-II-
Abbildungsverzeichnis IV
1 Einleitung 1
1.1 Problemstellung 1
1.2 Zielsetzung und Vorgehensweise 2
2 Begriffsdefinitionen 3
2.1 Neue Medien 3
2.2 Betriebliche Weiterbildung 4
3 Computergestützte Lernsysteme 5
3.1 Geschichte der computergestützten Lernsysteme 6
3.2 Didaktische Modelle als Grundlage computergestützter Lernsysteme 7
3.2.1 Behaviorismus 7
3.2.2 Kognitivismus 8
3.2.3 Konstruktivismus 8
3.2.4 Learning Cycle 9
4 Typen und Einsatzarten der multimedialen Lernsysteme 11
4.1 Differenzierung nach der Art der Lernbeziehung 11
4.1.1 Open Distance Learning 11
4.1.2 Teleteaching 11
4.1.3 Teletutoring 12
4.2 Differenzierung nach dem Aufbau der Lernumgebung 12
4.2.1 Drill Practice 12
4.2.2 Präsentationssysteme 13
4.2.3 Simulationssysteme 13
4.2.4 Tutorielle Systeme 13
4.2.5 Intelligente Tutorielle Systeme 13
4.2.6 Hypertext - Hypermedia - Systeme 14
5 Einsatz neuer Medien in der betrieblichen Weiterbildung 15
5.1 Technische Voraussetzungen 15
-III-
5.2 Möglichkeiten und Grenzen 16
5.3 Wirtschaftlichkeitsbetrachtung 20
6 Schlussbetrachtung 22
Anlagenverzeichnis 23
Anhang 24
Literaturverzeichnis 25
Ehrenw örtliche Erklärung 28
-IV-
Abbildungsverzeichnis
Abb. 1: Der Computer im Mittelpunkt der Neuen Medien
Abb 2: „Learning Cycle" Modell
-1- 1Einleitung
1.1 Problemstellung
Globalisierung der Märkte, Technisierung der Arbeitswelt, steigender Wettbewerbsdruck sind Faktoren, die den raschen Wandel unserer modernen Industriegesellschaft kennzeichnen. Daraus ergibt sich ein stetiger Anstieg der Anforderungen im beruflichen Leben. „Wissen erweist sich mehr und mehr als entscheidende Ressource im Wettbewerb der globalen Märkte“ 1 und gilt als ein wichtiger Punkt für das Überleben eines Unternehmens. Strukturen, die lange als selbstverständlich galten, werden durch neue innovative Techniken abgelöst. Dies wird größere Auswirkungen auf die Arbeitsanforderungen und die Arbeitsorganisation haben. Die Qualifikation der Mitarbeiter wird „immer stärker zu einem eigenständigen Gestaltungspotential, zum entscheidenden Faktor für Innovationsprozesse.“ 2 Diese Qualifikationen sind nicht mit dem Abschluss einer Lehre oder einem Studium parat, sondern vielmehr wird das „lebenslange Lernen“ eine elementare Anforderung an jeden Arbeitnehmer darstellen. In zehn Jahren „werden 80% der Arbeitskräfte über formelle Bildungs- und Berufsbildungsgrundlagen verfügen, die über zehn Jahre alt sind. Wichtiges Detailwissen von heute wird dadurch morgen überholt und nicht mehr anwendbar sein.“ 3
Die Dynamik der Märkte und die rasche Entwicklung in neuen Technologien setzen kurze Reaktionszeiten in der Wissensaufbereitung, Wissensvermittlung und Wissensbereitstellung voraus. Nur so lassen sich Vorteile im globalen Wettbewerb schaffen. Darin liegt die Aufgabe der betrieblichen Weiterbildung in der Zukunft. Doch betrachtet man die betriebliche Weiterbildung heute, so hat sie sich ganz im Gegensatz zu ihrer neuen Rolle als zentrales ökonomisches Instrument wenig verändert. Es werden weitgehend herkömmliche Medien wie schriftliche Unterlagen, Videos und Seminare mit Dozenten eingesetzt und das, obwohl die betriebliche Weiterbildung von vielen Unternehmen selbst als eine Investition betrachtet und als solche auch genau kalkuliert und kostentechnisch kontrolliert wird. 4 1998 investierten private Unternehmen insgesamt 34.3 Milliarden DM in die Weiterbildung ihrer Mitarbeiter. 5 Dabei entfallen etwa 70% der Gesamtausgaben auf die sogenannten Freistellungskosten. Somit ist die betriebliche Weiterbildung also nicht nur ein immer bedeutenderes Kriterium für
1 Herbst, D. (2000), S. 1
2 Dybowski-Johannson, G. (1996), S. 57
3 Mosdorf, S. (2001), http://www.siegmar-mosdorf.de/presse/archiv.asp?ID=219
4 Vgl. Wuppertaler Kreis e.V. (2001), http://www.wkr-ev.de/neumedia/mw_k1.htm
5 Vgl. iwd (2001), http://www.iwkoeln.de
-2-den Erfolg eines Unternehmens, sondern gleichzeitig auch ein nicht unbedeutender Kostenfaktor.
Der allgemeine Fortschritt macht sich aber nicht nur auf den globalen Märkten, in der Wirtschaft allgemein und in den Anforderungen an die betriebliche Weiterbildung bemerkbar, sondern ist auch im Bereich von Neuen Medien und in der Entwicklung von neuen Lernsystemen zu beobachten. Denn durch die Entwicklung neuer Computertechnologien wie CD-ROM, Videokonferenzsysteme, schnellere Verbindungen im Internet durch ISDN oder DSL und die Einführung von Intranet in den meisten Unternehmen sind Grundvoraussetzungen geschaffen, die selbstgesteuertes und arbeitsplatznahes Lernen erlauben. Erst durch diese Neuen Medien ist es möglich, dem Anspruch des lebenslangen Lernens gerecht zu werden. Auch die Veränderung der Arbeitssituation selbst, hin zu mehr Teilzeitarbeit und flexibleren Arbeitszeiten, sowie mehr Heimarbeit, erfordert ein flexibles und ortsunabhängiges Weiterbildungssystem. Durch den Einsatz von Neuen Medien und darauf gestützte Lernsysteme ist dies realisierbar. Die Anforderungen und Einsatzmöglichkeiten solcher Lernsysteme sollen in dieser Arbeit näher untersucht werden.
1.2 Zielsetzung und Vorgehensweise
Ziel dieser Arbeit ist es, einen Überblick über die Einsatzmöglichkeiten der neuen Medien in der betrieblichen Weiterbildung zu g eben und diese im Hinblick auf Anforderungen, Einsatzarten und Umsetzung zu betrachten. Dazu ist diese Arbeit in sechs Kapitel gegliedert: Das erste Kapitel dient der Einführung in die Thematik. Im zweiten Kapitel werden die Begriffspaare „neue Medien“ und „betriebliche Weiterbildung“ erklärt und der Computer als zentrales Medium der neuen Medien kurz betrachtet. Die Geschichte der computergestützten Lernsysteme und die ihnen zugrunde liegenden didaktischen Modelle werden im dritten Kapitel behandelt. Das vierte Kapitel gibt eine Übersicht über die Typen und Einsatzarten von computergestützten Lernsystemen. Kapitel fünf befasst sich mit den technischen Voraussetzungen, der Umsetzung und der Wirtschaftlichkeitsbetrachtung des Einsatzes von neuen Medien in der betrieblichen Weiterbildung. In Kapitel sechs wird eine Schlussbetrachtung getroffen.
-3- 2Begriffsdefinitionen
2.1 Neue Medien
Für den Begriff „Neue Medien“ gibt es keine klare Definition und in der Literatur wird er sehr unterschiedlich gebraucht. Nach Schiemann sind die Neuen Medien, „(...) wie die alten, Mittler im Prozess der Speicherung, Verarbeitung und Übermittlung von Informationen mit der Aufgabe, diese Funktion für immer mehr Informationen in immer kürzerer Zeit wahrnehmen zu können;“ 6 Die „alten Medien“ werden schon lange im Unterricht und in Seminaren in Form von Texten, Tafelanschrieben und -zeichnungen, sowie Tonkassetten und Lehrvideos eingesetzt.
Allgemein können Medien nach ihrer Kodalität, d.h. dem Symbolsystem der Informationsübermittlung (z.B. Text und Grafik), Modalität:, also der Sinnesorgane der Informationswahrnehmung (z.B. visuell und akustisch) und Medialität:, dem Speicher- bzw. Präsentationsmedium (z.B. CD, Papier oder Videokassetten, bzw. Bildschirm und Lautsprecher) unterschieden werden. 7
Unter Neuen Medien werden jedoch auch Bereiche der Unterhaltungselektronik, der Datenverarbeitung und die neuen Formen der Massenkommunikation über das Internet und Mobilfunknetze eingeordnet.
Fasst man die Formen der kodalen, modalen und medialen Medien zusammen und betrachtet die Einsatzgebiete von Unterhaltungselektronik, Datenverarbeitung und Massenkommunikation dann spricht man von Multimedia. Und gerade der Ausdruck Multimedia, bzw. die Multimediafähigkeit, wird fast immer in Zusammenhang mit dem Computer genannt. Er verbindet den Einsatz von Text, Grafik, Video und Ton und vereinigt visuelle und akustische Präsentation über die Anschlussmöglichkeiten von verschiedenste Endgeräten. Daraus ergibt sich auch die Position des Computers im Mittelpunkt von Neuen Medien.
6 Schiemann, K. K. (1987), S. 14
7 Vgl. Siemon, J. (2000), http://wiim.wiwi.tu-dresden.de/wist/hefte/0008/artikel.html
Der Computer ist also ein multimediales Medium und kombiniert nicht nur die klassischen Medien der Bildungsarbeit, sondern stellt darüber hinaus neue Formen und Möglichkeiten für pädagogische Zwecke zur Verfügung.
2.2 Betriebliche Weiterbildung
Unter Weiterbildung wird allgemein „Fortsetzung oder Wiederaufnahme organisierten Lernens nach Abschluss einer unterschiedlich ausgedehnten ersten Bildungsphase“ 9 definiert.
Unter der betrieblichen Weiterbildung wird demnach der Teil der Weiterbildung verstanden, der vom Unternehmen durchgeführt, veranlasst bzw. finanziert wird. 10 Darunter können alle
8 Enthalten in: Klimsa, P. (1993), S. 117
9 Deutscher Bildungsrat (1970), S. 250, zit. nach BMBW (1990), S. 11
10 Vgl. Baethge et al.,1990, S. 198
Arbeit zitieren:
Andreas Schebesta, 2001, Einsatzmöglichkeiten von Neuen Medien in der Betrieblichen Weiterbildung, München, GRIN Verlag GmbH
Dieser Text kann über folgende URL aufgerufen und zitiert werden:
Einbetten
DOI
Medieneinsatz im Schulunterricht aus allgemein-pädagogischer Sicht - V...
Seminararbeit, 12 Seiten
Medieneinsatz im Berufsschulunterricht
Medien / Kommunikation - Sonstiges
Referat (Handout), 15 Seiten
Möglichkeiten und Grenzen des Einsatzes Neuer Medien in der Hauptschul...
Ausarbeitung, 25 Seiten
Medien im theoretischen Berufsschulunterricht
Pädagogik - Berufserziehung, Berufsbildung, Weiterbildung
Seminararbeit, 23 Seiten
Die PISA-Studie - Basiskompetenzen von Schülerinnen und Schülern im in...
Politik - Didaktik, politische Bildung
Hausarbeit, 22 Seiten
Die PISA-Studie aus dem Jahr 2000 - Untersuchung, Ergebnisse und Bewer...
Sport - Sportpädagogik, Didaktik
Hausarbeit, 11 Seiten
Gewaltprävention an Schulen - Eine Untersuchung der theoretischen Fund...
Pädagogik - Pädagogische Psychologie
Praktikumsbericht / -arbeit, 40 Seiten
Lernvoraussetzungen - Was sind schlechte Schüler?
Pädagogik - Schulwesen, Bildungs- u. Schulpolitik
Seminararbeit, 19 Seiten
Gewalt in der Schule: Symptome, Bedingungen, Möglichkeiten der Prävent...
Pädagogik - Pädagogische Soziologie
Examensarbeit, 99 Seiten
Psychologische Aggressionstheorien und aggressives Verhalten von Heimk...
Pädagogik - Pädagogische Psychologie
Magisterarbeit, 80 Seiten
Friedemann Schulz von Thun: Das Modell vom "inneren Team" - ...
Deutsch - Pädagogik, Didaktik, Sprachwissenschaft
Hausarbeit (Hauptseminar), 20 Seiten
Geschlechterdifferenzen in der Aggression und im aggressiven Verhalten
Soziologie - Familie, Frauen, Männer, Sexualität, Geschlechter
Seminararbeit, 17 Seiten
Andreas Schebesta hat den Text Einsatzmöglichkeiten von Neuen Medien in der Betrieblichen Weiterbildung veröffentlicht
Andreas Schebesta hat einen neuen Text hochgeladen
0 Kommentare