1. Zur Geschichte des Klosters und seiner Regeln.................................................................................2 1.1 Die Ursprünge des Klosterlebens.................................................................................................2 1.3 Der Klosterplan ............................................................................................................................5
2. Disziplinen und Inhalte im Leben eines Mönches .............................................................................5 2.1 Tätigkeiten eines Mönchen ..........................................................................................................5 2.2 Die Disziplin und Laster eines Mönchen .....................................................................................5
3. Struktur, Tagesablauf und Erziehung im Kloster...............................................................................6 3.1.Struktur der Klosterfamilie ..........................................................................................................6 3.2 Der Tagesablauf eines Hirsauer Mönches ...................................................................................6 3.3 Die Kleidung am Beispiel der Benediktiner ................................................................................8 3.4 Die Klosterschule .........................................................................................................................9 3.4.1 Struktur der Klosterschule.....................................................................................................9 3.4.2 Latein, die Sprache der Gebildeten .......................................................................................9 3.4.3 Die Klosterschule am Beispiel des Gregorius von H. von Aue ..........................................10
Quellenverzeichnis ...............................................................................................................................11
1. Zur Geschichte des Klosters und seiner Regeln
1.1 Die Ursprünge des Klosterlebens
Die Ursprünge der monastischen Gemeinschaften lassen sich sehr gut aus überlieferten Texten von Johannes Cassianus zu Beginn des 5. Jahrhunderts entnehmen. Seinem Bericht zufolge läßt sich die Lebensweise der Mönche bis in die Zeit der apostolischen Predigt zurückverfolgen. Es gab Massen von Begeisterten, die den Predigten der Apostel lauschten. Nach deren Tod jedoch kühlte bei einigen der Eifer ab. Diejenigen, deren apostolischer Eifer und die Erinnerung an die klassische Vollkommenheit in Erinnerung geblieben war, verließen die Gemeinschaft derer, die ein nachlässigeres Leben für sich und die Kirche Gottes als zulässig sahen. Sie begannen die Regeln, die ihrer Überzeugung nach für die gesamte Kirche aufgestellt waren, allein und auf sich gestellt strengstens zu befolgen. Sie verzichteten auf die Ehe, hielten sich von Verwandten und deren Leben fern. Aufgrund der Strenge ihres einsamen und familienlosen Daseins wurden diese von der Masse der Gläubigen getrennten allmählich monachi genannt. Die Gemeinschaften, die sie bildeten, bezeichnete man als Klosterwesen,
während ihre Zellen und Unterkünfte Kloster genannt wurden. 1 (Kloster (lat. claustrum) meint die abgeschlossene, gemeinsame Wohnung von Ordensleuten.)
So fasste Cassianus zur Unterrichtung für Mönche Südgalliens die Ursprünge der monastischen Gemeinschaft zusammen.
Für ihn waren die Entscheidung für das Zölibat, die Askese, der Verzicht auf jegliche Form von Privateigentum sowie die damit verbundene Zusammenlegung der Güter grundlegende Bestandteile zur Aufrechterhaltung der monastischen Gemeinschaft mit den Inhalten ihres Ursprungs. Dass dies nicht eines jeden Mönchs Auffassung oder Interpretation der apostolischen Predigt war, wird sich im Laufe der Jahrhunderte noch zeigen. Ein weiterer Aspekt des Berichts von Cassianus ist, das sich mit dem gemeinschaftlichen Leben im Kloster organisatorische Strukturen herausbildeten.
Er wurden Regeln und Ordnungen verfasst, mit denen die Kriterien des Gehorsams und der Disziplin sich zu wesentlichen Bestandteilen zu entwickeln begannen. Zwischen dem 5. und 6. Jahrhundert werden viele neue Klöster gegründet, das Mönchswesen erlebt einen Aufschwung und wird im Laufe der Jahrhunderte eine immer wichtigere Rolle einnehmen. Durch Schenkungen, Unterstützungen, Aufenthalte und vieles mehr versucht man, sich das nachweltliche Seelenheil zu sichern, zu welchem die „direkteste Verbindung“ das Kloster darstellt. Durch die Expansion der monastischen Gemeinschaften, durch die unterschiedlichen Interpretationen, durch Vernachlässigung der ursprünglichen Ideale wird die Entwicklung und Ausarbeitung präziser Verhaltensvorschriften - Regeln - notwendig.
1.2 Die Regeln des Klosterwesens
Viele verschiedene Regeln wurden in diesem nachapostolischen Zeitraum verfasst. Und je mehr Mönche sich zusammenfanden, um so notwendiger wurden Regeln. Im Jahre 529 verfasste Benedikt von Nursia (480-550/53) für Monte Cassino Klosterregeln, die Regula S. Benedicti, die wohl maßgeblich von der Magisterregel des Kirchenvaters Augustin abhingen.
Diese Regel wurde einige Jahrhunderte lang für die Mehrheit der monastischen Gemeinschaften im Westen, vor allem zwischen dem 8. und 12. Jahrhundert, aufgrund der römischen Unterstützung und des karolingischen Einflusses zum Maßstab.
1 Aus: Le Goff: Der Mensch des Mittelalters, S. 50
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Kirsten Schmelzer, 2000, Alltag und Erziehung im mittelalterlichen Kloster, München, GRIN Verlag GmbH
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