Organisation WI 8, SS 1998
INHALTSVERZEICHNIS
Inhaltsverzeichnis 1
1. Grundlagen. 3
1.1. Der Begriff Organisation 3
1.2. Warum wird organisiert? 4
1.3. Der systemische Ansatz 5
1.4. Grundsätze der Organisation 6
2. AufBauorganisation. 8
2.1. Begriffe. 8
2.2. „Klassische“ Aufbauorganisationsformen 8
2.3. Weiterentwickelte Aufbauorganisationsformen 13
2.4. Phänomen der informalen Organisation. 15
2.5. Gestaltung einer Aufbauorganisation. 16
3. Ablauforganisation. 23
3.1. Vorbemerkung 23
3.2. Gestaltungsziele der Ablauforganisation 24
3.3. Organisation materieller und geistig-kommunikativer Routineprozesse 25
3.4. Organisation von Entscheidungsprozessen. 27
3.5. Verbesserung der Ablauforganisation durch Integrationskonzepte. 27
3.6. Darstellungsmethoden 27
3.7. Das Organisationshandbuch 28
3.8. Innovative Ansatzpunkte und Tendenzen. 29
3.9. Dezentrale Verantwortungsbereiche und Fertigungsinseln 29
4. Unternehmensführung im Wandel. 32
4.1. Notwendigkeit des wirtschaftlichen Handelns 32
4.2. Der Trend vom reinen Gewinnstreben zu gemeinwirtschaftlich orientierten Ansätzen 33
4.3. Paradigmenwechsel im Management 34
5. Organisationsentwicklung 39
5.1. Was ist Organisationsentwicklung 39
5.2. Außen- und Innenziele der Organisationsentwicklung 41
5.3. Systemischer Ansatz der Organisationsentwicklung 42
5.4. Psychologie und Anthropologie der Organisationsentwicklung 42
5.5. Phasenmodelle der Organisationsentwicklung 44
5.6. Widerstände gegen Organisationsentwicklung 46
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1. GRUNDLAGEN
1.1. Der Begriff Organisation
1.1.1. Aspekte von Organisation
1. Der arbeitsteilige Zusammenschluß von Menschen zur Vertretung gemeinsamer Interessen und/oder zur Erreichung gemeinsamer Ziele.
2. System von dauerhaften Regelungen, welche die Aufgabenbereiche der Aufgabenträger festlegen und die optimale Aufgabenerfüllung gewährleisten.
3. Organisieren = Schaffen einer Ordnung (Struktur) in einem System durch generelle Dauerregelungen.
- institutional: soziale, sozio-technische Systeme, in denen Menschen und (technische) Objekte dauerhaft in einem Strukturzusammenhang stehen.
- instrumental: Regeln, die das Handeln in solchen Systemen festlegen.
- funktional: Tätigkeiten des Gestaltens solcher Systeme.
1.1.2. Relation zu „Planung“
Willensbildender, informationsverarbeitender und prinzipiell systematischer Entscheidungsprozeß mit dem Ziel, zukünftige Entscheidungs- und Handlungsspielräume problemorientiert einzugrenzen.
Systemgestaltungsaufgabe
• Dient der Anpassung der internen Konfiguration eines Unternehmens an die Veränderungen der externen Unternehmensumwelt.
• Planung vollzieht sich in einer Abfolge von Planungsphasen
• Planung muß geplant sein (Metaplanung)
• Planung ist Instrument der Koordination, bedarf jedoch selbst der Koordination
• Ergebnis der Planung ist der Plan. Der Plan ist Basis der Kontrolle
• Strategische Planung ist die Feststellung globaler Wege zur Erreichung übergeordneter Unternehmensziele
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1.1.3. Relation zu „Improvisation“ und „Disposition“
1.2. Warum wird organisiert?
viele MA
hohe Arbeitsteilung komplexe Abläufe Planung der Zusammenarbeit ist notwendig
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1.3. Der systemische Ansatz
Unternehmen
IST eine Organisation (arbeitsteiliger Zusammenschluß, gemeinsame Ziele/Interessen)
HAT eine Organisation (System von Regelungen) WIRD organisiert (Aufgabeninhalte und Aktivitäten werden geordnet)
Ziele:
Instrumentelle, rationale: Vollzug von Aufgaben
sozio-emotionale: Befriedigung der Bedürfnisse der Organisationsmitglieder
System: Menge von Elementen, die zueinander in Beziehung stehen
offen ↔ geschlossen
offen: Austauschbeziehungen und Wechselwirkungen zur technischen, physischen und institutionalen Umwelt
Unternehmen als offenes System
• Systemelemente: Menschen und Dinge
• Ordnung und Struktur
• nicht statisch, sondern dynamisch, „offenes“ System
• zweck- und zielgerichtet
• soziales Gebilde
Aspekte zur Betrachtung dynamischer Systeme
• Strömungsbeziehungen: Material-, Energie- und Informationsfluß
• Hierarchische, rekursive Gliederung: Subsystem, System, Supersystem
• Teilsystembetrachtung, Teilaspektbetrachtung
• Input-Output-Modell, Black-Box-Modell
• Dynamik des Systems darstellbar in Zeitreihen von Systemzuständen 5 von 5
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Verhaltensweisen von Systemen
1. Steuerung: Das Ziel wird von außen gesetzt, Richtung und Art des Verhaltens werden von außen bestimmt. 2. Regelung: Das Ziel (Sollwert) wird von außen gesetzt, das System ändert
3. Anpassung: Das System entwickelt selbst einen Sollwert, der einem
Kritik zu 1. und 2.: Systeme ändern sich auch im Inneren (Gruppendynamik, soziale Beziehungen)
1.4. Grundsätze der Organisation
1.4.1. Allgemeine Grundsätze der Organisation
1. Wirtschaftliches Prinzip (Ökonomisches Prinzip)
Minimalprinzip Maximalprinzip
2. Zweckmäßigkeit
Alle organisatorischen Maßnahmen sind so zu treffen, daß das gesetzte Ziel (Zweck) in bester Weise erfüllt werden kann. Jeder Mitteleinsatz hat dieser Ziel-/Zweckorientierung zu genügen. Organisation ist nicht Selbstzweck!
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3. Organisatorisches Gleichgewicht
starr ↔ flexibel formal ↔ informell stabil ↔ elastisch
Überorganisation (Bürokratie) ↔ Unterorganisation (Chaos) heavy ↔ lean
1.4.2. spezielle Grundsätze der Organisation
für spezielle, festgelegte Anwendungsbereiche
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2. AUFBAUORGANISATION
Dauerhaft wirksame aufgabenteilige organisatorische Struktur
2.1. Begriffe
Stelle: Kleinste aufbauorganisatorische Einheit. Beschreibt Inhalt, Spielraum und Umfang der Aufgabe des Stelleninhabers.
Instanz: Eine Stelle, die Leitungs- und Weisungsbefugnis gegenüber
untergeordneten Stellen besitzt.
Stab: Werden Instanzen zur Unterstützung zugeordnet. Sie besitzen keine
Fremdentscheidungskompetenz. Ihre Tätigkeit erstreckt sich auf informatorische und beratende Entscheidungsvorbereitung und auf die Kontrolle der Entscheidungsdurchführung.
Instanzenweg (Befehlslinien): Die in der Hierarchie von oben nach unten verlaufenden Linien
Dienstweg: Die in der Hierarchie von unten nach oben verlaufenden Linien, die für Berichte, Mitteilungen und Beschwerden benützt werden.
2.2. „Klassische“ Aufbauorganisationsformen
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Vorteile: + einfach und übersichtlich
+ klare Unterstellungsverhältnisse + eindeutige Abgrenzung der Kompetenzen („keine Konflikte“) + eindeutige Festlegung der Kommunikationsbeziehungen
Nachteile: - Schwerfälligkeit im Kommunikations- und Entscheidungsprozeß aufgrund
Merkmale: Eine Stelle ist durch mehrere Linien
Vorteile: + Abkürzung und Flexibilisierung der oft langen Anordnungswege eines Einliniensystems
+ Entlastung und Spezialisierung der Instanzen + Einschränkung einer möglichen Informationsfilterung + Entlastung der Leitungsspitze
Nachteile: - gelegentliche Überschneidung der Zuständigkeiten
Arbeit zitieren:
Reinhard John, 1998, Organisation - Aufbauorganisation, Ablauforganisation, Organisationsentwicklung, München, GRIN Verlag GmbH
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