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Die Funktion des Mythos in Goethes "Prometheus"

Hausarbeit, 2004, 14 Seiten
Autor: BA, MA Kathrin Gerbe
Fach: Germanistik - Neuere Deutsche Literatur

Details

Veranstaltung: Lyrik des 19. Jahrhunderts
Institution/Hochschule: Universität Siegen
Tags: Mythos, Prometheus, Lyrik, Goethe, Sturm und Drang
Kategorie: Hausarbeit
Jahr: 2004
Seiten: 14
Note: 1,0
Sprache: Deutsch

Archivnummer: V25980
ISBN (E-Book): 978-3-638-28454-7
ISBN (Buch): 978-3-638-74800-1
Dateigröße: 283 KB

Zusammenfassung / Abstract

Goethes Prometheus Hymne ist den meisten Deutschen aus ihrer Schulzeit in Erinnerung. Aber warum hat Goethe die griechische Mythenfigur Prometheus als Protagonist für eins seiner bekanntesten Werke gewählt? Nach einer Einführung in verschiedene Versionen des griechischen Mythos Prometheus geht diese Arbeit auf die Funktion des Mythos in Goethes Hymne ein. Dabei werden drei Kontexte berücksichtigt: erstens, die Genieästhetik des Sturm und Drang; zweitens, die gesellschaftlichen und politischen Hintergründe der Zeit der Entstehung der Hymne; drittens, biografische Bezüge zu Goethes Leben und Werk.


Textauszug (computergeneriert)

Die Funktion des Mythos in Goethes Prometheus

von: Kathrin Gerbe

 


Inhaltsverzeichnis

1. Einleitung 4

1.1. Der Prometheus-Mythos 4

1.1.1. Prometheus, der Rebell 4
1.1.2. Prometheus, der Gefesselte, der Erfinder der Künste 5
1.1.3. Prometheus, der Menschenbildner 5

1.2. Die Entstehungsgeschichte der Hymne 5

2. Die Funktion des Mythos 6

2.1. Im Kontext der Genieästhetik des Sturm und Drang 6
2.2. Im Kontext der gesellschaftlichen Hintergründe 7

2.2.1. Religion 7
2.2.2. Absolutismus 8

2.3. Vor biografischem Hintergrund 10

3. Fazit 12

Bibliographie 14

 

 


1. Einleitung

1.1. Der Prometheus-Mythos

Prometheus ist eine Gestalt der griechischen Mythologie. Sein Name bedeutet „der Vorausdenkende“. Es gibt verschiedene Versionen seiner Geschichte, doch die Grunddarstellung des Prometheus ist niemals gleich.

1.1.1. Prometheus, der Rebell

Die älteste und grundlegende Variante des Mythos stammt aus Hesiods Werken „Theogonie“ und „Werke und Tage“. Sie entstanden um 700 v. Chr.
Diesen zufolge war Prometheus, der Sohn des Titanen Iapetos, ein Rebell, dessen Taten den Zorn des Zeus herauf beschworen. Er schlachtete zwei Ochsen und teilte Knochen von Essbarem. Die Knochen wickelte er in die eine Haut, die essbaren Teile und Innereien in die andere. Dann bot er Zeus an, eine der beiden zu wählen. Zeus wählte die Haut mit den Knochen und war wütend, als er diese darunter entdeckte.
Er bestrafte die Menschen: er nahm ihnen das Feuer. Doch Prometheus stahl es zurück und machte es den Menschen zum Geschenk. Daraufhin dachte sich Zeus eine weitere Strafe aus und ließ von Hephaistos die schöne Pandora schaffen, die mit ihrer Büchse Elend und Leid auf die Welt brachte.
Prometheus wurde von Hephaistos an einen Felsen im Kaukasus geschmiedet und litt endlose Qualen, weil ein Adler jeden Tag seine Leber fraß, die sich in der Nacht immer wieder regenerierte. Er wurde später von Herakles befreit.

1.1.2. Prometheus, der Gefesselte, der Erfinder der Künste

Aischylos schrieb um 460 v. Chr. das Drama „Der gefesselte Prometheus“. Er griff Hesiods Stoff auf, und zeigt in diesem Drama den Beginn von Prometheus Gefangenschaft. Das Drama setzt einen Schwerpunkt auf die Beziehung zwischen Prometheus und den Menschen, die ihn in diese Lage gebracht hat: es geht um seine Rolle als Feuerbringer, aber auch um die Rolle als Erfinder der Künste und Wissenschaften, der die Menschen den Gebrauch von Bodenschätzen und Arzneien gelehrt hat.

1.1.3. Prometheus, der Menschenbildner

Zum ersten Mal taucht Prometheus, der Menschenbildner, bei Äsop auf. Dieser schrieb vermutlich 550 v. Chr., dass Prometheus von Zeus die Aufgabe erhielt, die Menschen und Tiere zu erschaffen. Prometheus formte die Menschen aus Lehm und ließ ihnen von Athene Leben einhauchen. Aus diesem Grund zeigen viele Gemälde den schöpfenden Prometheus in seiner Töpferwerkstatt sitzend.

1.2. Die Entstehungsgeschichte der Hymne

[...]


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