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Anderes, 2004, 14 Seiten
Autor: Dipl.-Handelslehrer Stefan Dassler
Fach: Deutsch - Pädagogik, Didaktik, Sprachwiss.
Details
Jahr: 2004
Seiten: 14
Sprache: Deutsch
ISBN (E-Book): 978-3-638-28869-9
ISBN (Buch): 978-3-638-78917-2
Dateigröße: 156 KB
Der Autor ist Dipl.-Handelslehrer. Dichter Text - einzeiliger Zeilenabstand.
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Zusammenfassung / Abstract
Literarische Beratung kann von der Kindergartenleitung gegenüber den MitarbeiterInnen bzw. von der PraktikumsanleiterIn gegenüber den PraktikantInnen durchgeführt werden. Der Bereich „Literarische Beratung“ wird auch in dem Unterrichtsfach „Literatur- und Medienpädagogik“ an Fachakademien thematisiert, so dass Grundlagenwissen darüber z.T. bereits in der Erzieherausbildung vermittelt wird. Inhaltlich soll in diesem Beitrag ausgehend von den Lesegewohnheiten von (angehenden) ErzieherInnen über eine Beratungskonzeption bis zur Praxis der literarischen Beratung hingeführt werden. Fundierte literarische Beratung setzt also Kenntnisse über die Lesegewohnheiten der Zielgruppe (angehende) ErzieherInnen voraus. Dazu wird in diesem Beitrag u.a. eine Umfrage an der Fachakademie für Sozialpädagogik in Bamberg beschrieben und ausgewertet.
Textauszug (computergeneriert)
Literarische Beratung von (angehenden)
ErzieherInnen – Einsatzfeld Kindergarten
von: Stefan Dassler
Inhaltsverzeichnis
1. Einführung .3
2. Die Lesegewohnheiten von angehenden ErzieherInnen 3
3. Beratungskonzeption und Beratungsbereiche 5
4. Praxis der literarischen Beratung 7
4.1 Die Gattungen der Kinder- und Jugendliteratur im Kindergarten 7
4.2 Literarische Trends 10
4.3 Projekt „Wie baue ich eine kleine Bücherei im Kindergarten auf?“ 10
LITERATUR 14
1. Einführung
Literarische Beratung kann von der Kindergartenleitung gegenüber den MitarbeiterInnen bzw. von der PraktikumsanleiterIn gegenüber den PraktikantInnen durchgeführt werden. Der Bereich „Literarische Beratung“ wird auch in dem Unterrichtsfach „Literatur- und Medienpädagogik“ an Fachakademien thematisiert, so dass Grundlagenwissen darüber z.T. bereits in der Erzieherausbildung vermittelt wird. Ausgehend von den Lesegewohnheiten von (angehenden) ErzieherInnen soll über eine Beratungskonzeption bis zur Praxis der literarischen Beratung hingeführt werden. Fundierte literarische Beratung setzt auch Kenntnisse über die Lesegewohnheiten der Zielgruppe (angehende) ErzieherInnen voraus. Diese wurden in einer schriftlichen Umfrage an der Caritas Fachakademie für Sozialpädagogik (Bamberg) ermittelt.
2. Die Lesegewohnheiten von angehenden ErzieherInnen
Mit dem Thema Lesekompetenz/Lesegewohnheiten hat sich auch die PISA-Studie im Jahr 2000 in Österreich beschäftigt. Es wurden die beiden PISA Plus Teilprojekte „Lesegewohnheiten und Lesesozialisation der 15-/16-Jährigen“ und „Rahmenbedingungen der Leseförderung“ durchgeführt. Die Befunde sollen erklärenden Charakter für die Ergebnisse der Testleistungen der Schüler/innen haben. Aus den PISA-Befunden wurde abgeleitet, dass für einen größeren Teil der befragten 15-/16-Jährigen besonders das „Buchlesen“ wenig positiv besetzt ist und vor allem mit Leistung und Pflicht verbunden ist. Generell stellt sich damit die Frage, wie man dem Lesen, dessen Beherrschung für die Anforderungen einer Informationsgesellschaft unumgänglich ist, einen attraktiven Rahmen geben, es „bedeutungsvoll“ machen kann.
In der Umfrage wurden als Zielgruppe Studierende der Fachakademie für Sozialpädagogik (Bamberg) mit folgenden Themenbereichen untersucht:
• Allgemeine Lesegewohnheiten
• Leseförderung durch die Schulbibliothek.
Als „klassisches Lesemedium“ steht das Buch trotz der Gegebenheiten der aktuellen Medienvielfalt im Mittelpunkt des Interesses der Umfrage. Zwei zentrale Dimensionen der Gewohnheiten des Buchlesens in der Freizeit bilden die tägliche Lesedauer und die Freude am Buchlesen. Neben den quantitativen Daten wie der Lesedauer wird mit der Frage „Haben Sie Freude am Buchlesen?“ auch ein Indikator für die affektive Beziehung zum Buchlesen erfasst. Weiterhin stehen Erfahrungen der Lesesozialisation der angehenden ErzieherInnen im Zentrum des Interesses der vorliegenden Umfrage. Die Perspektive der Mediensozialisation geht davon aus, dass der Umgang mit Medien, wie anderes soziales Verhalten auch, während der Kindheit und Jugend gelernt wird. Auf das Medium „Buch“ bezogen: Man wird nicht als Leserin/Leser geboren, sondern die Gewohnheiten des Buchlesens entwickeln sich als je spezifische Lesebiographie. Mit dem Begriff „Selbstsozialisation“ wird dabei der eigene Bezug der Befragten zu Büchern in der Kindheit bezeichnet (vgl. auch PISA 2000). Konkret geht man davon aus, dass der eigene Buchbesitz, die Freude über Buchgeschenke sowie die häufige Bibliotheksnutzung in der Kindheit wichtige Indikatoren dafür sind, dass auch im Erwachsenenalter Bücher gelesen werden. Die Lesemotivation wurde mit der Frage „Warum lesen Sie hauptsächlich Bücher?“ erfasst. In der PISA-Studie waren dazu hohe Nennungen für die Funktion der Informations- und Wissensvermittlung zu finden. Die Erforschung der Lesesozialisation und Lesemotivation stellt Grundlage für die Leseförderung z.B. durch Schulbibliotheken bereit und ist in den letzten Jahren in den Mittelpunkt der Leseforschung gerückt. Gut ausgestattete und nutzerfreundlich gestaltete Schulbibliotheken können eine Reihe von Funktionen der Leseförderung, des Erlernens des Umgangs mit Information allgemein sowie der Heranführung an die Nutzung von Bibliotheken als Informationseinrichtung erfüllen. Untersucht wurden in der Umfrage die Nutzung der Schulbibliothek (z.B. die Häufigkeit der Buchentlehnungen) und Aussagen über Ausstattung der Bibliothek und Medienbestand. Die Umfrage zu den Lesegewohnheiten von angehenden ErzieherInnen wurde in den Bereichen „Allgemeine Lesegewohnheiten“ und „Leseförderung durch die Schulbibliothek“ ausgewertet. Es stellten sich einige Unterschiede zwischen den ersten und den zweiten Kursen heraus. Zudem wurden einige interessante Hinweise zur Schulbibliothek bzw. zur literarischen Beratung gegeben.
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