Inhaltsverzeichnis
1. (LQOHLWXQJ. Seite 4
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- 2.1 Europa. Seite 6
- 2.2 Britannien. Seite 7
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- 3.1 Die militärische Expansion. Seite 10
- 3.2 Der kulturelle und gesellschaftliche Wandel. Seite 12
4. UWXV. Seite 16
5. )D LW. Seite 20
6. 4XHOOHQXQG/LWHUDWXUDQJDEHQ:
- Quellen. Seite 21
- Monographien. Seite 21
- Zeitschriftenaufsätze. Seite 22
7. (UNOlUXQJ. Seite 23
3
1. Einleitung
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Gawain, Avalon, Excalibur und Uther sind nur einige der Namen, die stets im Zu- sammenhangmit dem jenes legendären Königs fallen, der Literatur, Film und auch die Wissenschaft seit langer Zeit zu beschäftigen weiß. Artus - mal das Vorbild des christlichen Königs schlechthin, mal ein römischer Feldherr und mal in ganz in der Tradition eines keltischen Stammesführers stehend - um seine sagenhafte Gestalt ranken sich Geschichten aus der Zeit eines Landes, in der es um sichere Überlieferungen kärglich bestellt ist. Den historischen Hintergrund des sagenhaften Artus und seine Zeit, d.h. das Britannien des 5. und frühen 6. Jahrhunderts näher zu beleuchten, ist das Ziel der vorliegenden Arbeit. Im ersten Teil der Arbeit wird die in aller Kürze der allgemeine historische Hin-tergrund der Völkerwanderungszeit skizziert - bezogen zunächst auf das ganze weströmische Reich und dann erst auf die Entwicklung in der römischen Provinz Britannien. Dies soll es dem Leser erleichtern, die folgenden Darstellungen in den Gesamtkontext einzuordnen. Der zweite Teil beschäftigt sich mit jener Phase der Geschichte Britanniens, die zwischen dem Abzug der letzten römischen Truppen und der Etablierung der angelsächsischen Königreiche liegt. Der Ablauf der schrittweisen Invasion Britanniens durch die germanischen Stämme und die damit einhergehende Zerstörung des römisch-antiken Gesellschaftsgefüges in der ehemaligen Provinz sind Gegenstand dieses Kapitels. Die Person des Artus, von der Entstehung seiner Legende bei Nennius bis zu der heute verbreiteten Form von Geoffrey of Monmouth sind Thema des dritten und letzten Teiles der Arbeit.
1 Geoffrey of Monmouth: The History of the Kings of Britain, in: Thorpe, Lewis: Geoffrey of Monmouth. The History of the Kings of Britain. London 1966, IX, 1,1. Im folgenden zitiert als: Geoffrey.
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Bei der Skizzierung des historischen Hintergrundes orientiert sich die Arbeit im wesentlichen an den Darstellungen Martin 2 und Brodersen 3 , wobei letzterer auch einen guten Überblick über die auf Britannien bezogene spätantike Quellenlage vermittelt. Bei der Darstellung der angelsächsischen Invasionen waren die Ausführungen Kriegers 4 , und der Aufsatz von Ward-Perkins 5 maßgeblich. Für diesen und auch den letzten Teil der Arbeit wurde verstärkt auf die vorliegenden Quellen 6 zurückgegriffen bei deren kritischer Betrachtung die Arbeiten von Hanning 7 und Higham 8 und der Aufsatz von Johanek 9 wesentlich waren.
2 Martin, Jochen: Spätantike und Völkerwanderung, in: Oldenbourg. Grundriss der Geschichte (Bd.
4). München 1995. Im folgenden zitiert als: Martin.
3 Brodersen, Kai: Das römische Britannien. Spuren seiner Geschichte. Darmstadt 1998. Im folgenden zitiert als: Brodersen.
4 Krieger, Karl-Friedrich: Geschichte Englands. Von den Anfängen bis zum 15. Jahrhundert, in: Bleicken, Jochen, Gall, Lothar und Jakobs, Herrmann (Hg.): Geschichte Englands (Bd. 1) München 1996. Im folgenden zitiert als: Krieger.
5 Ward-Perkins, Bryan: Why did the Anglo-Saxons not become more British?, in: English Historical Review Nr.462. Harlow/ Essex 2000, S. 513-534. Im folgenden zitiert als: Ward-Perkins.
6 Venerabilis Baedae: HISTORICA ECCLESIASTICA GENTIS ANGLORUM, in: Spitzbart, Günther: Beda der Ehrwürdige. Kirchengeschichte des englischen Volkes. Darmstadt 1997. Im folgenden zitiert als: Beda.
Gildas: DE EXCIDIO BRITONUM, in: Winterbottom, Michael: Gildas. The Ruin of Britain and other works. London, Chichester 1978. Im folgenden zitiert als: Gildas. Geoffrey.
7 Hanning, Robert W.: The Vision of History in Early Britain. From Gildas to Geoffrey Monmouth. New York, London 1966. Im folgenden zitiert als: Hanning.
8 Higham, N.J.: The English conquest. Gildas and Britain in the fifth century. Manchester 1994. Im folgenden zitiert als Higham.
9 Johanek, Peter: König Arthur und die Plantagenets. Über den Zusammenhang von Historiographie und höfischer Epik in mittelalterlicher Propaganda, in: Frühmittelalterliche Studien. Jahrbuch des Institutes für Frühmittelalterforschung der Universität Münster Bd. 21. Münster, Berlin 1987, S. 346-389. Im folgenden zitiert als: Johanek.
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Seit dem 4. Jahrhundert kommt es zunehmend zu Einfällen germanischer Stämme in das Gebiet weströmischer Provinzen. Auch wenn diese zunächst noch erfolgreich zurückgeschlagen werden können, gehen sie doch immer häufiger mit einer Landnahme und festen Ansiedlung der Stämme einher. Hierbei etablierte sich die Praxis, diese Stämme zu einem IRHGXV zu bewegen, d.h. einem Bündnis, in welchem den Eindringlingen Siedlungsland und teilweise Autonomie zugesichert wurde, wenn diese im Gegenzug bereit waren, die innere Ruhe des Imperiums nicht weiter zu stören und bei Bedarf Waffenhilfe gegen andere Gegner zu leisten. 11
Ausgelöst durch die Wanderung der Hunnen, überschreitet 376 ein Verband germanischer, alanischer und hunnischer Reiter die Reichsgrenze der Donau und vernichtet 378 bei Adrianopel weite Teile der oströmischen Truppen. Nach diesem als Katastrophe empfundenen Ereignis wird die Situation in beiden Reichteilen zunehmend unsicherer. Die verstärkte Autonomie der auf Reichgebiet angesiedelten Stämme wird zum Problem, da die territoriale Einheit des Imperiums verschwimmt und Autoritätskonflikte zwischen Stammesführern und römischer Obrigkeit die Folge sind. Unter dem Druck der verschiedenen Invasionen, kommt es immer wieder zur Abspaltung einzelner Reichsteile, die angesichts der herandrängenden Feinde auf sich allein gestellt sind. Auch zahlreiche Usurpatoren spalten und schwächen die Kräfte des Reiches. Immer mehr ist besonders Westrom von germanischen Heerführern und der Loyalität germanischer Verbündeter abhängig. 12 Im Westen wird der Vandale Stilicho ab 391 Heerführer und beherrschende Gestalt, der es bis zu seiner Ermordung 408 gelingt, die Situation einigermaßen stabil zu halten. Nach seinem Tod kommt es zum Einfall des Goten Alarich in Italien, der Rom mehrfach belagert und 410 schließlich einnimmt und plündert. 13
10 Ammianus über die Kämpfe des späten 4. Jahrhunderts. Ammianus: Das römische Weltreich: 26, 4, 5, zit. nach: Brodersen: S. 233. Im folgenden zitiert als: Ammianus.
11 Martin: S. 31.
12 Zur Schlacht von Adrianopel und ihren Folgen: Ebenda: S. 35 f.
13 Zur „Ära“ Stilichos: Ebenda: S. 37 ff.
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Arbeit zitieren:
Robert Albrecht, 2001, Artus und der Untergang des römischen Britannien, München, GRIN Verlag GmbH
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