Hausarbeit Aerosole
Inhaltsverzeichnis
1. Einleitung 4
2. Aerosolquellen 5
2.1 Primäraerosole bzw Dispersionsaerosole 6
2.2 Sekundäraerosole bzw Nukleationsaerosole 8
2.3 Anteile natürlicher und anthropogener Quellen 10
3. Größenverteilung 11
4. Chemische Zusammensetzung 13
5. Lebenslauf Troposphärischer Aerosole Senken 14
5.1 Umwandlungsprozesse 14
5.2 Senken 16
5.3 Lebensdauer 17
5.4 Partikeltransport 18
6. Klimawirkung 20
6.1 Indirekter Klimaeffekt 20
6.2 Direkter Klimaeffekt 22
6.3 Quantifizierung der Effekte 23
7. Einfluss auf die Gesundheit 24
Hausarbeit Aerosole
Abbildungsverzeichnis
Abbildung 1 Teilchendurchmesser einiger Partikel 4
Abbildung 2 Rußpartikel 5
Abbildung 3 Tröpfchenbildung beim Zerplatzen von Meerwasserblasen 6
Abbildung 4 Globale Seesalz-Quellstärken in kg km 2 hr 1 6
Abbildung 5 Quellstärken von Mineralstaub in kg km 2 hr 1 7
Abbildung 6 Sulfataerosole 9
Abbildung 7 Quellstärken anthropogener Sulfataerosole in kg km 2 hr 1 9
Abbildung 8 Quellstärken natürlicher Sulfat-aerosole in kg km 2 hr 1 10
Abbildung 9 Trimodales Volumenspektrum (Whitby Spektrum) 12
Abbildung 10 Seesalzaerosole unter dem Polarisationsmikroskop 13
Abbildung 11 Typische Zusammensetzung eines feinen kontinentalen
Aerosols 13
Abbildung 12 Umwandlungsprozesse von troposphärischen Aerosolen 14
Abbildung 13 Depositionsgeschwindigkeit von Partikeln auf Gras
Feldmessungen aus versch Experimenten 16
Abbildung 14 Lebenszeit von Aerosolen in Abhängigkeit der Partikelgröße
für verschiedene Verlustprozesse 18
Abbildung 15 Teilchenzahldichte als Funktion der Höhe 19
Abbildung 16 Ship Tracks 21
Abbildung 17 Strahlungsantrieb durch Spurengase und Aerosole 23
Hausarbeit – Aerosole
1. Einleitung
Aerosol bedeutet wörtlich übersetzt „in Luft gelöst“ (aus dem griech. oder lat. aer = Luft und sole = Lösung). 1 Streng genommen bezeichnet es ein Trägerfluid mit darin suspendierten Partikeln. In der wissenschaftlichen Literatur wird der Begriff „Aerosol“ jedoch meist gleichbedeutend mit den Partikeln verwendet, ohne das Trägergas mit einzuschließen. 2 Die Teilchen haben einen Durchmesser von etwa 10 -2 bis 10 2 µm und können sowohl fest als auch flüssig sein. Typische Aerosole sind z.B. Seesalzkerne aus
und Konzentration der Partikel. Da sie als Kondensationskerne für die Wolkenbildung verantwortlich sind (indirekter Klimaeffekt) und die Atmosphäre trüben (direkter Klimaeffekt), beeinflussen sie den Strahlungshaushalt der Erde und somit auch das Klima. 5 Derzeitige Forschungsergebnisse deuten auf einen dem Treibhauseffekt gegenläufigen, also einen abkühlenden Effekt hin. 6 Auch auf die menschliche Gesundheit üben Aerosole einen Einfluss aus. Je nach Partikelgröße können sie bis in die Lungenalveolen vordringen. 7 Diese Arbeit beschreibt den Lebenslauf und die Eigenschaften der Aerosole sowie ihre Einflussnahme auf das Klima und die menschliche Gesundheit. Vgl. Claus Bliefert, Umweltchemie, 3.Auflage 2002, S.225.
1
Vgl. Nicole Riemer, Numerische Simulation zur Wirkung des Aerosols auf die
2
Troposphärische Chemie und die Sichtweite,2002, S.7.
Vgl. Claus Bliefert, Umweltchemie, 3.Auflage 2002, S.225.
3
Vgl. Spektrum der Wissenschaft, April 1994, Sulfat-Aerosole und Klimawandel, S.46-53.
4
Vgl. Claus Bliefert, Umweltchemie, 3.Auflage 2002, S.225/226.
5
Vgl. Spektrum der Wissenschaft, April 1994, Sulfat-Aerosole und Klimawandel, S.46-53.
6
Vgl. http://aerosolforschung.web.psi.ch/Was_Page/Was_Page.htm, 27.03.04.
7
4
Hausarbeit – Aerosole
2. Aerosolquellen
Grundsätzlich lassen sich zwei verschiedene Aerosolklassen unterscheiden.
Die Primärpartikel, auch Dispersionsaerosole genannt, werden direkt in die
Atmosphäre emittiert. Zu ihnen gehören Mineralstaub, Seesalz und
Partikel, die als Folge von Verbrennungsvorgängen entstehen, wie z.B.
Rußpartikel (siehe Abbildung 2). 8 Sekundärpartikel, auch
Nukleationsaerosole genannt, werden aus Vorläufersubstanzen in der
Gasphase durch homogene Nukleation gebildet. 9 Dieser Vorgang wird
häufig auch als „gas to particle conversion“ bezeichnet. 10 Solche
sekundären Aerosole enthalten oft Ammonium-, Sulfat- oder Nitrat-Ionen
in Form von Salzen und Säuren. 11 Beide Aerosoltypen werden sowohl
natürlich als auch anthropogen emittiert.
Vgl. Nicole Riemer, Numerische Simulation zur Wirkung des Aerosols auf die
8
Troposphärische Chemie und die Sichtweite,2002, S.11.
Vgl. Claus Bliefert, Umweltchemie, 3.Auflage 2002, S.229.
9
Vgl. Ruprecht Jaenicke, Atmosphärische Spurenstoffe, 1987, S.323.
10
Vgl. Claus Bliefert, Umweltchemie, 3.Auflage 2002, S.229.
11
5
Hausarbeit – Aerosole
2.1 Primäraerosole bzw. Dispersionsaerosole
Die bedeutendste Quelle für natürliche Dispersionsaerosole ist das Meer. 12 Die so genannten Seesalzaerosole entstehen durch das Zerplatzen von Gasbläschen, welche sich bei Windgeschwindigkeiten von mehr als 3 m/s in den Wellenkämmen
Luft auf etwa die Hälfte ihres ursprünglichen Durchmessers ein (siehe Abbildung 3). Abbildung 4 zeigt eine grafische Darstellung der globalen Seesalzquellen.
Claus Bliefert, Umweltchemie, 3.Auflage 2002, S.227.
12
6
Hausarbeit – Aerosole
Der natürliche Primäraerosoleintrag der Landmassen resultiert vorwiegend aus der Aufwirbelung fester Teilchen duch den Wind. Die Windkräfte bewegen die Partikel dabei tangential zur Erdoberfläche, wodurch die Adhäsionskräfte reduziert werden. Stöße mit den Unebenheiten des Untergrunds verleihen den Partikeln den nötigen Vertikalimpuls, um vom Boden weggetragen zu werden. 13 Dieser Prozess stellt die zweitwichtigste direkte Aerosolemission dar. Die bedeutendsten Quellen für diesen Staub aus mineralischen Bestandteilen sind Wüsten und wüstenähnliche Gebiete, die jährlich etwa 200 bis 500 · 10 6 t Mineralstaub in die Atmosphäre abgeben (siehe Abbildung 5). Die mittlere Zusammensetzung dieser Aerosolteilchen entspricht der der Erdkruste. Der zum atmosphärischen Hintergrundaerosol gehörende Mineralstaub (Teilchenkonzentration 300 cm -3 ) ist ubiquitär und selbst in Reinluftgebieten anzutreffen. 14 Weitere natürlich emittierte Partikel sind die biogenen Aerosole. Zu ihnen gehören Bakterien, Pilze, Viren, Algen Pollen, Sporen usw. Ihre Rolle im Klimasystem ist jedoch bis heute mangels ausreichender Daten nicht genügend quantifizierbar. Buschfeuer und Vulkane sind ebenfalls als Quellen zu nennen. Vulkane stoßen sowohl Primäraerosole in Form von Rußpartikeln, als auch Vorläufergase von Sekundäraerosolen wie SO2 aus (siehe auch Kap. 2.2), die bis in die Stratosphäre gelangen können. 15
Vgl. Walter Roedel, Physik unserer Umwelt: Die Atmosphäre, 1992, S.374-376.
13
Vgl. Claus Bliefert, Umweltchemie, 3.Auflage 2002, S.227.
14
Vgl. IPCC, Climate Change 2001: The Scientific Basis, 2001, S.300.
15
7
Arbeit zitieren:
Jan Sebastian Mänz, 2004, Aerosole, München, GRIN Verlag GmbH
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