Eindimensionale (univariate) Häufigkeitsverteilung
Es werden n statistische Einheiten bezüglich des Merkmals X untersucht. X hat die Ausprägungen x 1 , x 2 , ..., x k .
Eine Urliste erhält man durch ungeordnete Aneinanderreihungen der n beobachteten Merkmalsausprägungen.
Die Absolute Häufigkeit [h i bzw. h(x i ), wobei i=1, ...,k] gibt die Anzahl der statistischen Einheiten an, die die Merkmalsausprägung X i besitzen.
Die Relative Häufigkeit (
gung X i an der statistischen Masse.
Absolute Summenhäufigkeit: H i bzw. H(X i ):
H i =h 1 +h 2 +...+h i
Beispiel:
Relative Summenhäufigkeit:
i = F
Beispiel: Urliste des Merkmals X: Anzahl der Jahre mit Englisch als Unterrichtsfach bis zum Abitur:
0, 7, 11, 8, 8, 11, 7, 7, 5, 8, 4, 7, 7, 0, 1, 1, 11, 1, 4, 4
05.10.1998
Übung:
Stetiges Merkmal, d. h. jeder Punkt im Intervall kann getroffen werden.
F i - F i-1 =f -> F i = F i-1 + f i
Die (empirische) Verteilungsfunktion (Summenhäufigkeitsfunktion) bei nicht klassierten Daten
Welcher Anteil der erhobenen Daten ist ≤ x?
Vorgegeben sind die Merkmalsausprägungen x 1 , x 2 , ..., x k eines metrisch skalierten Merkmals und die rangzugehörigen relativen Summenhäufigkeiten
0 für x < 6 {
für x 1 ≤ x < x 2 6 ≤ x < 7 F(x) F 1
für x 2 ≤ x < x 3 F 1
F(8,5)=0,6
Häufigkeitsverteilung klassierter Daten
Problem: Wenn ein Merkmal „zu viele“ Merkmalsausprägungen aufweist, werden die primären Häufigkeitstabellen unübersichtlich.
Ausweg: Merkmalsausprägungen werden zu Klassen zusammengefasst.
Beispiel: Urliste mit 500 Einkommen liegt vor. Es werden folgende Klassen gebildet:
Klasse 2: Klasse 3: Klasse 4: Klasse 5: Klasse 6: Klasse 7:
u (bzw. x i o Mit x i ) bezeichnen wir die untere (bzw. obere Klassengrenze. Offene Randklassen besitzen nur eine Klassengrenze.
Klassenbreite der Klasse k i :
∆X i = x i u - x i o
Klassenmitte:
u + x i o X = x i i
Gleichverteilungsannahme: Alle Ausprägungen einer Klasse sind gleichmäßig über die Brei-
12.10.1998
Wie viele Klassen sollte man wählen?
Gemäß DIN 55302: 100 Ausprägungen: 10 Klassen
Gemäß Sturger: 1+3,332*log n (Beispiel: 1000 Ausprägungen: 11 Klassen [1+3.332*3])
log 10 1000 = 3 ->10 x = 1000 ; x=3 Exkurs:
Sekundäre Verteilungstafel
Die sekundäre Verteilungstafel enthält zu jeder Klasse die absolute (relative) Häufigkeit h i (f i ), sowie die zugehörigen Summenhäufigkeiten H i (F i ).
Beispiel:
Der Unterschied zu primären Verteilungstafeln besteht nur darin, daß diese nicht klassierte Daten enthalten.
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Die empirische Verteilungsfunktion für klassierte (klassifizierte) Daten
Vorgegeben ist eine sekundäre Verteilungstafel (insbesondere F i wird benötigt!).
Die empirische Verteilungsfunktion F(x):
F(X 1
F(x) entsteht durch lineare Verbindung jeweils benachbarter Punkte.
Sekundäre Verteilungstafel:
1
0,8
0,6
0,4
0,2
0 12345678910111213141516
ð 25% waren 3,7 oder weniger Tage krank
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Histogramm zur Darstellung klassierter Daten
Voraussetzungen:
1. Randklassen müssen geschlossen werden. 2. Über den Klassengrenzen werden Flächen so errichtet, daß sie den etsprechenden absoluten bzw. relativen Klassenhäufigkeiten proportional sind.
Fall 1: Alle Klassen haben die gleiche Breite. Als Höhe der Rechtecke wählt man h i bzw. f i .
0,5
0,4
0,3
0,2
0,1
0
0 2 4 6 8
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Arbeit zitieren:
Dirk Schäfer, 1999, Statistik 1, München, GRIN Verlag GmbH
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