Zeichen der Zeit – Heinrich Heine als politischer Poet
betrachtet anhand der Zeitgedichte „Doktrin“,
Lebensfahrt“ und „Nachtgedanken“
von. Kathrin Rosi Würtz
Inhaltsverzeichnis
Vorwort Anliegen dieser schriftlichen Ausarbeitung 2
Kapitel 1 Entstehung und Analyse der Gedichte
1.1 Zu „Doktrin“ 3-4
1.2 Zu „Lebensfahrt“ 4
1.3 Zu „Nachtgedanken“ 5
Kapitel 2 Heine als politischer Poet
Interpretation der Zeitgedichte 6-10
Kapitel 3 Heinrich Heine: Zeichen der Zeit?!
Inwieweit ist Heine als Zeichen seiner Zeit zu verstehen? 10
Literaturverzeichnis 11
Vorwort – Anliegen dieser schriftlichen Ausarbeitung
Die vorliegende schriftliche Arbeit setzt sich mit Heines lyrischem Schaffen Anfang der 1840er Jahre auseinander. Zur Konkretisierung der Betrachtung werden die drei Zeitgedichte „Doktrin“, „Lebensfahrt“ und „Nachtgedanken“ herangezogen und analysiert. Die Abteilung Zeitgedichte [DHA 2, S. 109-130] bestehend aus insgesamt vierzehn Gedichten, beginnt mit „Doktrin“ und endet mit „Nachgedanken“, an zehnter Stelle findet sich „Lebensfahrt“. Anhand dieser Gedichte soll ein kurzer Abriss über Heines politisches Engagement in seinem lyrischen Schaffen gegeben werden. In einem weiteren Blickwinkel steht Heines Begegnung mit dem Theoretiker Karl Marx, den Heine erstmals im Dezember 1843 in Paris begegnet. Anhand von einigen Briefen soll die politisch enge Beziehung zwischen dem politischen Poeten Heine und dem Junghegelianer Marx aufgezeigt werden und an einigen Stellen in den vorliegenden Text einfließen.
Kapitel 1 Entstehung und Analyse der Gedichte
1.1 Zu „Doktrin“
Die Entstehung des mit der römischen Ziffer І bezeichneten ersten Zeitgedichts „Doktrin“ wird laut [DHA 2, S. 685] auf Anfang Juni 1844 datiert, am 20. Juli 1844 erscheint der Erstdruck. Im Vergleich zu den beiden in dieser Analyse noch folgenden Gedichten „Lebensfahrt“ und „Nachtgedanken“ ist „Doktrin“ von der Entstehungszeit gesehen das jüngste der drei betrachteten Gedichte, so dass von einer chronologischen Anordnung nicht die Rede sein kann. Vielmehr leitet dieses Gedicht den Zyklus ein und will die Kernaussage der Zeitgedichte als Einheit plakativ und verbal radikal verdeutlichen. Auf eine mögliche Interpretation soll jedoch erst an späterer Stelle genauer eingegangen werden.
Bestehend aus drei Strophen á vier Verse mit einem Reimschema der Form abcb / defe / gbhb weist dieses Gedicht größtenteils im Militär verwendetes Vokabular auf. Hauptbestandteil bzw. Gegenstand des Geschehens ist eine Trommel, die sowohl das hier in der dritten Strophe auftretende lyrische Ich als auch ein konkret aufgefordertes Du schlägt bzw. schlagen soll. Die Trommel als Symbol des Aufbruchs, als Mittel „die Leute aus dem Schlaf“ (V5) zu wecken, durchzieht das ganze Gedicht. Außerdem bekundet das lyrische Ich durch das Trommelschlagen Sinn und Zweck von Wissenschaft, Büchern und der Philosophie des deutschen Philosophen Georg Wilhelm Friedrich Hegel aufdecken, oder salopp ausgedrückt, ans Tageslicht führen zu können.
[...]
Arbeit zitieren:
Kathrin Rosi Würtz, 2004, Zeichen der Zeit - Heinrich Heine als politischer Poet betrachtet anhand der Zeitgedichte 'Doktrin', Lebensfahrt' und 'Nachtgedanken', München, GRIN Verlag GmbH
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