Analyse der Rede von Adolf Hitler am 15.03.1938
am Wiener Heldenplatz, in Bezug auf Theatralität und Rhetorik
von: Olaf Hahn
Inhaltsverzeichnis
Vorwort ... 2
2. Geschichtlicher Hintergrund ... 3
3. Die Inszenierung der Kundgebung Adolf Hitlers auf dem Wiener Heldenplatz am 15. März 1938 ... 5
4.Rhetorik der Rede A. Hitlers am 15.03.1938 am Wiener Heldenplatz ... 7
5. Auswirkung der Rede von Adolf Hitler auf die Wiener Bevölkerung und Wiener Zeitungen ... 11
Literaturliste ... 13
Vorwort
Bevor ich mit den Recherchen für diese Arbeit begann, hatte ich den Eindruck, das damals die österreichische Bevölkerung, im Gegensatz zu der deutschen, Adolf Hitler abgelehnt hatte. Mir war nie bewusst gewesen wie groß der Zuspruch für diesen Mann in Österreich war. Nach und nach musste ich feststellen, das eine breite Schicht der Bevölkerung an ihn glaubte und Hoffnung in ihn setze. Ich war schockiert die Bilder zu sehen, wo mehrere hunderttausend Menschen die Wiener Straßen säumen und ihrem “Führer” zujubeln. Alle diese Berichte und Bilder versetzt mich in einen kurzen Zustand der Fassungslosigkeit. Wenn man sich vorstellt das Adolf Hitler auf dem Balkon der Wiener Hofburg die Massen mit seinen leeren Versprechungen und seiner ausgefeilten Rhetorik in “seinen Bann” zog und eine breite Masse Begeisterter vermeintlich hinter ihm stand, dann wird einem erst deutlich, in was für einer verzweifelten Lage diese Menschen gewesen seinen mussten. Es ist für mich unwahrscheinlich schwer vorzustellen wie sie in einen so fanatischen Mann wie Hitler ihre Hoffnungen setzen konnten.
Mir wurde auch bewusst, wie viel Interessantes man über dieses Thema schreiben kann und ich fand den Rahmen, obwohl ich schon versucht habe ihn durch die Themenstellung einzugrenzen, trotzdem zu klein. Als ich Olaf Hahn von meinem Thema erzählte und unser Gespräch direkt in eine stundenlange Diskussion ausartete, kam uns der Gedanke, das wir ja die Arbeit gemeinsam schreiben können und uns so noch spezifischer mit dem Thema auseinander zu setzen. Gerade bei diesem Thema ist es besonders produktiv noch jemanden an seiner Seite zu haben mit dem man sich austauschen kann und durch den man objektiv bleibt. Diese Arbeit soll einmal mehr verdeutlichen, wie leicht es anscheinend ist, eine große Masse von Menschen, durch eine perfekt inszenierte und durchgedachte Propaganda, zu beeinflussen. Menschen die sich nach Veränderung und einer besseren Zukunft gesehnt haben und durch ihre Blindheit und Unwissenheit zu einem der schrecklichsten Verbrechen dieses Jahrtausends beigetragen haben.
2. Geschichtlicher Hintergrund
Hitler war entschlossen das Jahr 1938 wieder zu einem Jahr der Aktivität und des Vorwärtsdringens zu machen. Hinter ihm lagen Monate der Überlegungen und des Zurückhaltens. Das Jahr 1937 hatte weder Innen- noch außenpolitisch größere Aktionen erbracht. Nichts hatte sich ereignet, was Hitler als einer “großen Zeit” würdig betrachtet hätte. Die “Zeit der Überraschungen” die er am 30. Januar 1937 bei einem Parteitag für beendet erklärt hatte, sollte wieder beginnen. Er wollte das Jahr 1938 dafür nutzen sich das Innere Deutschland zu stärken, um von dort aus ungehindert operieren zu können. Zunächst schaltete er seine einzigen potentiellen Gegner, die er in Deutschland noch besaß, aus: die reaktionären Generäle. Er entmachtete sie und erklärte sich selber zum Führer der Wehrmacht. Nun hatte er freie Hand sich auf die Außenpolitik zu konzentrieren. Hitler suspendierte den Außenminister und ersetzt ihn durch einen ihm hörigen Mann und führte von nun an die Außenpolitik völlig allein.1 Um seine Absichten öffentlich zu verstärken, berief er die deutschen Botschafter von Rom, Tokio und Wien ab. Besonderen Stellenwert hatte dabei die Abrufung des deutschen Botschafters in Wien. Es sollte zeigen, dass von nun an in Österreich eine Umwälzung vollzogen werden sollte.
[...]
1 Vgl. Domarus, Max: Hitlers Reden von 1932 bis 1945, Dortmund, Löwit Verlag, 1971, S. 19
Arbeit zitieren:
Olaf Hahn, 2002, Analyse der Rede von Adolf Hitler am 15.03.1938 am Wiener Heldenplatz in Bezug auf Theatralität und Rhetorik, München, GRIN Verlag GmbH
Dieser Text kann über folgende URL aufgerufen und zitiert werden:
Einbetten
DOI
Wie entwickelt sich die Wahrnehmung des Menschen in den ersten drei Le...
Psychologie - Entwicklungspsychologie
Studienarbeit, 24 Seiten
Der Entstehungskontext, der Einfluss anderer Autoren und die Verwendun...
Germanistik - Neuere Deutsche Literatur
Hauptseminararbeit, 21 Seiten
Propaganda im Nationalsozialismus - eine Analyse der sprachlichen und ...
Hauptseminararbeit, 39 Seiten
Goethes Naturbild im Wandel - Eine Untersuchung anhand der Gedichte &q...
Germanistik - Neuere Deutsche Literatur
Seminararbeit, 22 Seiten
Rassenwahn und NS-Ideologie - Die "Vergiftung" der deutschen...
Hauptseminararbeit, 26 Seiten
Theodor Fontane: Irrungen, Wirrungen. Schwerpunkt: Frauen bei Fontane ...
Germanistik - Neuere Deutsche Literatur
Seminararbeit, 23 Seiten
J.W. v. Goethe: Prometheus - Dramenfragment und Ode
Germanistik - Neuere Deutsche Literatur
Hausarbeit, 19 Seiten
Authentizität im Fremdsprachenunterricht
Englisch - Pädagogik, Didaktik, Sprachwissenschaft
Hauptseminararbeit, 22 Seiten
Analyse des Gedichts "Es ist alles Eitel" von Andreas Gryphi...
Germanistik - Neuere Deutsche Literatur
Hausarbeit, 15 Seiten
Emilia Galotti - Wie sie wirklich ist. Was viele nicht wussten.
Germanistik - Neuere Deutsche Literatur
Seminararbeit, 28 Seiten
Vergangenheit, die nicht vergehen will - Die Rede des Bundestagspräsid...
Geschichte Europa - Deutschland - Nachkriegszeit, Kalter Krieg
Hauptseminararbeit, 26 Seiten
Zu: Klaus Mann: Mephisto, Roman einer Karriere
Hendrik Höfgen als Prototyp ei...
Germanistik - Neuere Deutsche Literatur
Zwischenprüfungsarbeit, 25 Seiten
Darstellung und Bedeutung der Naturphänomene in Goethes Balladen
Germanistik - Neuere Deutsche Literatur
Hauptseminararbeit, 27 Seiten
Die Führerrede im Nationalsozialismus
Politik - Politische Systeme - Allgemeines und Vergleiche
Hauptseminararbeit, 24 Seiten
Die Widersprüchlichkeit in der Person des Galilei - Eine Interpretatio...
Germanistik - Neuere Deutsche Literatur
Seminararbeit, 29 Seiten
'Wollt ihr den totalen Krieg?' - Sprachliche Untersuchung zur...
Hauptseminararbeit, 20 Seiten
Olaf Hahn's Text Analyse der Rede von Adolf Hitler am 15.03.1938 am Wiener Heldenplatz in Bezug auf Theatralität und Rhetorik ist nun auf dem Buchmarkt erhältlich
Olaf Hahn hat den Text Analyse der Rede von Adolf Hitler am 15.03.1938 am Wiener Heldenplatz in Bezug auf Theatralität und Rhetorik veröffentlicht
Olaf Hahn hat einen neuen Text hochgeladen
Thisisme
Analyse.
Ich denke, wie viele andere "Hitler Kenner" auch, das ihn erst die Inszenierung zum Antisemitismus gebracht hat. Er hat doch sebst gesehen, wie gut er inszenieren kann.
Auch die schwarze Pädagogik spielt eine essentielle
Rolle in hitlers Leben.
am Thursday, April 12, 2007-