Inhaltsverzeichnis
Kapitel Inhalt
1 Einleitung 1
2 Techniken der Medienmanipulation durch die Fakten 2
3 Der Mensch und die Massenmedien 4
4 Manipulation in der Werbung 7
5 Beeinflussung der Öffentlichkeit durch die Nachrichten 10
6 Ursachen und Gründe für Manipulation 15
7 Kann man sich vor Manipulation schützen 18
8 Schluss 19
9 Literaturverzeichnis 21
1 Einleitung
Medium und Manipulation. Zwei Worte, die, wenn sie auch nicht immer so bezeichnet wurden, auf eine sehr lange Geschichte zurückblicken. Zwei Worte, die oft in unmittelbarem Zusammenhang stehen. Zwei Worte, die heute die gleiche Bedeutung haben? Soweit sich die Bedeutung eines Wortes an der Aktualität von offenliegenden Sachverhalten orientiert, könnte man diese Frage, mit provokantem Beigeschmack versehen, mit einem Ja beantworten. Zu oft entstehen bei kritischer Beobachtung Zweifel am Wahrheitsgehalt von Informationen, bei denen eine genauso zweifelhafte Absicht im Subtext mitschwimmt.
Definitorisch liegen diesen beiden Begriffen natürlich unterschiedliche Bedeutungen zugrunde. So versteht man unter einem Medium im ursprünglichen Sinne ein vermittelndes Element. Unter Manipulation hingegen versteht man den gezielten Einfluss auf Menschen ohne deren Wissen. Dieser Einfluss kann auch durch absichtliche Verfälschung von Informationen o. ä. genommen werden (vgl. Duden). Der Übergang von Legalität zu Illegalität ist dabei fließend. Medien dienten ursprünglich nur der Informationsübermittlung, haben sich jedoch schon lange über dieses Gebiet hinaus ausgebreitet. Das Medium Zeitung beispielsweise existiert seit ca. 500 Jahren. Die Formen und damit auch die Möglichkeiten und Auswirkungen haben sich mit der Zeit enorm erweitert. Diese Erweiterung hat aber leider nicht nur gute Seiten mit sich gebracht. Im Lauf der Zeit haben sich Massenmedien entwickelt. Massenmedien bedienen die Massen in Form von Unterhaltung und Information. Da die Nachfrage an Unterhaltung, Information und Fortschritt durchaus vorhanden ist und der Mensch sich nicht immer wählerisch zeigt, entsteht eine große Angriffsfläche, die die Manipulatoren natürlich nicht verfehlen.
Dass Massenmanipulation durch die Medien stattfindet steht außer Frage. Aber wo und in welcher Form findet Manipulation statt? Wer manipuliert? Wer wird manipuliert?
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Diese Fragen betreffen jeden, der einem gewissen Einfluss durch die Medien ausgesetzt ist, sei es durch Fernsehen, Radio, Internet, Zeitungen oder Zeitschriften. Der Einfluss, den ein Medium auf eine Person ausübt ist dabei unterschiedlich groß und abhängig von der Empfänglichkeit für die Ausdrucksform des Mediums.
2 Techniken der Medienmanipulation durch die Fakten
Manipulation tritt in verschiedenen Formen auf. In seiner Studie „Moralisch zulässige und moralisch unzulässige Propagandatechniken“ behandelt Rolf Wite die breite Palette der in den Medien eingesetzten Techniken zur Manipulation durch Fakten. Als moralisch unzulässig gelten folgende fünf Techniken: 1. Lüge (Berufung auf nicht existierende Fakten)
Es geht um bewusst artikulierte Aussagen, von denen der Sprecher selbst weiß, dass sie nicht der Wahrheit entsprechen. Nach Wite kommen die bewusst fabrizierten Lügen und Fakten verhältnismäßig selten in den Medien vor, weil sie einen schnellen Verlust an Autorität hervorrufen könnten. 2. Insinuation (Unterstellung der Realität eines nicht existierenden Faktes) Hier geht es um die Äußerung von Beschuldigung bzw. Verdächtigung, wobei kein Risiko des Widerrufs wie bei den faktischen Äußerungen besteht. Zum Beispiel unterstellt man mit einer Äußerung wie „Der Hauptmann war heute nüchtern", dass er sonst immer betrunken sei. Wenn eine Beschuldigung hinreichender Beweise entbehrt oder Werte beinhaltet, die nicht im Klartext publik gemacht werden können, scheint es sicherer zu sein, sie in der Form der Insinuation zu äußern.
3. Die Darstellung einer Meinung als Fakt (beruht auf der Schwierigkeit, „den Fakt" von „der Meinung" abzugrenzen, wodurch ihre Plätze leicht getauscht werden können)
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Nach Wite handelt es sich dabei um die meist verbreitete moralisch unzulässige Technik. Manchmal ist es aber außerordentlich schwierig, eine klare Grenze zwischen Fakt und Meinung zu ziehen. Die Meinung eines Menschen kann für einen anderen ein Fakt sein.
Als Hitler von einer weltweiten jüdischen Verschwörung gegen Deutschland sprach, so stellte er, wenn wir unterstellen, dass er daran glaubte - eine Meinung als Fakt dar, so Wite.
4. Absichtliche Auslassung (beruht auf der informationellen Ignorierung des Faktes oder einer über den Fakt geäußerten Meinung)
Am häufigsten wird in dieser Situation der Standpunkt der anderen Konfliktpartei einfach ignoriert. Selbstverständlich kann sich der Konflikt dadurch leicht zuspitzen. Folglich stellt das absichtliche Verschweigen, die informationelle Ignorierung des Faktes oder der Meinung eine Manipulation des Faktes dar. 5. Versteckte Offensichtlichkeit (Darstellung der eigenen Fakteninterpretation als etwas Feststehendes, das nicht bewiesen oder nachgewiesen werden muss) In diesen Fällen redet man so, als ob die eigene Version über die Realität etwas ist, was bereits eindeutig feststeht und keinen weiteren Argumente oder Beweise bedarf. So z. B. das Sprechen von „dem Aggressor", „den Imperialisten" usw. Hier drückt sich der Sprechende so aus, als ob es sich um eine an und für sich offensichtliche Tatsache handelt.
Manipulation kann in vielen verschiedenen Bereichen und deshalb auch in vielen verschiedenen Erscheinungsformen auftreten. Im folgenden wird genauer auf diese und weitere Formen der Manipulation, deren Ursprünge und deren Folgen eingegangen.
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3 Der Mensch und die Massenmedien
In der Masse werden oft persönliche Erkenntnisse und das Wissen des Einzelnen ausgeschaltet. „Wo das Individuum im Kollektiv aufgeht, geht die Persönlichkeit unter“ (vgl. Peter Hahne, 2002, S.17). Dies macht den Menschen leicht steuerbar. „Masse ist eine neue Existenzform des Menschen, welche Körper und Geist mitbestimmt“ (vgl. Walter Künneth zit. nach Peter Hahne, 2002, S. 18). Dies drückt sich durch die Gleichheit des Willens und durch die Gleichheit bestimmter Ziele aus. Der Mensch muss jedoch nicht in der Masse auftreten, um als Teil einer Masse manipuliert zu werden. Jeder Mensch kann bequem von zu Hause aus seiner „Pflicht“ als Massenmensch nachgehen. Die Medien geben ihm dazu genügend Möglichkeiten.
Es wird unmissverständlich gezeigt, welchen Medien sich der Massenmensch zuwenden soll. Der Konsument will eben seinen Platz in der Masse nicht verlieren, was sich in den Einschaltquoten bestimmter Sendungen deutlich niederschlägt. So darf es der deutsche Massenmensch z.B. auf keinen Fall versäumen, den Fernseher einzuschalten, wenn Thomas Gottschalk einmal im Monat „Wetten dass“ präsentiert. Ohne jegliche Wertung zeigt sich, dass ein regelrechter Zwang im Konsumverhalten, orientiert an der Masse, zu erkennen ist. Wer es nicht gesehen hat, kann nicht mitreden und ist zumindest für einen Moment lang ausgegrenzt. Die Medien verstehen es, so einen spürbaren Druck auszuüben. Das Publikum als Ganzes überträgt diesen Druck unbewusst auf den einzelnen. Schon hat die Beeinflussung erfolgreich stattgefunden. Ein weiteres Beispiel für die Steuerung der Massen, zeigt das Projekt „Deutschland sucht den Superstar“. Das Wort Manipulation ist im Titel beinahe schon enthalten. Deutschland sucht nicht den Superstar. Im Titel schwimmt unterschwellig die Aufforderung mit, sich mit dem Projekt auseinander zusetzen. Die Produzenten wollen, dass die Zuschauer sich entweder aktiv beteiligen, indem sie an der Abstimmung teilnehmen, oder zumindest passiv das Geschehen verfolgen, ohne Einfluss auf das Ergebnis zu nehmen. Das Fernziel besteht jedoch darin, möglichst viele potentielle Käufer für die später erscheinenden Tonträger
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Arbeit zitieren:
Christoph Sülzer, 2003, Massenmanipulation durch die Medien, München, GRIN Verlag GmbH
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