Inhaltsverzeichnis
Einleitung 1
1. Was ist der Mensch Betrachtung aus 3 verschiedenen wissenschaftlichen
Perspektiven 3
2. Buddhismus und Christentum Ein kurzer Überblick über die wichtigsten
Unterschiede 4
3. Der Mensch im Christentum 6
3.1 Die Würde des Menschen 6
3.2 Ist der Mensch Ebenbild Gottes 7
3.3 Der Mensch und die Sünde 8
4. Der Mensch im Buddhismus 9
4.1 Der Buddhismus –
ein kurzer Überblick über die Philosophie des Buddhas 9
4.1.1 Die Anfänge des Buddhismus 9
4.1.2 Das Leben des Buddha 9
4.1.3 Die Erschaffung bzw Entstehung des Menschen 10
4.1.4 Die Formel vom Entstehen in Abhängigkeit 11
4.1.5 Der Mensch und die Erlösung 13
4.2 Die Würde des Menschen 15
4.3 Ist der Mensch Ebenbild Gottes 15
4.4 Der Mensch und die Sünde 16
Fazit 17
Literatur
II
Einleitung:
In diesem Semester habe ich das Seminar „Was ist der Mensch? – Das christliche Menschenbild im Kontext der Weltreligionen“ belegt. Das Thema dieses Seminars hat mich sehr neugierig gemacht, da mich die Frage „Was ist der Mensch?“ gleich zum Nachdenken animiert hat. Vor allem aber der Bezug zu den anderen Weltreligionen hat mich sehr interessiert. Zu Beginn dieses Seminars wurde uns auch gleich die Frage gestellt, was denn unserer Meinung nach der Mensch ist. Es war erstaunlich, wie viele verschiedene Antworten und Meinungen geäußert wurden. Viele bezogen diese Frage auf Gott und antworteten unter anderem:
- „Mensch, Geschöpf des Herrn – die Liebe zu ihm zeigt Gott durch Jesus am Kreuz“
- „Mensch ist Mann und Frau, er besteht aus Fleisch und Blut, von Gott geschaffen.“
- „Geschaffen von Gott lebt der Mensch und denkt und fühlt – individuell.“
Andere betrachteten diese Frage eher philosophisch und allgemein gefasst:
- „Jeder Mensch ist ein einzigartiges , sich ständig entwickelndes Individuum“
- „Jeder Mensch ist einzigartig“
- „Der Mensch hat zwei Gesichter, er kann liebevoll sein, aber auch grausam“
- „Der Mensch ist das mächtigste Tier“
Anhand dieser vielen verschiedenen Aussagen wurde schnell deutlich, dass dies ein sehr weit gefächertes Thema ist, auch wenn man es nur auf das Christentum beschränkt. Eine exakte, allgemeinfähige Antwort auf diese Frage kann man also nicht geben, allein aus dem Grund, dass man aus verschiedenen Perspektiven an sie herangehen kann. Auf dieses Problem werde ich in dieser Hausarbeit als erstes ein wenig genauer eingehen. Danach werde ich versuchen, das Menschenbild im Christentum genauer zu beschreiben. Hierbei sollen besonders die folgenden Gesichtspunkte angesprochen werden:
1
-Was ist der Mensch allgemein? -Die Würde des Menschen -Ist der Mensch Ebenbild Gottes?
-Der Mensch und die Sünde
Die Frage „Was ist der Mensch“ wäre bis hierhin in der christliche n Anschauung schon präziser beantwortet. Aber welche Antworten geben die anderen Weltreligionen auf diese Fragen? Ich habe mich, um einen Vergleich anstellen zu können, für den Buddhismus entschieden, da ich diese Philosophie sehr interessant finde. Vorab werde ich einen kurzen Überblick über Entstehung, die Geschichte und eine kurze Einführung in die Glaubensart dieser Weltreligion gegeben habe. Am Ende dieser Hausarbeit werde ich in einer Zusammenfassung die Unterschiede dieser beiden Weltreligionen im H inblick auf die Frage „Was ist der Mensch?“ herausarbeiten.
2
1. Was ist der Mensch? Betrachtung aus 3 verschiedenen
wissenschaftlichen Perspektiven
Bereits seine Geburt, seine kulturelle Prägung, seine Biographie und spezifisch individuelle Herausforderungen machen jeden Menschen zu einem einzigartigem Wesen. Weiteren Einfluss auf die Entwicklung hat sicherlich der Umstand, ob man in einer christlich oder buddhistisch geprägten Kultur aufwächst. Das führt dazu, sich zu entscheiden, ob man die Fragestellung auf den Menschen oder die Menschheit bezieht. Denn geschichtlich betrachtet wurde der Mensch im Buddhismus anders geprägt, durch gemeinsames Leiden, Erleben und Gestalten als der Mensch im Christentum. Es ist jedoch die Frage nach dem Menschen gestellt, die von einer Reihe von Einzelwissenschaften bearbeitet wird :
Die Naturwissenschaftliche Perspektive beschäftigt sich mit der Humanmedizin, Psychologie, Verhaltensforschung und der Entwicklungsgeschichte des Menschen. So stellt sich der Humanmediziner zum Beispiel die Frage, wie der menschliche Körper funktioniert, und was zu tun ist, wenn er nicht mehr funktioniert. Die Psychologen beschäftigen sich mit der Hirnforschung, damit wie sich Bewusstsein und Selbstbewusstsein des Menschen aufbauen und gegenseitig regeln. Der Verhaltensforscher versucht vor allem zu klären, worin das praehominide Erbe des Menschen besteht. Der Entwicklungsforscher schließlich untersucht, woher der Mensch kommt und wohin ihn seine Entwicklung führen könnte.
In der Philosophie wird vor allem nach der „differentia specifica“ des Menschen, also was macht den Menschen so spezifisch und einzigartig macht geforscht. Ist es der aufrechte Gang, oder etwa die Fähigkeit zu kommunizieren? Die klassische philosophische Definition des Menschen stammt aus der Antike und lautet: „Er ist ein vernunftbegabtes Lebewesen“. Aber gehört auch die Religion zu den Faktoren, die die Besonderheit des Menschen ausmachen? Es ist sehr auffällig, dass die meisten Definitionsversuche auf eine Reihe von Menschen zutrifft, jedoch nie auf alle. 1
1 Vgl. Barth, Hans – Martin. Dogmatik, Evangelischer Glaube im Kontext der Weltreligionen. S.481f
3
Die christliche Theologie bezieht sich sowohl auf die Ergebnisse der naturwissenschaftlichen Anthropologie als auch auf die Thesen und Hypothesen der Philosophie, um die Frage „Was ist der Mensch?“ zu beantworten. Sie lässt sich jedoch keine feste Definition vorschreiben, sondern sie fragt vor allem nach der Stellung des Menschen vor Gott.
Da es ja nicht in jeder Religion einen Gott gibt, wird diese Frage auch in jeder Religion unterschiedlich gestellt.
Aus alledem wird deutlich, dass die Frage nach dem Menschen ein Projekt ist, das interdisziplinär alle Wissenschaften beschäftigt. 2 In dieser Hausarbeit geht es in erster Linie um die Theologische Sicht.
2. Buddhismus und Christentum – Ein kurzer Überblick über die
wichtigsten Unterschiede
Der größte Unterschied zwischen dem Buddhismus und dem Christentum ist wohl die Tatsache, dass das Christentum einen Gott hat und der Buddhismus einen Lehrer. Die Christen glauben daran, dass sie als Mensch, wie auch die Natur, von diesem Gott geschaffen wurden. Das Christentum hat also einen Schöpfergott. Die Buddhisten gehen davon aus, dass es das Leben, durch den Kreislauf der Wiedergeburt schon ewig gibt, für den jeder selbst durch sein individuelles Handeln, verantwortlich ist. Der Mensch im Christentum ist ein Sünder, das Ebenbild Gottes, eine Person, die eine Würde hat. Die Sünde im Christentum spielte und spielt auch heute noch, eine große Rolle. Der Buddhist ist für sein Leben und sein Schicksal selbstverantwortlich. Durch seine guten oder schlechten Taten kann er selbst beeinflussen, ob er ins Nirwana kommt bzw. als was er wiedergeboren wird. Auch im Buddhismus gibt es gewisse Regeln und Gebote, jedoch ist es jedem Menschen freigestellt, ob er sich an diese hält oder nicht, je nach dem, was er erreichen will. Im Buddhismus ist der Mensch lediglich eine Illusion, der durch das Leben bestraft wurde. Das schlimmste für einen Buddhisten ist die Lebensgier, die das Leiden hervorruft. Er geht davon aus, dass alles Leben Leid ist. Mit Hilfe der Lehre von
2 Vgl. Vgl. Barth, Hans – Martin. Dogmatik, Evangelischer Glaube im Kontext der Weltreligionen.
S.482
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Arbeit zitieren:
Maren Göpffarth, 2004, Der Mensch im Christentum und Buddhismus, München, GRIN Verlag GmbH
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