Gliederung
Gliederung Seite 02
0. Einleitung Seite 03
0. Allgemeines Seite 03
0.0. Definitionen Seite 03
0.0. Bedeutung von Beobachtung Seite 03
0. Beobachtung als Methode des Fremdverstehens Seite 03
0. Beobachtungsmethoden schemata und formen Seite 04
0.0. Gliederungskategorien Seite 04
0.0.0. Anlass der Beobachtung Seite 04
0.0.0. Die Richtung der Beobachtung Seite 04
0.0.0. Die Dis tanz der Beobachtung Seite 05
0.0.0. Die Offenheit der Beobachtung Seite 05
0.0.0. Die Strukturiertheit der Beobachtung Seite 05
0.0.0. Der Ort der Beobachtung Seite 05
0.0.0. Die Zeit der Beobachtung Seite 05
0.0.0. Die Kodierung der Beobachtung Seite 05
0.0. Arten der Protokollierung Seite 05
0.0.0. Die Mitschrift Die Video-Aufzeichnung Seite 05
0.0.0. Die spezifische Beschreibung Seite 05
0.0.0. Der Mehrkanalschreiber Seite 05
0.0.0. Gedächtnisniederschriften Seite 06
3.1.3.0. Das Gedächtnisstichwortprotokoll Seite 06
3.1.3.0. Die reflektierende Beschreibung Seite 06
3.1.3.0. Das Verlaufsprotokoll Seite 06
3.1. Kodierungssysteme Seite 06
4. Beobachtung und Beurteilung Seite 06
4.0. Vier Stufen des Urteilsbildungsprozess Seite 07
4.0.0. Das Wahrnehmungsurteil Seite 07
4.0.0. Das Vorausurteil Seite 07
4.0.0. Das Urteil Seite 07
4.0.0. Die Abschließende Beurteilung Seite 07
4. Beobachtung im pädagogischen Alltag Seite 07
4.0. Berücksichtigungspunkte bei der unterrichtlichen Beobachtung Seite 08
4.0. Beobachtungsmöglichkeiten im Unterricht Seite 08
4. Beobachtungsschwierigkeiten und fehler Seite 09
4.0. Beobachtungsfehler Seite 09
4.0.0. Der Halo-Effekt oder Hof Effekt Seite 09
4.0.0. Der Milde-Effekt und Strenge Effekt Seite 10
4.0.0. Der Rosenthal-Effekt oder die self fulfilling-prophecy Seite 10
4. Literatur Seite 10
Anhang Seite 11
Tabelle 1: Kategorien und Modi der Beobachtung Seite 11
Tabelle 2: Protokollierungsmodi Seite 11
Graphik 1: Der Urteilsbildungsprozess Seite 12
1. Einleitung
Da im Unterschied zur herkömmlichen Diagnostik, die mit zahlreichen Testangeboten versuchte den Grad der Intelligenz von Schülerinnen und Schülern zu messen, um dann eine entsprechende Schulart für sie festzulegen, die sonderpädagogische Förderdiagnostik ihr Auge nmerk zum größten Teil auf das Individuelle und Spezifische jedes Schülers richtet, um dann einen „individuellen“ Förderplan zu erstellen, reicht für diese Diagnostik nicht mehr allein die Testmethode, sondern es werden andere das Individuum berücksichtigende Methoden g ebraucht.
Eine der wichtigsten Methoden dazu ist die Beobachtung von Schülerinnen und Schülern, um besser beurteilen zu können, was diese wirklich können und was sie brauchen, um dies zu können. Aus diesem Grunde ist es äußerst wichtig für eine Lehrerin oder einen Lehrer des sonderpädagogischen Metiers, sich mit dem Phänomen der Beobachtung samt seiner Möglichkeiten und Probleme zu befassen, was ich in dieser Hausarbeit und dem vorangegangenen Referat tun möchte.
Dafür werde ich auf grundlegende allgemein- theoretische Aspekte der Beobachtung und ihrer Bedeutung eingehen, weiter die Beobachtung als Methode des Fremdverstehens beschreiben und dann auf Methoden und Möglichkeiten der Beobachtung eingehen. Außerdem möchte ich dann noch versuchen, den Zusammenhang zwischen Beobachtung und Beurteilung aufzuzeigen, Möglichkeiten der Beobachtung im pädagogischen Alltag zu finden und einige Schwierigkeiten der Beobachtung und Beobachtungsfehler nennen.
2. Allgemeines
2.1. Definitionen
Nach dem Handbuch zur Förderdiagnostik des Sächsischen Staatsministerium für Kultus ist Beobachtung zum einen die Bezeichnung für zielgerichtete und methodisch kontrollierte Wahrnehmung von Objekten, Ereignissen und Prozessen. Zum anderen stellt Beobachtung die grundlegende Methode der Datengewinnung in den Erfahrungswissenschaften dar.
2.2. Bedeutung von Beobachtung
Die Beobachtung hat in den verschiedensten alltäglichen und wissenschaftlichen Bereichen auch unterschiedliche Bedeutungen. So ist Beobachtung für alle Menschen das zentrale Medium des menschlichen Sich- zurecht- finden, Handeln und Erkennen bzw. Verstehen. Aber weiter ist Beobachtung auch eine Methode der empirischen Forschung – im Labor wie auch im Feld – und stellt so eine starke Verbindung zwischen Sozial- und Naturwissenschaften. Und ganz wichtig für den Inhalt dieser Hausarbeit ist, dass Beobachtung ebenso die zentrale Methode zum Sammeln diagnostischer Informationen ist. Dafür wurde Beobachtung auch zum spezielleren Konzept der „Verhaltensbeobachtung“ ausgebaut und meint dabei „die planmäßige Erfassung sinnlich wahrnehmbarer Tatbestände, wobei der Forscher dem Untersuchungsobjekt gegenüber eine rezeptive Haltung einnimmt.“ (KÖNIG, 1967)
3. Beobachtung als Methode des Fremdverstehens
Die Beobachtung als Methode des Fremdverstehens verfolgt ein ganz bestimmtes Ziel. Durch Interaktion(en) mit den Schülerinne n und Schülern sollen deren Alltagswissen, Sinnstrukturen und Deutungsmuster versucht werden zu erschließen.
Bei der Methode des Fremdverstehens unterscheidet man in vier verschiedene qualitative Vorgehensweisen. Zum einen gibt es die Verhaltensbeobachtungen, die auch schon unter (2.2.)
3
genannt wurde. Weiter spricht man von Fallanalysen, Gesprächen wie auch von verschiedenen Formen offener Interviews.
Die schon genannte Verhaltensbeobachtung ist hier die wichtigste Grundlage für eine Pädagogik und Didaktik des (Fremd-)Verstehens sowie für die soziale Perspektivenübernahme. Über die Wahrnehmung der Außenseite von Schülerinnen und Schülern ist es möglich, die Innenseite zu verstehen. So soll versucht werden, den Prozess der aktiven und individuellen Lernge staltung (Konstruktivismus) einfühlsam zu erkunden, zu beobachten und zu begleiten.
Dabei sollten die Lehrerinnen und Lehrer aber wissen, dass es sich um subjektive und selektive Erfahrungen handelt. Das bedeutet, dass ein anderer Beobachter grundsätzlich zu anderen Ergebnissen kommen kann, weswegen die entsprechenden Lehrerinnen und Lehrer Verallgemeinerungen von Einzelbeobachtungen unterlassen und sogenannte Ist-Sätze, die den Charakter von Endurteilen haben, vermeiden sollten.
„Keine Einzelbeobachtung ist für sich allein genommen hinreichende Grundlage für Beurteilungen. Erst ein sorgfältiges Gegeneinanderhalten der Einzelbefunde, ein Vergleich und Abwägen ihrer Gewichtigkeit, ein Prüfen vor allem der einander widersprechenden Aussagen, ein Tasten und Suchen nach dem roten Faden, der sich durch alle Einzelaussagen hindurchzieht, geben eine ... ausreichende Basis für verwertbare ... Aussagen über eine Persönlichkeit ab.“ (THOMAE, 1976) Der Austausch der Ergebnisse mehrerer Beobachter macht diese also objektiver. Daher ist ein größtmöglichstes Maß an Intersubjektivität gefragt. Doch die Urteile bleiben dennoch subjektiv, weshalb sich die Beobachtung zumindest über einen längeren Zeitraum erstrecken sollte. „Denn charakteristisch für einen Menschen ist das sich wiederholende, das in gleichartigen Situationen immer wiederkehrende Verhalten.“ (THOMAE, 1976) Objektivierung ist eben am besten möglich, indem sich die Lehrerin oder der Lehrer mö glichst vieler Fehler bewusst ist oder wird und diese dann versucht weitge hend einzuschränken oder gar zu beseitigen.
Fremdbeobachtung bedeutet aber auch einstückweit Selbstbeobachtung, d.h. Fremdbeobachtung hat mit uns selbst zu tun. Fremdbeobachtung ist also abhängig von unserer eigenen Sozialisation, unseren Vorannahmen, Erwartungen, Relevanzen, Wertmaßstäben und verinnerlichten Theorien. Es findet eine Art Projektion eigener Anliegen in andere Personen statt. Solche Projektionen fallen leider erst beim Vergleich mit Beobachtungsergebnissen anderer auf. D.h. wiederum für den sonderpädagogisch tätigen Gutachter, dass Fallbesprechungen von Lehrerinnen und Lehrern über Schülerinnen und Schüler interessant und wichtig sind.
4. Beobachtungsmethoden, -schemata und –formen
4.1. Gliederungskategorien 1
Bei der diagnostisch relevanten Beobachtung unterteilt man acht Gliederungskategorien, die in Tabelle 1 im Anhang noch einmal strukturgemäß dargestellt sind und hier nachfolgend genannt werden sollen:
4.1.1. Anlass der Beobachtung
Der Anlass der Beobachtung kann in der Umgebung liegen, d.h. es wird eine Gelegenheitsbeobachtung durchgeführt. Es kann aber auch ein begründetes Erkenntnisinteresse vorliegen, was zu einer systematische (standardisierte) Beobachtung
4.1.2. Die Richtung der Beobachtung
Die Richtung der Beobachtung können der Beobachter selbst, sein Verhalten, seine Erinnerungen u.ä. sein. Dann nennt man dies eine Selbstbeobachtung. Im Gegenzug liegt die Richtung der Fremdbeobachtung dann in äußeren Situationen und/ oder im Verhalten anderer.
1 Vgl. Tabelle 1 (Anhang)
4
Arbeit zitieren:
Thomas Schrowe, 2003, Beobachtung als eine Methode der Diagnostik, München, GRIN Verlag GmbH
Dieser Text kann über folgende URL aufgerufen und zitiert werden:
Einbetten
DOI
Didaktische Modelle und ihre Bedeutung für die Unterrichtsplanung
Reflexion zum Unterrichtsprakt...
Pädagogik - Allgemeine Didaktik, Erziehungsziele, Methoden
Essay, 7 Seiten
Motorische Entwicklung des Kindes
Psychologie - Entwicklungspsychologie
Referat / Aufsatz (Schule), 9 Seiten
Gegenüberstellung zweier Kommunikationsmodelle: Die vier Seiten einer ...
Medien / Kommunikation - Theorien, Modelle, Begriffe
Seminararbeit, 25 Seiten
Einführung in psychologische Forschungsmethoden: Grundlagen und Design...
Seminararbeit, 33 Seiten
Die Entwicklung der Angst bei Kindern: Mami, unter meinem Bett sind Mo...
Psychologie - Entwicklungspsychologie
Hauptseminararbeit, 23 Seiten
Kooperatives Lernen vor dem Hintergrund einer konstruktivistischen Ler...
Pädagogik - Pädagogische Psychologie
Seminararbeit, 18 Seiten
Dokumentation der Einführung von Symmetrie in einer 2. Klasse
Unterrichtsentwurf, 21 Seiten
Die Konzeption einer Werkstatt für behinderte Menschen
Pädagogik - Heilpädagogik, Sonderpädagogik
Zwischenprüfungsarbeit, 16 Seiten
Kommunikationsmodelle von Niklas Luhmann und Paul Watzlawick im Vergle...
Soziologie - Individuum, Gruppe, Gesellschaft
Hauptseminararbeit, 17 Seiten
Thomas Schrowe hat den Text Beobachtung als eine Methode der Diagnostik veröffentlicht
Thomas Schrowe hat einen neuen Text hochgeladen
0 Kommentare