanzrestriktion
λ Schattenpreis des F&E-Aufwands
P Nettokapitalwert der Innovation im Zeitpunkt T
π Gegenwärtiger Gewinn aus bestehendem Produkt
r Zinssatz
R 0 Anfangskapital,
R(t) Kassenbestand in t
T Markteinführungszeitpunkt der Innovation
y(t) F&E-Aufwandspfad
z(t) Kumulierter F&E-Aufwand in t
Inhaltsverzeichnis
1. Einführung 1
2. Entwicklung der F E-Aktivität 3
a Beschreibung des Modells 3
b Lösung des Modells 5
c Ökonomische Analyse 8
d Empirische Ergebnisse 11
e Kritische Würdigung 12
3. 13 Zusammenfassung
1. Einführung
Das Phänomen des technologischen Wandels begleitet die ökonomische Forschung von Anfang an. Seit dem Bestehen von marktwirtschaftlichen Systemen kam es in mehr oder weniger regelmäßigen Abständen zu technisch-ökonomischen Basisinnovationen, die die „gesellschaftliche Befindlichkeit“ (Neumann, 1990) nachhaltig beeinflusst haben und lang anhaltende wirtschaftliche Aufschwünge nach sich zogen. In den letzten 250 Jahren lassen sich nach Nefiodow (1996) fünf solche, nach dem russischen Ökonomen N. D. Kondratieff benannte „Kondratieff-Zyklen“ feststellen. Der Einfluss technologischer Neuerungen ist aber auch offensichtlich, ohne weit in die Vergangenheit zu blicken. Allein die sukzessiven
Verbesserungsinnovationen im IT - Bereich in den letzten 30 Jahren lassen einen die große Wirkung von Neuerungen spüren.
Die Frage, wie es zu solchen Neuerungen kommt und unter welchen Bedingungen sie entstehen, wurde erstaunlicherweise lange Zeit nicht erfolgreich untersucht. Der technologische Fortschritt wurde als empirisch nicht erklärtes Residuum behandelt. Erst J.A. Schumpeter bemühte sich ernsthaft, dies zu beleuchten, und gilt deshalb als Vater der theoretischen wie empirischen Innovationsforschung. In seinem Spätwerk beschrieb Schumpeter (1942) den „Prozess schöpferischer Zerstörung“. Hiernach zerstört der durch Innovationen vorangetriebene Wandel permanent bereits bestehende Strukturen und erschafft parallel neue Strukturen. Die Vorstellung eines solchen dynamischen strukturverändernden Wettbewerbsprozesses regt bis heute die Forschung auf diesem Gebiet an. Wegen der hohen Notwendigkeit von permanentem wirtschaftlichem Fortschritt, um die eigene Wettbewerbsposition zu erhalten, wird im Rahmen der zunehmenden Globalisierungstendenzen unserer Wirtschaft die Innovationsforschung auch in Zukunft von großer Bedeutung sein. Bei der theoretischen und empirischen Untersuchung der Ursachen und Auswirkungen von Innovationstätigkeiten ist als Fixum anzunehmen, dass technologischer Fortschritt das Ergebnis kosten- und zeitintensiver F&E-Projekte von Unternehmen ist (Stadler 1997). Es gilt also zu untersuchen, welches die Bestimmungsgründe für Innovationsaktivitäten sind, und wie diese sich auswirken. Da der Innovationsprozess ein sehr komplexes Thema darstellt, kann man ihn nur betrachten, indem man einige
1
als zentral erachtete Aspekte in ein Modell zu dessen Abbildung heranzieht. Dabei darf auf die dynamische Modellformulierung aufgrund des investiven Charakters und des zeitlichen Verlaufs nicht verzichtet werden. Ein stochastischer Ansatz ist aufgrund der Unsicherheit über Erfolg und Umwelt geboten. Da Unternehmen nur in Innovationsprojekte investieren, wenn die dazu nötigen Mittel vorhanden sind und ein zukünftiger Gewinn daraus in Aussicht steht, sollte außerdem eine oligopolistische Marktstruktur angenommen werden, da es bei vollständiger Konkurrenz nicht zu Gewinnen kommen kann.
Für die einzelwirtschaftliche Betrachtung, mit der sich diese Arbeit befasst, wird hier deshalb das Modell mit dem entscheidungstheoretischen Ansatz von N. I. Kamien und N. Schwartz (1982) herangezogen.
Das Problem der Knappheit der Geldmittel wurde von den beiden Autoren bereits in einem vorangegangenen Aufsatz behandelt (1978). Die Tatsache, dass ein fehlgeschlagenes Innovationsprojekt in aller Regel kaum greifbare Werte hinterlässt, auf die ein möglicher Kreditgeber zugreifen könnte, erschwert die externe Finanzierung. Zusätzlich behindert die Angst der Unternehmer, dass Detailinformationen über das Projekt nach außen gelangen könnten, die externe Kapitalbeschaffung. Der Grund dafür ist, dass externe Kapitalgeber aber wissen wollen, wofür die bereitgestellten Mittel verwendet werden. Potentielle Konkurrenten könnten diese Informationen nutzen und somit dem betrachteten Unternehmen schaden. Aus diesen Gründen ist es sinnvoll, davon auszugehen, dass das hier betrachtete Unternehmen seine F&E-Aktivitäten aus seinen gegenwärtigen Gewinnen und den bestehenden Geldmitteln selbst finanzieren muss.
Wie die besonderen Gegebenheiten des betrachteten Unternehmens in das theoretische Modell von Kamien und Schwartz eingebaut werden, wird in Kapitel 2 a dargestellt. Darauf folgend wird in Kapitel 2 b das Modell gelöst, und anschließend werden in Kapitel 2 c die Ergebnisse ökonomisch interpretiert. Es werden die Auswirkungen der verschiedenen Einflussgrößen auf den optimalen Innovationszeitpunkt dargestellt. In Kapitel 2 d vergleiche ich die theoretischen Ergebnisse mit den Ergebnissen einer empirischen Studie von M. Kukuk und M. Stadler. Die Arbeit endet mit der kritischen Würdigung des vorgestellten Modells in Kapitel 2 e.
2
Arbeit zitieren:
Fritz Baldus, 2004, Der Ablauf eines Innovationsprojektes, München, GRIN Verlag GmbH
Dieser Text kann über folgende URL aufgerufen und zitiert werden:
Einbetten
DOI
BSC und EFQM - Konkurrenz oder Komplementarität beider Managementkonze...
BWL - Unternehmensführung, Management, Organisation
Hausarbeit, 18 Seiten
Existenzgründungsfinanzierung unter Berücksichtigung öffentlicher Fina...
BWL - Investition und Finanzierung
Seminararbeit, 26 Seiten
Arbeit in Gruppen - Potentielle Vorteile und Probleme der Gruppenarbei...
Pädagogik - Erwachsenenbildung
Hausarbeit, 30 Seiten
Arbeitszufriedenheit und Arbeitsbelastung der Mitarbeiter einer Klinik...
Diplomarbeit, 59 Seiten
Die Spitzenverbände der Freien Wohlfahrtspflege und bürgerliches Engag...
Pädagogik - Pädagogische Soziologie
Seminararbeit, 21 Seiten
Entwurf eines Feedbackbogens Schüler - Lehrer - Schule
Pädagogik - Schulwesen, Bildungs- u. Schulpolitik
Seminararbeit, 17 Seiten
Balanced Scorecard - ein modernes Werkzeug zur Umsetzung von Managemen...
BWL - Unternehmensführung, Management, Organisation
Diplomarbeit, 90 Seiten
BWL - Marketing, Unternehmenskommunikation, CRM, Marktforschung
Hausarbeit, 35 Seiten
Finanzierungsmöglichkeiten für Start-Ups
BWL - Investition und Finanzierung
Hausarbeit (Hauptseminar), 30 Seiten
Ethik im Zusammenspiel der Ökonomie und im Management
BWL - Wirtschafts- und Sozialgeschichte
Hausarbeit, 16 Seiten
Vergleich der Balanced Scorecard mit dem Total Quality Management
Hausarbeit, 28 Seiten
Arbeitsverträge und alternative Beschäftigungsformen: Befristete Arbei...
BWL - Personal und Organisation
Hausarbeit (Hauptseminar), 24 Seiten
Fritz Baldus hat den Text Der Ablauf eines Innovationsprojektes veröffentlicht
Fritz Baldus hat einen neuen Text hochgeladen
0 Kommentare