Bearbeitung des Buches „Grundzüge der Literaturdidaktik“
von Klaus-Michael Bogdal und Hermann Korte
von Sarah Niehaves
III. Basiskonzepte für den Literaturunterricht
1.Lesen- Schreiben- Vorlesen/ Vortragen S. 1
1. Lesen S. 1
1.1 Voraussetzungen S. 1
1.2 Lesen als Text-Leser-Interaktion S. 1
1.3 Lesen und Vorstellungsbildung S. 2
1.4 Lesen und Begriffsbildung S. 2
1.5 Lesen und Gemeinschaft S. 3
1.6 Lesen und „Verstehen“ S. 3
2. Schreiben S. 4
2.1 Voraussetzungen S. 4
2.2 Heuristisches Schreiben S. 4
2.3 Poetisches Schreiben S. 5
2.4 Rhetorisches Schreiben S. 5
3. Vorlesen/ Vortragen S. 5
3.1 Voraussetzungen S. 5
3.2 Vorlesen/ Vortragen als sprechtechnische Herausforderung S. 6
3.3 Vorlesen/ Vortragen als Interpretieren S. 6
3.4 Vorlesen/ Vortragen als Wirkungsverstärkung S. 6
2. Literarisches Lernen in der Primar- und Orientierungsstufe S. 6
1. Vorbemerkungen S. 6
2. Voraussetzungen für literarisches Lernen auf der Seite der SchülerInnen S. 7
2.1 Literarische Sozialisation im Kindesalter S. 7
2.2 Entwicklungsbedingte Voraussetzungen für literarisches Verstehen S. 7
3. Zur Diskussion um literarisches Lernen in der Primar- und Orientierungsstufe S. 8
3.1 Literaturdidaktische Konzepte seit 1945 S. 8
3.2 Brennpunkte der aktuellen Diskussion S. 8
4. Aufgaben und Zielsetzungen, Inhalte und Vermittlungsformen des literarischen Lernens mit Kindern S. 9
3. Kinder- und Jugendliteratur im Unterricht S. 10
1.Zum Spannungsverhältnis zwischen Kinder- und Jugendliteratur und Schule S. 10
2. Historische Vorbemerkung S. 10
3. Was ist Kinder- und Jugendliteratur? Problematisierung im Hinblick auf ihren Unterrichtsgebrauch S. 11
4. Wozu Kinder- und Jugendliteratur im Unterricht? S. 12
5. Kinder- und Jugendliteratur im Kontext von Leseförderung S. 13
1)Rezension S. 14
Basiskonzepte für den Literaturunterricht
1.Lesen- Schreiben- Vorlesen/ Vortragen
Von Ulf Abraham
Lesen und Schreiben kommen im täglichen Gebrauch zumeist aufeinander bezogen vor. Der Aufsatz-/ Literaturunterricht stellt eine Ausnahme dar. Vorteile der Kombination: „ Lesen erleichtert den beim Schreiben notwendigen Aufbau von Ordnungsstrukturen, und Schreiben ermöglicht die Verarbeitung des von Literatur provozierten Selbst- und Fremdverstehens.“1 1. Lesen
1.1 Voraussetzungen
Man kann sagen, dass jede Schriftlichkeit dem Leser eine Lesefläche bietet. Auf dieser kann sich der Blick des Lesers je nach (Le se-) Erfahrung, als ein Beispiel, ganz unterschiedlich bewegen. Lesen stellt nicht immer nur eine Beschäftigung dar, die gerne gemacht wird, sondern ist auch immer mit einer Anstrengung verbunden. Das Kurzzeitgedächtnis kann höchstens 7 neue Informationen gleichzeitig verinnerlichen, was folglich dazu führt, dass angeglichen und reduziert werden muss, dass also aus mehrdeutig zu verstehenden Aussagen Eindeutige „geformt“ werden müssen. Dieser Ablauf wird durch kognitive Strukturen, die Weltwissen repräsentieren, erleichtert. Man kann sagen, dass der Text eine „ Präsuppositionsmaschine“ ist, denn das, was einem Satz einer Aussage zugrunde liegt, zwar nicht unmittelbar ausgesprochen wird, aber meist gefolgert werden kann, entspricht dem vom Leser individuell aufgebrachten Mehrwert.
1.2 Lesen als Text-Leser-Interaktion
Der Leser geht, indem er liest, einen „Lesevertrag“ ein, der es vorsieht bisher angenommene Verstehensvermutungen aufs neue immer wieder zu revidieren. Lesen bedeutet Lernen, denn es werden immer wieder neue Informationen zu den schon vorhandenen im Gedächtnis aufgenommen. Dadurch wird es einem ermöglicht die eigene bisherige Sichtweise zu verändern und eine Selbstabfrage durchzuführen. Eine zusätzliche Ebene, die beim literarischen Lesen eine Rolle spielt, ist die, dass auf Denk- und Wahrnehmungsgewohnheiten, Normen und Werte irritierender Einfluss genommen werden kann. Ein weiteres Potenzial liegt in der Sensibilisierung für Funktionen der Sprache. Dieses ist in der Lyrik stärker ausgebildet als bei üblichen Romanen. Es besteht immer eine Interaktion zwischen dem Text selbst und demjenigen, der den Text liest (Leser). Man könnte auch von einer gegenseitigen Abhängigkeit sprechen. Der Text auf der einen Seite will, dass er durch den Leser zum „Leben erweckt“ wird. Der Leser auf der anderen Seite sieht die Aufgabe des Textes darin, seinen Vorstellungsbildern immer wieder neue „ Nahrung“ zu geben.
1.3 Lesen und Vorstellungsbildung
[...]
1 Klaus-Michael Bogdal, Hermann Korte: Grundzüge der Literaturdidaktik, Deutscher Taschenbuch Verlag GmbH & Co. KG, München 2002; S. 104
Arbeit zitieren:
Sarah Niehaves, 2003, Bearbeitung des Buches 'Grundzüge der Literaturdidaktik' von Klaus-Michael Bogdal und Hermann Korte, München, GRIN Verlag GmbH
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