Inhaltsverzeichnis
1. Einleitung. 1
2. Allgemeine Situation. 3
2.1. Allgemeine Arbeitslosigkeit. 3
2.2 Soziale Situation und gesellschaftliche Ausgrenzungstendenzen
dauerhaft erwerbsloser Frauen. 5
3. Erwerbstätigkeit der Frauen. 8
4. Chancen und Risiken der Frauen auf dem Arbeitsmarkt. 10
5. Arbeitsmarktpolitik. 14
6. Weibliche Jugendliche. 16
7. Die Modernisierung und die Flexibilisierung der Arbeitszeit. 18
7.1 Zeitzeitarbeit. 18
7.2 Telearbeit. 20
8. Berufliche Aufstiegschancen der Frauen. 21
9. Fazit. 23
10. Literaturverzeichnis 24
1. Einleitung
Die täglichen Schlagzeile wie z.B. „Krise der Arbeitsgesellschaft“, „Notwendige Qualifikationen für die gewünschten Berufe“, „Arbeitsmarktbenachteiligungen zwischen den Geschlechtern“, „Arbeitsplatzverluste“, „die allgemeine Arbeitslosigkeit“ etc., versuchen die Folgen und die Problematik der seit Jahren herrschenden Massenarbeitslosigkeit darzustellen, welche sich nicht nur auf die davon direkt betroffenen Menschen erstrecken, sondern haben auch Auswirkungen auf deren Familien, Freundes-und Familienkreis, sowie auf die gesamte Gesellschaft. Der starke Anstieg der Arbeitslosigkeit in fast allen Industrieländern, seit der ersten Ölkrise 1974, beschäftigt bereits seit zwei Jahrzehnte Anhänger verschiedener ökonomischer Denkschulen. Dabei zeigt sich, dassunabhängig von dem jeweiligen wirtschaftspolitischen Gesellschaften der einzelnen Regierungen- die Tendenz zu einer höheren Zahl von Erwerbslosen international festzustellen sind, wodurch das Vollbeschäftigungsziel in den meisten Industrieländern in den letzten 20 Jahren nicht mehr erreicht worden ist. In der Europäischen Union erhöhte sich die Arbeitslosenquote im Laufe der 70er Jahre von ca. 3% auf über 6%. 1 Mit der zweiten Ölkrise und der daraus folgenden Rezession Anfang der 80er Jahre stieg die Arbeitslosigkeit noch einmal schubartig an. In der Bundesrepublik Deutschland besteht die Massenarbeitslosigkeit bereits seit Anfang der 80er Jahre. Betrachtet man den Arbeitsmarkt der Bundesrepublik Deutschland etwas genauer, so lassen sich folgende „Problemgruppen des Arbeitsmarktes“ erkennen: Un- und angelernte Arbeitnehmer, Frauen, Behinderte, junge Menschen unter 25 Jahren, fehlqualifizierte Menschen, Ausländer und ältere Arbeitnehmer (über 45 Jahren).
Ziel dieser Hausarbeit ist es die derzeitige Arbeitsmarktproblematik der Frauen darzustellen mit der sie heutzutage viel mehr konfrontiert werden
1 Vgl. Zinn / Meißner (1984), S. 364 f.
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als je zuvor. Des Weiteren wird darauf eingegangen, in wieweit sich Frauen beruflich engagieren und auf welche Probleme sie dabei stoßen. Es werden neue Arbeitsformen vorgestellt, die sowohl der Modernisierung als auch der Flexibilisierung der Arbeitszeit der Frauen beitragen werden und in der Zukunft eine zunehmende Rolle spielen werden. Die Arbeit schließt mit einem Fazit ab, dass eine kritische Beurteilung des Themenbereiches beinhaltet.
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2. Allgemeine Situation
2.1. Allgemeine Arbeitslosigkeit
Die Bekämpfung der Arbeitslosigkeit ist zu einem der meist diskutierten Thema in unserer Gesellschaft geworden. Das Aneinanderreihen von Zahlen und Statistiken über das Ausmaß der in der Bundesrepublik Deutschland ständig steigenden Anzahl der Arbeitslosenzahl sei hier bis auf paar wenige Daten ausgespart, da diese mittlerweile fast täglich durch die Medien mitgeteilt werden. Wann sind Arbeitnehmer arbeitslos?
Eine Arbeitslosigkeit liegt vor, wenn die Arbeitnehmer nicht in einem Beschäftigungsverhältnis stehen, nur eine Beschäftigung unter 15 Wochen-stunden leisten oder der Arbeitsvermittlung zur Verfügung stehen. 2 Für das Jahr 1998 meldet das Statistische Bundesamt 2.006.600 Millionen arbeitslosen Frauen von insgesamt 4.279.300 Millionen registrierten Erwerbspersonen. 3 Die Zahl der tatsächlich arbeitssuchenden Frauen ist jedoch wesentlich höher. Es handelt sich dabei meist um Hausfrauen oder sogar um Frauen, die sich nicht arbeitslos gemeldet haben. Außerdem überbrücken viele Frauen die Zeit nach der Schulausbildung mit einem sozialen Jahr, andere dagegen befinden sich in Umschulungs- und Weiterförderungsmaßnahmen oder in Arbeitsbeschaffungsmaßnahmen. 4 Seit den 80er Jahren kommt in der Bundesrepublik Deutschland zu der bestehenden „Massenarbeitslosigkeit“ hinzu. Mit den Dauererwerbslosen sind Menschen gemeint, welche nach langjähriger Erwerbstätigkeit erwerbslos geworden sind und nun mit einer völlig veränderten Lebenssituation umgehen müssen. 5
2 Vgl. Arbeitsgesetze (2000), 24.Sozialgesetzbuch ♣ 118.
3 Vgl. Statistisches Bundsamt (2000), S. 98.
4 Vgl. Fichtner, in: Frankfurter Rundschau, 28.Juni 1997, S.3
5 Vgl. Arbeitsgruppe „Alternative Wirtschaftspolitik“ (1997), S. 55.
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Die erwerbslosen Frauen fordern immer lautstärker ihr „Recht“ auf Teilhaben am Arbeitsleben und den durch Arbeit geschaffenen Reichtum. Sie organisieren sich z.B. in Frauengruppen, machen sich sichtbar und begehren auf. Festzuhalten ist auch, dass es sich bei der Erwerbslosigkeit um ein ernsthaftes Phänomen mit gravierenden Folgen handelt. 6 Der Einkommensausfall und der damit verbundene Nachfragerückgang kann zu weiterer Arbeitslosigkeit führen. Zum Einen führt dieses zu den finanziellen Folgen für den Staat wie z.B. zum Ausfall der benötigten Steuereinnahmen sowie zum Ausfall von Sozialversicherungsbeträgen. Zum Anderen führt dieses innerhalb der Gesellschaft zu Existenzängsten, Kriminalität, Alkoholismus bis hin zum Radikalismus. Diese Folgen können politische Umwälzungen mit sich bringen. 7
Es ist damit zu rechnen, dass aufgrund des sich stetige verengenden Arbeitsmarktes und der weiteren zu erwartenden massiven Beschäftigungseinbrüche in den Bereichen der Männerdomänen der Konkurrenzkampf zwischen den Geschlechtern um ein zu knappes Arbeitsplatzangebot zunimmt und Männer Zug um Zug in die bislang frauendominierten Dienstleistungsbereiche vordringen. Das heißt, dass die Frauen auf ihren qualifizierten Tätigkeitsbereichen nach und nach gedrängt werden. Die Situation der Langzeitarbeitslosen ist besonders problematisch, da die Gefahr besteht, dass diese dauerhaft aus der Gesellschaft ausgegrenzt bleiben. 8 Auch diese positive Entwicklung der Wirtschaft bringt diese Langzeitarbeitslosen nicht wieder ohne weiteres in das Berufsfeld. Die Arbeitslosigkeit zu verringen gehört zu der besonderen Herausforderung, der sich die Gesellschaft der Bundesrepublik Deutschland stellen muss. Denn die Erwerbslosigkeit ist nicht nur ein individuelles Problem, sondern betrifft das gesamtgesellschaftliche und wirtschaftliche Leben.
6 Vgl. Arbeitsgruppe „Alternative Wirtschaftspolitik“ (1997), S. 55.
7 Vgl. Bäcker (1994), S. 124 f.
8 Vgl. Statistisches Bundesamt, Registrierte Arbeitslose, Stand 08.09.1997.
Bei Langzeitarbeitslosen handelt es sich um Personen, die über einen Zeitraum von 5
Jahren arbeitslos sind.
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2.2 Soziale Situation und gesellschaftliche Ausgrenzungstendenzen
dauerhaft erwerbsloser Frauen
Die Folgen und Probleme sich manifestierender Massen- und Langzeitarbeitslosigkeit beschränken sich nicht nur auf die davon direkt betroffenen Personen, sondern wirken sich auch auf deren Familien sowie den Freuden- und Bekanntenkreis aus. Was bei dieser Beachtung eine besondere Beachtung erhalten sollte ist, dass sich die wirtschaftlichen-, gesellschaftlichen- und familiäre Probleme wiederum auf die Betroffenen niederschlagen und dadurch der individuelle Umgang mit ihrer eigenen Situation immer schwieriger wird. Durch den Verlust des Einkommens gerät häufig die ganze Familie von betroffenen Personen in finanzielle und materielle Schwierigkeiten.
Das soziale Netz in der Bundesrepublik Deutschland sorgt dafür, dass niemand in seiner psychischen Existenz durch eine Arbeitslosigkeit gefährdet wird, dennoch ist die Arbeitslosigkeit “... zur wichtigsten Ursache von Armut geworden“. 9 Es handelt es sich hierbei nicht um den für z.B. „Dritte-Welt-Länder“ benutzten Begriff: „Armut“ mit dem sehr oft „Hunger und Tod“ verbunden ist, sondern um die sogenannte „Neue Armut“, den Zwangsverzicht auf den gesellschaftsüblichen Konsum bis hin zur mangelnder Ernährung. Auf diese Art und Weise werden einzelne Personen bis hin zu ganzen Familien aus dem gesellschaftlichen Leben ausgegrenzt.
Das Teilhaben am entstandenen gesellschaftlichen Reichtum und am Wohlstand ist für einige Personengruppen noch begrenzt möglich. Wobei gerade das Produzieren und Konsumieren die zwei zentral wichtigsten Handlungsweisen in unserer Gesellschaft sind. 10 Produzieren ist mit Arbeit oder präziser gesagt mit einer Erwerbsarbeit fast identisch. Während das Konsumieren größtenteils in der Freizeit geschieht. Wird einer Erwerbsperson in solch einer Gesellschaft die Möglichkeit zum Produzieren (Geld verdienen) genommen, so nimmt man ihr die Möglichkeit ein durch- 9 Vgl.Oppolzer (1993), S. 157.
10 Vgl. Glücklich (1988), S. 43.
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Arbeit zitieren:
Azra Huskic, 2000, Arbeitsmarktproblematik der Frauen in der Bundesrepublik Deutschland, München, GRIN Verlag GmbH
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