Hobbes und Rousseau zu Art. 79 Abs. 3 GG
von: Tobias Glienke
Gliederung
I. Zur Person 1
1. Thomas Hobbes 1
2. Jean-Jacques Rousseau 1
II. Politische Theorien der beiden Philosophen 2
1. Naturzustand und Naturrecht 2
a) Thomas Hobbes 2
b) Jean-Jacques Rousseau 3
2. Gesellschaftsvertrag und Legitimation staatlicher Herrschaft 4
a) Thomas Hobbes 5
b) Jean-Jacques Rousseau 6
III. „Ewigkeitsklausel“ des Art. 79 Abs. 3 GG 7
IV. Meinung von Hobbes und Rousseau zu einer Ewigkeitsklausel 8
1. Thomas Hobbes 8
2. Jean-Jacques Rousseau 10
V. Was müsste ewig gestellt werden? 10
1. Thomas Hobbes 11
2. Jean-Jacques Rousseau 13
I. Zur Person
1. Thomas Hobbes
Thomas Hobbes kam 1588 in der Grafschaft Wiltshire, England zur Welt, mit 14 studierte er an der Universität Oxford, nach seinem Abschluss wurde er Tutor einer adligen Familie und schließlich Sekretär von Francis Bacon. Hobbes ging es vor allem um die Ausbildung eines philosophischen Systems, das frei von metaphysischen Annahmen ist, er lehnt Spekulationen ab und definiert die Philosophie, also auch den hier betrachteten Teil, die Staatsphilosophie, als Erkenntnis der Wirkungen aus Ursachen. Er war befreundet mit Galileo Galilei und sah ihn als Vorbild, so war er der erste Philosoph, der die neue mechanistische Erklärungsweise auf alle Gebiete der Philosophie anwandte.1 Um den drohenden Bürgerkrieg in seiner Heimat zu verhindern und die Position des Königs zu stärken verfasste er 1640 Abhandlungen über Politik und Staat, weswegen er alsbald vor dem aufgebrachten Unterhaus nach Frankreich fliehen musste. In seinem bedeutendsten Werk, dem „Leviathan“, beschreibt er 1651 – in diesem Jahr kehrte er nach England zurück - wie er sich den Aufbau eines absolutistischen Staates vorstellt, immer von einem drohenden Bürgerkrieg ausgehend. Sein weiteres Leben verbrachte er größtenteils auf einem englischen Landgut, wo er 1679 starb.
2. Jean-Jacques Rousseau
J.-J. Rousseau wurde 1712 in Genf geboren, entlief mit 16 der Lehre und kam bei einer wesentlich älteren Frau unter, die für ihn Geliebte und Mutter in einer Person wurde. Nach seinem ersten literarischen Erfolg, der „Abhandlung über die Wissenschaften und Künste“ von 1750, lebte er, immer von reichen, adligen Freunden unterstützt, in Paris und anderen Orten Frankreichs, erwarb das Bürgerrecht in Genf, lebte in England bei David Hume, dann wieder in Frankreich, wo er 1778 starb. Seine Bedrohung durch Verfolger übersteigerte sich im Laufe seines Lebens zu einem Verfolgungswahn, er war unglücklich und psychopatisch. 2 Jedes seiner Kinder brachte er unmittelbar nach der Geburt in ein Waisenhaus, in sozialer Hinsicht war er unmöglich. Das staatsphilosophische Hauptwerk Rousseaus, der „contrat social“, erschien 1762 und enthält alle Thesen und Entwürfe seiner, auf Freiheit als wichtigstem Prinzip basierender Staatskonzeption.3
II. Politische Theorien der beiden Philosophen
1. Naturzustand und Naturrecht
a) Thomas Hobbes
[...]
1 Störig, Weltgeschichte, S. 394; Kersting, Hobbes S. 38 ff.; Münkler, Hobbes S. 11 f.
2 Störig, Weltgeschichte, S. 425 f.
3 Lieber, Theorien, S. 219 ff.
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Tobias Glienke, 2003, Hobbes und Rousseau zu Art. 79 Abs. 3 GG, München, GRIN Verlag GmbH
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