Inhaltsverzeichnis:
0 Einführung 1
1 Die altersgemäße Sprachentwicklung 2 - 3
2 Definition der Sprachentwicklungsstörung 4
3 Ursachen der Sprachentwicklungsstörung 5 - 6
3.1 Ansicht eines Logopäden
3.2 Ansicht einer Schule für Sprachbehinderte
4 Komplexität der Störung der Sprachentwicklung 7 - 9
4.1 Heidelberger Sprachentwicklungstest (HSET)
4.2 Altersspezifische Variation
4.3 Mögliche Störungen auf den einzelnen Sprachebenen
5 Die Sprachtherapie 10 - 11
5.1 Die Problematik bei der Durchführung
5.2 Therapieverfahren von Sprachheilschulen
5.3 Aufgaben und Ziele der Sprachtherapie
6 Schluss 12
7 Literaturliste 13
II
0 Einführung
In der Kindheit macht der Mensch in kurzer Zeit gewaltige Reifungsschritte. Das Kind erlangt zunehmend an Selbstständigkeit durch den ganzheitlichen Entwicklungsplan sensorischer, motorischer, kognitiver, emotionaler, sozialer und kommunikativer Funktionsbereiche, die sich gegenseitig in ihrer Wirkungsweise beeinflussen.
Diese Hausarbeit erstreckt sich über die Entwicklung und die Entwicklungsstörung im kommunikativen Bereich.
Die Sprache ist das wichtigste Ausdrucksmittel des Menschen. Sie dient zur Kommunikation untereinander.
Der Spracherwerb ist ein komplexer psycho-physischer Vorgang.
Liegt in diesem Gebiet eine Störung vor, so kann dies gleichzeitig als Störung der geistigen Entwicklung angesehen werden.
Aus der vorliegenden Hausarbeit wird man erfahren, dass das sprachentwicklungsgestörte Kind ein vielfach behindertes Kind ist.
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1 Die altersgemäße Sprachentwicklung
Die Sprachentwicklung beginnt schon vor der Geburt. Das Ungeborene nimmt verschiedene Lautstrukturen wahr. Direkt nach der Geburt werden diese Laute nach der Häufigkeit und Ähnlichkeit gespeichert. Das Kind ist in der Lage, Verknüpfungen zwischen melodisch-rhythmischen Strukturen und kommunikativen Sprachstrukturen zu bilden. Ab der 7./ 8. Woche beginnt die Schreiphase und direkt darauf folgt die Lallphase, welche als Vorstadien der Sprachentwicklung bezeichnet werden. Ab dem 6.-9. Lebensmonat können die unterschiedlichen Bedeutungen der Sprache grob erkannt werden, z.B. schimpfendes oder bestätigendes Sprechen. In ungefähr gleicher Zeit werden die sensomotorischen Fähigkeiten entwickelt, die dem Kind zu einem gegenständlichen Denken verhelfen, welche durch das Hantieren mit Gegenständen entstehen. Ab dem 11.-13. Lebensmonat beginnt das Kind zu Sprechen. Es baut eine Beziehung zwischen den einzelnen Wörtern und der Gegenstandswelt auf. Obwohl nun die Sprache eingesetzt hat, kann das Kind die Sprache an sich nicht verstehen. Es interpretiert die Situation und den Menschen, der zu ihm spricht und achtet dabei auf Tonfall und Rhythmus. Die Lebens- und Umweltbedingungen können diesen Prozess zwar beschleunigen oder verzögern, aber gestoppt werden kann und soll dieser nicht. Im 2. Lebensjahr beginnt die eigentliche Sprachentwicklung, bei der das Kind den Zusammenhang von Wortbedeutung und Gegenstand erkennt und den Begriff zielgerichtet verwendet. Allerdings sind so genannte Übergeneralisierungen
(Bedeutungsüberdehnungen) zu beobachten, z.B. wird „alle alle“ nicht nur für ein leeres Glas, sondern auch für kaputte Gegenstände gebraucht.
Im 18.-20. Lebensmonat entstehen aus Aktionswörtern erste Verben. Das Kind verfolgt nun auch aufmerksam Gespräche zwischen anderen Personen und erforscht das Gehörte. Ab dem 3. Lebensjahr nimmt die Bedeutung von Spielhandlungen bei der Verknüpfung sprachlicher und kognitiver Fähigkeiten zu. Das Kind versucht erste Zusammenhänge zu ergründen und entwickelt ein erstes Bewusstsein für den Zeitbegriff. Mütter achten besonders darauf, was sie zu ihren Kindern sagen, sie stimmen die Gespräche sehr fein auf das momentane Fassungsvermögen ihrer Kinder ab, und sie haben ein Gespür für die nächste Entwicklungsphase. Sie (natürlich auch Väter) vermitteln dem Kind den Aufbau der Muttersprache und die Anwendung der Sprache im Dialog.
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Arbeit zitieren:
Tanja Wohlberedt, 2003, Kindliche Sprachentwicklungsstörung - Komplexität und Therapie, München, GRIN Verlag GmbH
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Einbetten
DOI
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