Supply Chain Management
Inhaltsübersicht
INHALTS ÜBERSICHT
1
1. VORWORT 2
2. HISTORIE DES SUPPLY CHAIN MANAGEMENT 2
3. DEFINITION DES SUPPLY CHAIN MANAGEMENT 3
4. WARUM SUPPLY CHAIN MANAGEMENT? - EIN BEISPIEL 3
5. FAKTOREN, DIE DAS SUPPLY CHAIN MANAGEMENT BEGÜNSTIGEN 7
6. IMPLEMENTIERUNG VON SUPPLY CHAIN MANAGEMENT 9
9
6.1 Positionierung
10
6.2 Postponement
10
6.3 Planung
11
6.4 Pull-Prinzip
12
6.5 Partnerschaft
7. ZU BEACHTENDE RANDBEDINGUNGEN BEI DER IMPLEMENTIERUNG 12
8. NUTZENPOTENZIALE DES SUPPLY CHAIN MAN AGEMENTS 13
9. NACHTEILE PROBLEME BEI DER EINFÜHRUNG EINES SUPPLY-
CHAIN MANAGEMENTS 14
10. FAZIT 15
11. LITERATURVERZEICHNIS 16
14.06.2004 1 Matthias Koston
1. Vorwort
Auch wenn es der eine oder andere schon nicht mehr hören mag: das Handlungsumfeld der meisten Unternehmen hat sich in den letzten Jahren grundlegend gewandelt. Es ist dynamischer, unvorhersehbarer und turbulenter geworden. Der Wettbewerbsdruck ist enorm gestiegen, nicht zuletzt durch die Internationalisierung der Märkte. Eine Vielzahl in- und ausländischer Unternehmen kämpft mit ihren Produkten um die Konsumenten und bietet ihnen ein immer größer werdendes, fast unüberschaubares Angebot an. Das Ziel, möglichst als Erster die Bedürfnisse der Konsumenten zu befriedigen, führte in den letzten Jahren zu einem Wettlauf, der in immer kürzer werdende Produktlebenszyklen mündete. Diese Entwicklungstendenzen führen dazu, dass die Produkte und die dahinter stehenden Wertschöpfungsketten mehr und mehr von den Konsumentenwünschen gesteuert werden. Der wettbewerbsentscheidende Faktor, dem Käufer sein individuelles Produkt so schnell als möglich zu liefern, kann aber nicht mehr alleine von den letzten Gliedern der Kette, den Endproduzenten oder dem Handel umgesetzt werden. Die Unternehmen der gesamten Wertschöpfungsketten müssen Hand in Hand arbeiten, um den Kundenbedarf hinsichtlich Produktauswahl, Verfügbarkeit und Preis bei gleichzeitig rationellem Ressourceneinsatz und möglichst geringen Beständen zu befriedigen. Die gesamte Wertschöpfungskette mitsamt den darin stattfindenden Produktions- und Logistikprozesse zu betrachten, wird im Supply Chain Management (SCM) propagiert, das auch in Deutschland in letzter Zeit vermehrt Aufmerksamkeit erhält. 1
2. Historie des Supply Chain Management
Die Wurzeln des Supply Chain Managements liegen in den USA. Anfang der 80er Jahre prägten angloamerikanische Consulting-Gesellschaften den Begriff. Die Theorie nahm sich dem Supply Chain Management in den späteren 80er Jahren, wiederum zunächst in den USA, an. Zu den Wegbereitern einer theoretischen Festigung des Begriffs zählen Bothe, Christopher, Davis, Ellram / Cooper und Macbeth / Ferguson. Mittlerweile existiert im angloamerikanischen Sprachraum eine Fachzeitschrift unter gleichem Namen. In Deutschland etablierte sich das Supply Chain Management in Theorie und Praxis Mitte der 90er Jahre, wobei die wissenschaftlichen Arbeiten auf diesem Gebiet hierzulande noch recht dürftig sind. 2
1 A. Kuhn / H. Hellingrath, Supply Chain Management, Vorwort
2 H. Werner, Supply Chain Management, S. 4
14.06.2004 2 Matthias Koston
3. Definition des Supply Chain Management
Dem interessierten Leser stellt sich natürlich nun die Frage, Was ist Supply Chain Management? Und was bedeutet es?
Schlägt man in einem Wörterbuch die einzelnen Wörter, Supply, Chain und Management nach, so findet man folgende Übersetzungen: Supply: das Angebot, der Bedarf, die Bedarfsbefriedigung, die Belieferung, die Bereitstellung, der Vorrat Chain: der Ablauf, die Kette, die Verkettung Management: die Führung, die Handhabung, die Leitung, die Verwaltung
Für eine begriffliche Klärung bietet sich also die direkte Übersetzung der drei Anglizismen zum „Management der Angebotskette“ nicht an. Was ist also nun Supply Chain Management?
Kuhn / Hellingrath definieren Supply Chain Management folgendermaßen: 3
4. Warum Supply Chain Management? - Ein Beispiel
Ein Beispiel soll verdeutlichen, wie der Logistikprozess normalerweise in einem Unternehmen ohne Supply Chain Management aussieht und was sich bei der Einführung von Supply Chain Management ändert.
3 A. Kuhn / H. Hellingrath, Supply Chain Management, S. 10
14.06.2004 3 Matthias Koston
In einer konventionellen Produktion sieht die Supply Chain meist folgendermaßen aus: 4
Ein Informationsfluss ist nur mit einem vor- und / oder nachgelagerten Glied der Kette möglich. Ein Ziel von Supply Chain Management ist es jedoch, so viel Kommunikation wie möglich zwischen den einzelnen Gliedern der Wertschöpfungskette zu ermöglichen. Die folgende Darstellung stellt den Opti-malzustand dar: 5
Das in den 60er Jahren an der Sloan School of Management entwickelte „Beer Distribution Game“ zeigt, welche Auswirkungen ein Informationsaustausch zwischen den einzelnen Gliedern hat. Das Beer Game basiert auf einer vierstufigen Logistikkette, wie sie in industrialisierten Volkswirtschaften häufig vorkommt.
Auf dem Spielplan gibt es eine Fabrik, ein Regionallager, einen Großhändler und einen Einzelhändler, der direkt mit der Kundennachfrage konfrontiert ist.
Gegenstand der Produktion und Distribution ist Bier, welches kistenweise vertrieben wird. Die End-kunden kaufen ausschließlich bei dem Einzelhändler, der wiederum beim Großhändler usw., so dass die Waren die einzelnen Stationen der Kette streng sequentiell durchlaufen. Dem Bierhersteller stehen dabei unbegrenzt Rohstoffe zur Verfügung.
Im Verlaufe des Spiels werden Waren entlang des physischen Materialflusses von der Fabrik zum End-kunden transportiert.
4 Bearbeitete Abbildung aus www.business-wissen.de
5 Bearbeitete Abbildung aus www.business-wissen.de
14.06.2004 4 Matthias Koston
Arbeit zitieren:
Diplom-Betriebswirt (FH) Matthias Koston, 2004, Supply Chain Management, München, GRIN Verlag GmbH
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